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Titelaufnahme

Titel
Reduction of accidental bycatches in set-net fisheries by the use of acoustic signals / submitted by: Tobias Schaffeld
VerfasserSchaffeld, Tobias
Betreuer / BetreuerinCulik, Boris ; Dorrien, Christian von
ErschienenVienna, December 2015
Umfang82 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Beifang, Pinger, Fischerei, Schweinswal, Seevögel, Klick Kommunikation, Warnsignale, Bioakustik
Schlagwörter (EN)Bycatch, Pinger, Fisheries, Seabirds, click communication, warning signals, bioacoustics
Schlagwörter (GND)Fischerei / Beifang / Schweinswal / Warnsignal
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-23284 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Reduction of accidental bycatches in set-net fisheries by the use of acoustic signals [3.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der ungewollte Beifang in der Stellnetzfischerei stellt für Schweinswale und tauchende Seevögel in der gesamten nördlichen Hemisphäre die größte Bedrohung dar. Es wird angenommen, dass Schweinswalbeifänge auftreten, weil Stellnetze zu spät erkannt werden. In dieser Studie sollte die Wirksamkeit eines neuen akustischen Warngeräts, dem „Porpoise Alarm“ (PAL) getestet werden, welches artspezifische Warnsignale aussendet. Für das verwendete engbandige Warnsignal, das die größte Energie bei 133 kHz 8,5kHz besitzt, konnte in einer vorherigen Studie bereits eine erhöhte Echoortungsaktivität ohne Vergrämungseffekt nachgewiesen werden. In einem Langzeit Feldversuch im westlichen Teil der deutschen Ostsee wurden zwischen August 2013 und Oktober 2014 an Bord von zwei deutschen Fischereifahrzeugen Daten erhoben. Die durch Beifang am stärksten betroffenen Arten waren Eiderenten (n=154), Kormorane (n=31) und Schweinswale (n=2). Obwohl mehr Eiderenten (p=0,0038**) und Kormorane (p=0,0284*) in Netzen mit PALs beigefangen wurden, ist es höchst unwahrscheinlich, dass dies durch das Warnsignal hervorgerufen wurde, da dessen Frequenz nicht im Hörbereich von tauchenden Seevögeln liegt. Durch ein statisch akustisches Monitoring konnten niedrigere Schweinswaldetektionen in der Nähe von Netzen mit PALs festgestellt werden, was entweder einen Vertreibungseffekt oder eine Verringerung der Echoortungsaktivität widerspiegeln könnte. Die Ergebnisse dieser Studie lassen durch die geringe Anzahl von Schweinswal Beifängen keine abschließende Beurteilung der Effektivität des PAL zu. Eine effektive Methode zur Verringerung von Beifängen sollte generell verschiedene Aspekte des Naturschutzes und Bedürfnisse der Fischer berücksichtigen: Während einerseits die durch den Menschen induzierte Sterblichkeit gesenkt werden muss, sollte andererseits die Fischerei wirtschaftlich und dementsprechend Fangraten unbeeinflusst bleiben. Im Fangerfolg für Dorsch und Plattfische konnte kein Effekt des PAL gezeigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Incidental bycatches of harbour porpoises and diving seabirds in set-net fisheries are one major threat throughout the northern Hemisphere. The reasons for bycatches of harbor porpoises are not fully understood but are thought to be related to insufficient attention to their surroundings. The aim of this study was to test the effectiveness of a new acoustic alarming device, the so called Porpoise Alarm (PAL), emitting life-like harbor porpoise warning signals. This narrow band signal with a centroid frequency at 133 kHz 8.5kHz has been proven to increase echolocation activity in previous studies instead of just deterring. A long-term field experiment was conducted on board of two German set-net fishing vessels in the western part of the German Baltic Sea from August 2013 to October 2014. In the course of this thesis, the available data were further analysed. The species most affected by ba-catch were common eiders (n=154), cormorants (n=31) and harbour porpoises (n=2). Although more common eiders (p=0.0038**) and cormorants (p=0.0284*) were bycaught in set-nets equipped with PALs, this is unlikely to be a result of the acoustic signal, since its frequency is not in the hearing range of diving seabirds. A decrease in harbour porpoise detections in the vicinity of set-nets equipped with PALs could be determined via static acoustic monitoring which either represents a deterring effect or a decrease in echolocation activity. The results of this study do not allow a conclusive evaluation of the effectiveness of the PAL due to the low number of harbour porpoise bycatches. In general, effective by-catch prevention has to provide solutions for two different issues to maintain both, conservation and fishers requirements: On the one hand the reduction of unwanted anthropogenic induced mortality, on the other hand economic viability of the fishery. The last aspect can only be achieved by maintaining high catch rates. No effect of the PAL on the catch rate of cod and flat fish species could be detected within this study.