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Titelaufnahme

Titel
Grundlegende Erkenntnisse im Rahmen des Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg : Die Bedeutung der Stromsohle und Uferzonen für ökologische Prozesse und Artengemeinschaften an einem stark regulierten Fluss, der Donau
VerfasserBondar-Kunze, Elisabeth ; Ivankovic, Marina ; Funk, Andrea ; Trauner, Daniel ; Keckeis, Hubert ; Hein, Thomas
Erschienen in
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft, Berlin, 2016, Jg. 68, H. 5, S. 239-247
ErschienenSpringer, 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Regulierter Fluss / Benthische Algen / Makrozoobenthos / Fische / Flussbauliche Maßnahmen / Retentionsräume
ISSN1613-7566
URNurn:nbn:at:at-ubbw:3-1538 Persistent Identifier (URN)
DOI10.1007/s00506-016-0311-x 
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Grundlegende Erkenntnisse im Rahmen des Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg [1.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Flüsse benötigen für eine langfristige ökologische Stabilität Bereiche, die bei verschiedenen Abflusssituationen als hoch produktive Lebensräume verfügbar sind und entsprechend mit dem Fluss in Austausch stehen. Diese Retentionsbereiche oder bioaktive Zonen sind wichtig für die flusseigene Tierwelt als Refugialräume (z. B. Makrozoobenthos und Fische) oder bestimmte Entwicklungsstadien (z. B. Jungfische), dienen benthischen Algengemeinschaften zum Aufbau von Biomasse und sind damit Grundlage für das Nahrungsnetz des Flusses sowie den Stoffrückhalt und Umbau (z. B. Nährstoffaufnahme). Vor allem während Niederwasser sind die Uferbereiche und die Stromsohle selbst von wesentlicher Bedeutung, aber in ihrer Ausprägung durch Regulierungsmaßnahmen deutlich eingeschränkt. Ein grundlegendes Verständnis der Abläufe und funktionalen Zusammenhänge ist erforderlich, damit im Rahmen von wasserbaulichen Maßnahmen negative Konsequenzen hintangehalten werden können bzw. der ökologische Zustand wieder verbessert werden kann. Im Rahmen des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg an der Donau östlich von Wien ist daher nicht nur ein Monitoring der flussbaulichen Maßnahmenumsetzung erforderlich, sondern auch ein wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn über grundlegende Zusammenhänge und biologische Abläufe, um optimierte Maßnahmen zum Einsatz bringen zu können. In diesem Artikel werden Ergebnisse mehrjähriger Forschungsarbeiten in den Tiefenzonen der Donau und typischen Uferzonenlebensräumen für die Organismengruppen benthische Algen, Makrozoobenthos und Fische präsentiert.

Zusammenfassung (Englisch)

To ensure a long-term ecological stability, rivers need areas that are available at different discharge situations as highly productive habitats which are connected with the river. These retention areas or biologically active zones are important for the riverine communities as refuge (e.g. benthic macroinvertebrates and fish) or the development of benthic algae communities as basis for the riverine food web as well as retention zones to perform various ecosystem services (e.g. nutrient retention). Especially during low water level situations, the river shorelines and the river bed itself are of significant importance, but highly degraded in intensely regulated river systems such as the Danube River. A basic understanding of the processes and functional correlations is required to avoid negative consequences of engineering measures applied and to improve the ecological conditions. In the framework of the pilot project Bad Deutsch-Altenburg in the Danube River east of Vienna not only monitoring the implementation of engineering measures is required, but also scientific knowledge gained about basic ecological relationships and potential responses of riverine communities. This article presents results of several years of investigations on the distribution and development of three organism groups (benthic algae, benthic macroinvertebrates and fish) along different riparian structures and in the river bed of the Danube River.