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Titelaufnahme

Titel
Schutz ökologisch sensibler Fließgewässer: Konzepte und Fallbeispiele
VerfasserScheikl, Sigrid ; Seliger, Carina ; Loach, Andreas ; Preis, Sabine ; Schinegger, Rafaela ; Walder, Christoph ; Schmutz, Stefan ; Muhar, Susanne
Erschienen in
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft, Wien, 2016, Jg. 68, H. 7, S. 288-300
ErschienenSpringer, 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Gewässerschutz / Priorisierungsansätze / Wasserkraft / Strategische Planung / Schutzkonzepte / Planungsinstrumente / Decision-Support-Systeme
Schlagwörter (EN)Water conservation / Prioritization systems / Water power / Strategic planning / Protection concepts / Planning instruments / Decision support systems
ISSN1613-7566
URNurn:nbn:at:at-ubbw:3-1669 Persistent Identifier (URN)
DOI10.1007/s00506-016-0326-3 
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Schutz ökologisch sensibler Fließgewässer: Konzepte und Fallbeispiele [2.26 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Europäische Fließgewässer stehen unter starkem Nutzungsdruck. Dabei zählen Eingriffe in die Hydromorphologie im Rahmen energiewirtschaftlicher Nutzung oder durch Hochwasserschutzmaßnahmen zu den stärksten Belastungen. Heute gibt es nur noch wenige verbleibende natürliche oder naturnahe Gewässerstrecken. In Österreich befinden sich derzeit nur 15 % der Wasserkörper in einem „sehr guten“ und 22 % in einem „guten“ ökologischen Zustand. Um die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen, sind im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan Maßnahmen definiert, mittels derer der gute Zustand der Wasserkörper erreicht werden soll bzw. künftige Beeinträchtigungen und Verschlechterungen des Zustandes verhindert werden sollen. Gleichzeitig gilt es, die Ziele der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie zu erreichen. In Österreich spielt dabei insbesondere der weitere Ausbau der Wasserkraft eine wesentliche Rolle. Um sowohl Schutz- als auch Nutzungsziele zu erreichen bzw. um eine transparente Abwägung unterschiedlicher Interessen zu gewährleisten, ist eine strategische Planung notwendig. Im hier vorlegenden Artikel werden diesbezügliche Empfehlungen, Leitlinien und ausgewählte methodische Ansätze zusammengefasst. Anhand von drei methodisch aufeinander aufbauenden Fallbeispielen wird außerdem detailliert vorgestellt, wie Schutzpriorisierungen von Gewässerstrecken als Pre-planning-Instrumente herangezogen werden können. Außerdem wird eine Methodik vorgestellt, die bei bereits bestehenden Kraftwerksplanungen auf (über-)regionaler Ebene durch die Integration gewässerökologischer, naturschutzfachlicher und energiewirtschaftlicher Aspekte einen wesentlichen Beitrag bei der Entscheidungsfindung leisten kann.

Zusammenfassung (Englisch)

European rivers are subject to heavy demand. In this regard, hydromorphological alterations in connection with energy production or flood protection measures are among the most serious issues. Today only very few natural or near-natural river reaches remain, and in Austria only 15% of the rivers are classified as being in “very good” and a further 22% percent as being in “good” ecological condition. In keeping with the objectives of the EU Water Framework Directive, the National River Basin Management Plan defines measures intended to achieve a good ecological status and/or avoid the further deterioration of Austrias waterbodies.

At the same time, meeting the criteria of the EU Renewable Energy Directive is another important goal. In Austria, this especially involves the further expansion of hydropower. Reconciling resource conservation with usage demands, and transparently balancing these competing interests, calls for strategic planning. The following paper provides an overview of recommendations, guidelines and selected methodological approaches. Further, it examines three case studies that build upon one another methodologically to demonstrate in detail how protection prioritization systems for river reaches can be employed as effective pre-planning instruments. Lastly, it presents a method by means of which hydro-ecological, nature conservation and energy production aspects can be integrated into already available power plant planning schemes at the (supra-)regional level to significantly facilitate decision-making processes.

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