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Titelaufnahme

Titel
Aktuelle Situation und zukünftige Entwicklungen bei der Klärschlammentsorgung in Österreich / eingereicht von: Vanas, Fabian
VerfasserVanas, Fabian
Betreuer / BetreuerinErtl, Thomas ; Kretschmer, Florian
ErschienenWien, 26.09.2016
UmfangIV, 133 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Klärschlamm, Multikriterienanalyse, Monoverbrennnung, Mitverbrennung, hydrothermale Carbonisierung, landwirtschaftliche Verwertung
Schlagwörter (GND)Österreich / Klärschlamm / Entsorgung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-23622 Persistent Identifier (URN)
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Aktuelle Situation und zukünftige Entwicklungen bei der Klärschlammentsorgung in Österreich [2.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Klärschlamm fällt als Überschussprodukt in den Kläranlagen durch die Entfernung der im Abwasser enthaltenen Inhaltsstoffe an. Zu den Inhaltsstoffen gehören neben den sogenannten Wertstoffen (z.B.: Phosphor) auch potentielle Schadstoffe anthropogenen Ursprunges. Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen zur Abwasserreinigung fällt Klärschlamm dauernd an und es muss daher eine gesicherte Entsorgung stets gewährleistet sein. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der anfallenden Klärschlammenge und die Art der Klärschlammentsorgung im Wandel der Zeit in Österreich. Es werden aktuelle und künftige Verfahren vorgestellt und auf rechtliche Grundlagen eingegangen. Weiters werden Methoden zur ökologischen und ökonomischen Bewertung von Entsorgungsverfahren vorgestellt. Der Praxisteil beschäftigt sich mit der Anwendung von ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Bewertungsverfahren ausgewählter Entsorgungspfade mittels Multikriterienanalyse (MKA). Die ausgewählten Pfade setzen sich aus aktuellen Verfahren Mitverbrennung, Monoverbrennung und landwirtschaftliche Verwertung und aus einem technisch innovativen Verfahren hydrothermale Carbonisierung (HTC) zusammen. Bei der Betrachtung des Gesamtergebnisses der MKA wird ersichtlich, dass die Verfahren Monoverbrennung und Mitverbrennung deutlich besser abschneiden als die landwirtschaftliche Verwertung und der HTC. Bei der ökologischen Bewertung schneiden thermische Verfahren deutlich besser als die landwirtschaftliche Verwertung ab, da durch die Aschedeponierung dem System Schadstoffe entzogen und folglich nur geringere Mengen in Berührung mit der Umwelt kommen. Ein anderes Bild zeigt sich bei der ökonomischen Betrachtung. Aufgrund der geringen Investitionskosten und Entsorgungskosten schneidet die landwirtschaftliche Verwertung mit Abstand besser ab. Das Ergebnis der gesellschaftlichen Bewertung wird vor allem durch den Trockenmasseanteil und der Möglichkeit zur Phosphorrückgewinnung beeinflusst.

Zusammenfassung (Englisch)

Sewage sludge is a surplus product in waste water treatment plants through the removal of the wastewater ingredients. The ingredients in addition to the so-called recyclable materials (e.g. phosphorus) are also potential pollutants of anthropogenic origin. Due to legal obligations for wastewater treatment sludge is permanently produced. Therefore, a secured disposal must be assured. This present study deals with the amounts of sewage sludge and the types of sludge disposal through the ages. Current and future procedures will be presented and the legal bases will be dwelt on. Furthermore, methods for the ecological and economic assessment of disposal methods are presented. The practical part deals with the application of ecological, economic and social evaluation processes of selected disposal routes by multi criteria analysis (MCA). The selected paths are made up of current methods co-incineration, mono-incineration and agricultural use - and of a technically innovative method - hydrothermal carbonisation (HTC). By looking at the overall results of the MCA it is evident that mono-incineration and co-incineration are significantly better than the agricultural use and the HTC. In the environmental assessment thermal processes perform significantly better than the agricultural use because through ash landfilling pollutants are removed from the system and thus only a minor amount gets into contact with the environment. A different picture emerges in the economic analysis. Due to the low investment and disposal costs, the agricultural use shows the best performance by far. The result of social evaluation is mainly influenced by the dry matter content and the ability to recover phosphorus.