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Titelaufnahme

Titel
Bilanzierung einer Belebungsanlage zur Analyse der Klärschlammanfalls / eingereicht von: Beltzung Edwige
VerfasserBeltzung, Edwige
Betreuer / BetreuerinErtl, Thomas ; Weissenbacher, Norbert
ErschienenWien, 08.11.2015
Umfangxii, 109 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Klärschlamm, Bilanzierung, Analyse, Klärschlammanfall
Schlagwörter (GND)Kläranlage / Klärschlamm
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-23490 Persistent Identifier (URN)
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Bilanzierung einer Belebungsanlage zur Analyse der Klärschlammanfalls [6.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der Kläranlage WV Gaflenztal in Weyer (Bezirk Steyr-Land) ist der Klärschlammanfall von 2012 auf 2013 um 26 % gestiegen. Dieser Anstieg ist weder durch eine Belastungszunahme im Kläranlagenzulauf, aufgrund von demographischem Wachstum oder durch neue Indirekt-einleiter, noch durch eine weitergehende Reinigung erklärbar. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, (1) die Ursachen für den Anstieg des Klärschlammanfalls in der Kläranlage zu finden sowie (2) Optimierungsmöglichkeiten der Betriebsführung aufzuzeigen, durch die der Klärschlammanfall und die damit verbundenen Betriebskosten für Energie, Schlammbehandlung und Entsorgung reduziert werden können. Mit Hilfe von Massenbilanzen (Wassermenge, Trockensubstanz, Chemischer Sauerstoffbe-darf, Stickstoff und Phosphor), welche mit dem Softwaretool eDAB© erstellt wurden, wurden die Abbauprozesse und die Klärschlammproduktion analysiert. Außerdem wurde zusätzlich eine zweite Kläranlage bilanziert, um die Ergebnisse ersterer zu plausibilisieren. Es wurden bei beiden Kläranlagen jeweils vier Jahresbilanzen erstellt (WV Gaflenztal: 2011-2014, Aspach: 2010-2013). Durch die Bilanzierung der Kläranlage WV Gaflenztal konnten die Ursachen für die Verände-rung des Klärschlammanfalls in der Betriebsführung nachgewiesen werden: Der wichtige Betriebsparameter Schlammalter nahm von 2012 auf 2013 im Mittel um fünf Tage ab. Da-durch nahm die Überschussschlammproduktion zu, die Stabilisierung dessen verschlechterte sich und die organische Trockensubstanz im Überschussschlamm nahm zu. Dies bewirkte, dass pro Gramm Trockensubstanz mehr Konditionierungsmittel bei der Entwässerung not-wendig war, wodurch die Klärschlammmenge weiter zunahm. Durch Erhöhung des aeroben Schlammalters und der Belüftungszeit kann in Zukunft der Klärschlammanfall in der Kläran-lage WV Gaflenztal wieder reduziert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Between 2012 and 2013 the sewage sludge production of the waste water treatment plant WV Gaflenztal in Weyer (district Steyr-Land) has increased by 26 %. This rise could neither be explained by an increase of the pollution at the inlet of the waste water treatment plant due to demographic growth or new indirect dischargers, nor can it be attributed to a further waste water treatment. The main objectives of this master thesis are (1) to find the causes for the rise of the amount of sewage sludge in the waste water treatment plant and (2) to point out the possibilities of optimization of the plant operation, by which the sewage sludge production and the adjunct operational costs for energy, sludge treatment and its disposal can be reduced. The degradation processes and the sewage sludge production were analyzed by mass bal-ances (water quantity, dry matter, chemical oxygen demand, nitrogen and phosphor). These were generated with the software tool eDAB©. In order to verify the results, mass balances of another waste water treatment plant were made. Four annual balances were computed for each waste water treatment plant (WV Gaflenztal: 2011-2014, Aspach: 2010-2013). Due to the mass balance study of the waste water treatment plant WV Gaflenztal the reasons for the change of the sewage sludge production caused by the plant operation were found: From 2012 to 2013, the important operating parameter, the average sludge age decreased of five days. Thus lead firstly to an increase of the excess sludge. Secondly it caused a degradation of sludge stabilization and finally led to an increase of the organic dry matter. Thereby the amount of conditioning medium per gram dry matter was higher, in order to drain the excess sludge. This led to a further increase of the quantity of sewage sludge. In the future the quantity of sewage sludge can be reduced again by rising the aerobic sludge age and the aeration time.