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Titelaufnahme

Titel
Wildökologische Aspekte des Amerikanischen Riesenleberegels (Fascioloides magna) bei Rot- und Rehwild im Osten Österreichs / eingereicht von: Jennifer Obermayer
VerfasserObermayer, Jennifer
Betreuer / BetreuerinDuscher, Georg
ErschienenWien, Dezember 2016
Umfang68 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Fascioloides magna, Cervus elaphus, Capreolus capreolus, Prävalenz, Österreich
Schlagwörter (EN)Fascioloides magna, Cervus elaphus, Capreolus capreolus, prevalence, Austria
Schlagwörter (GND)Österreich / Rothirsch / Reh / Fascioliasis / Prävalenz
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-23579 Persistent Identifier (URN)
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Wildökologische Aspekte des Amerikanischen Riesenleberegels (Fascioloides magna) bei Rot- und Rehwild im Osten Österreichs [2.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Amerikanische Riesenleberegel, Fascioloides magna, ist eine eingeschleppte Trematodenspezies aus Nordamerika. Dieser Parasit hat sich bereits, seit seiner Entdeckung im Jahr 2000, im Osten Österreichs im Bereich der Donau-Auen etabliert. Wegen der Gefahr von jagdwirtschaftlichen Schäden, der Ansteckung von Haustieren und der weiteren Ausbreitung in andere Teile Österreichs, wurde 2001 ein Projekt zur Überwachung und Kontrolle von Fascioloides magna ins Leben gerufen. Dieses Projekt untersucht seitdem Losungen von Rothirschen und Lebern von Rot- und Rehwild. Seit Februar 2001 wird Rotwild mit dem Anthelminthikum Triclabendazol, welches im Futter beigemischt wird, behandelt. Die Auswertungen der Prävalenzen, der Befallsintensitäten und der Kotproben beziehen sich auf bereits vorhandene Daten der letzten 15 Jahre, die von MMag. Dr. Ursprung erhoben wurden. Die Prävalenz von anfänglichen 100% im Raum Fischamend, einem hoch endemischen Gebiet, sank bis 2005 auf 13%. Auch die Befallsintensität in Fischamend ging von 47,3 Egeln pro Leber im Jahr 2000 auf 2,3 Egeln pro Leber im Jahr 2005 zurück. Ebenfalls zeigte sich eine Abnahme der Eier pro Gramm Kot und auch die Anzahl positiver Losungsproben wurde deutlich reduziert. Der Einsatz von Triclabendazol schien, bis zum Jahr 2006, erfolgreich zu verlaufen. Die Prävalenz stieg wieder auf 72,7% an und fiel wieder bis zum Jahr 2010 auf 46,7% ab. Seit dem Jahr 2011 ist ein neuerlicher Anstieg der Prävalenz im Raum Fischamend zu beobachten, diese betrug im Jahr 2015 wieder 89,5%. Ab dem Jahr 2007 stieg auch die Prävalenz nördlich der Donau stark an, hier werden seit 2008 ebenfalls Behandlungen durchgeführt. Von einer generellen Eradikation des Parasiten ist nicht mehr auszugehen. Der erneute Anstieg der Prävalenz und die Ausbreitung auf neue Wirtsarten lassen darauf schließen, dass eine alleinige Behandlung mit Triclabendazol keine weitere Verbesserung erzielen wird. Ergänzende Bekämpfungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Reduzierung der Rotwilddichte, Lenkungsmaßnahmen sowie Verbesserung der Fütterungshygiene und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, sollten in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The giant liver fluke, Fascioloides magna, is an introduced trematodespecies from North America. This parasite has already established itself since it's discovery in 2000 in eastern Austria in the Danube flooplain forests. Because of the danger of economic hunting damage, infection of livestock and the further spread to other parts of Austria, a project in 2001 to monitor and control Fascioloides magna was launched. This project examined faeces of red deer and livers of red- and roe deer. Since February 2001, red deer were treated with the anthelminthic triclabendazole, which was mixed into the feed. The evaluations of the prevalence, the intensity and the faecal samples are based on already existing data from the last 15 years, which are raised by MMag. Dr. Ursprung. The prevalence of intitial 100% in the space of Fischamend, a highly endemic area, decreased till 2005 to 13%. The intensity in Fischamend were reduced from 47,3 individuals per liver in 2000 to 2,3 individuals per liver in 2005. There was also a decrease in eggs per gram of faeces and the prevalence of positive faecessamples were also significantly reduced. The use of triclabendazole required to be successful, until the year of 2006. The prevalence rose again to 72,7% and fell again by 2010 to 46,7%. Since 2011, a renewed increase in the prevalence in Fischamend was observed, the prevalence was in 2015 again by 89,5%. From 2007 on the prevalence increased north of the Danube sharply, here were treatments since 2008 also performed. A general eradication of this parasite is no longer possible. The renewed increase in the prevalence and the spread to new host species suggest that to control the giant liver fluke only with triclabendazole will achieve no further improvement. Additional control measures, such as reduction in red deer density, intervention measures or improvement of feeding hygiene, and interdisciplinary cooperation should be considered.