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Titelaufnahme

Titel
Residenzielle Multilokalität - ein Leben daZWISCHEN : multilokale Bedürfnistypen in der Region Steyr-Kirchdorf / Autorin: Stefanie Moser
VerfasserMoser, Stefanie
GutachterPenker, Marianne ; Schauppenlehner-Kloyber, Elisabeth
ErschienenWien, August 2016
Umfang142 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Multilokalität, ländliche Abwanderung, Bedürfnistypen, Motive, Q-Methode
Schlagwörter (EN)multi-locality, rural migration, types of needs, motives, q-method
Schlagwörter (GND)Ländlicher Raum / Migration / Binnenwanderung / Zweitwohnung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-23443 Persistent Identifier (URN)
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Residenzielle Multilokalität - ein Leben daZWISCHEN [26.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Insbesondere ländliche, periphere Räume sind von der Abwanderung der jungen Bevölkerung zwischen 18 und 30 Jahren betroffen. Mit dieser Wanderbewegung verlieren diese Regionen nicht nur an Wissen, sondern auch essentielles Humankapital für deren örtliche Zukunftsfähigkeit. Parallel zu dieser Entwicklung ist allgemein eine zunehmende Mobilität der Bevölkerung zu beobachten. Eine besondere Form dieser Mobilität stellt die Multilokalität dar das Leben und Wohnen an zwei oder mehreren Orten. Auch in der Untersuchungsregion Steyr-Kirchdorf lebt knapp ein Viertel der jungen Leute multilokal. Erkenntnisgegenstand dieser Arbeit sind Bedürfnistypen sowie Motive und Charakteristika des multilokalen Lebens in dieser Region. Im Rahmen zweier Gruppendiskussionen mit Multilokalen aus Steyr-Kirchdorf wurden die Motive sowie die unterschiedlichen Ausprägungen des multilokalen Lebens erörtert. Rückschlüsse auf unterschiedliche multilokale Bedürfnistypen konnten mit Hilfe der Q-Methode gezogen werden. Folgende drei Typen wurden identifiziert: 1. urbane Heimreiser, 2. verwurzelte Weltenbummler und 3. ruhesuchende Stadtflüchtlinge. Die Erkenntnisse aus den Gruppendiskussionen verdeutlichten, dass Multilokalität vor allem während spezifischer Lebensphasen auftritt und häufig die Etablierungsphase prägt. Multilokalität fördert und fordert außerdem neue Formen des Wohnens und Zusammenlebens. Neben den schlechteren Jobchancen für AkademikerInnen im ländlichen Raum wirken vor allem schlechte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten als treibende Pushfaktoren. Soziale Beziehungen und emotionale Ortsverbundenheit erweisen sich, trotz der hohen physischen und geistigen Mobilität der Multilokalen, als zentrale Pullfaktoren. Aus diesen Erkenntissen wurden abschließend Handlungsempfehlungen für Gemeinden abgeleitet, um die unterschiedlichen Bedürfnistypen als Zielgruppen besser ansprechen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Especially peripheral rural areas suffer from the out-migration of young people between 18 and 30 to urban areas. Due to this development, regions do not only loose knowledge, but they also lack human resources for potential rural development. Besides that, people are becoming more mobile in general, both internationally as well as interregionally. A special form of this trend is called multi-locality living at two or more places at the same time. So-called “multi-locals” keep more than one residence and commute between them in more or less regular intervals. Almost 25 % of the young population in the Austrian region Steyr-Kirchdorf, the study area for the thesis at hand, live multi-locally. Therefore, the goal of this thesis was to investigate the different types of multi-local needs, and motives in favour of and against a multi-local life as well as insights into multi-local life. Two group-discussions focussed on motives and characteristics of a multi-local life. The analysis of the discussion with the help of the Q-method generated results about three different types of multi-locals with different needs: 1. urban home-comer, 2. rooted globetrotter; 3. calm seeking urban-refugee. Additionally, the group discussions pointed out that multi-locality is often tied to a specific phase of life, especially to the period of establishment. Multi-locality also needs und supports new forms of living together. Besides limited career opportunities for academics, poor possibilities for further training drive young people away from rural areas. Despite the high degree of multi-locals mobility, relationships and the emotional place attachment remain essential pull-factors. Due to these results recommendations for communities were derived on how to address the different types of multi-local needs.