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Titelaufnahme

Titel
Nutzungspotenzial von Kap1 und Lks Gerstenmutanten als Futterpflanzen / vorgelegt von Lukas Naderer
VerfasserNaderer, Lukas
GutachterGrausgruber, Heinrich ; Zollitsch, Werner
ErschienenWien, April 2016
UmfangIII, 66 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Kapuzengerste, Gerste, Granne, Futterpflanze, Mutante, Mutationszüchtung, Hordeum vulgare
Schlagwörter (EN)hooded lemma, barley, awnless, forage crop, barley mutant, mutation breeding, Hordeum vulgare
Schlagwörter (GND)Gerste / Granne / Mutation
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-23259 Persistent Identifier (URN)
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Nutzungspotenzial von Kap1 und Lks Gerstenmutanten als Futterpflanzen [4.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Gerste ist die fünftwichtigste Kulturart weltweit. Hauptsächlich wird sie als Futter für Schweine, Rinder und Geflügel oder als Malz verwendet. Ziel dieser Arbeit war es rund 200 verschiedene Herkünfte auf ihre Eignung als Futterpflanze hin zu untersuchen. Der optimale Erntezeitpunkt bei der Ganzpflanzennutzung ist die frühe Teigreife, weil hier ein hoher Ertrag bei hoher Energiedichte erzielt wird. Grannen können jedoch zu Verletzungen im Flotzmaul der Tiere führen, welche Infektionen sowie eine verminderte Futteraufnahme nach sich ziehen können. Deshalb wurde vor allem nach Genotypen gesucht, welche eine Mutation beim Merkmal Begrannung aufweisen. Zwei Mutationen, Lks1 und Kap1, standen im Fokus der Untersuchungen. Bei den Lks1 Mutanten handelt es sich um Gersten, welche vollständig grannenlos sind. Bei den Kap1 Mutanten wird die Granne durch ein meist infertiles Blütchen, welches in umgekehrter Richtung auf der Deckspelze sitzt und als „Kapuze“ bezeichnet wird, ersetzt. Die Genbankakzessionen wurden in Einzel-, Doppelreihen oder Mikroparzellen in Raasdorf, Österreich angebaut. Sie wurden auf Begrannung, Biomasse- und Kornertrag, TKG, Mehltauresistenz, Jugendentwicklung und Reifezeitpunkt hin untersucht. Als Vergleichssorte wurde die österreichische Sorte Eunova verwendet. 75,7% der untersuchten Akzessionen sind nicht als Futterpflanzen geeignet, weil sie mehr oder weniger lange Grannen ausbilden. Die Ergebnisse haben auch gezeigt, dass es sowohl bei den grannenlosen Gersten als auch bei den Kapuzengersten Typen gibt, welche sehr gute Erträge liefern und an die vorherrschenden Bedingungen gut angepasst sind. Es wurden auch einige rob1 (orange lemma) Mutanten untersucht, welche die Verdaulichkeit durch einen geringeren Ligningehalt verbessern können. Diese sind jedoch noch begrannt. Ziel künftiger züchterischer Arbeit wird es sein die bessere Verdaulichkeit der rob1 Mutanten mit der Grannenlosigkeit der Lks1 oder Kap1 Mutanten zu kombinieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Barley is the 5th important crop worldwide. It is mostly used as fodder for pigs, beefs and poultry or as malt. The aim of this study was to screen around 200 genotypes of barley for their suitability as a forage crop. The best time for harvest barley as forage is the early dough stage to get a high yield with a high energy density. Awns can cause injuries in the mouth of cattles which can lead to infections and less acceptability of the fodder. Hence, two mutations, Lks1 and Kap1, were in the focus of this research study. Lks1 mutants result in totally awnless ears, in Kap1 mutants the awns are replaced by mostly steril florets which are in the opposite direction on the spelt and are called hoods. The accessions were planted in single or double rows, or small plots in Raasdorf, Austria. They were checked up for the presence of awns, biomass and grain yield, thousand grain weight, powdery mildew resistance, early vigor and juvenile development and time of maturity. As check variety Austrian bred Eunova was used. 75.7% of the observed accessions are not suitable as forage crop as they exhibited more or less short awns. However, some awnless and hooded genotypes with high yields and good adaptation to the prevailing conditions were identified. Moreover some rob1 (orange lemma) mutants were observed which can improve the digestibility through a lower content of lignin but these types still have awns. The aim of further breeding is to combine the better digestibility of rob1 mutants with the awnless mutants Lks1 or Kap1.