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Titelaufnahme

Titel
Colonization of vineyards by the predatory mite Typhlodromus pyri (Acari: Phytoseiidae) using felt belts / submitted by Daniela Mössbichler
VerfasserMössbichler, Daniela
GutachterSchausberger, Peter
ErschienenVienna, 2016
Umfang61 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Raubmilben, Ansiedlung, Phytoseiidae, Typhlodromus pyri, Weingärten, inokulative Methode, biologische Schädlingskontrolle
Schlagwörter (EN)Predatory mites, colonization, Phytoseiidae, Typhlodromus pyri, inoculative release, vineyards, biocontrol
Schlagwörter (GND)Weinberg / Typhlodromus pyri / Biologische Schädlingsbekämpfung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-23130 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Colonization of vineyards by the predatory mite Typhlodromus pyri (Acari: Phytoseiidae) using felt belts [2.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In einer zweijährigen Studie wurde die Anwendung von Filzbändern zur Ansiedlung der Raubmilbe Typhlodromus pyri in Weingärten in einem Feldexperiment und im Labor untersucht. Das Feldexperiment wurde in fünf verschiedenen Weingärten in Gols, Burgenland, Österreich durchgeführt. Die Raubmilbenpopulationen wurden in den Jahren vor und nach dem Ausbringen der Filzbänder, welche Weibchen von T. pyri in Winterruhe enthielten, bestimmt, und die Unterschiede zwischen Kontrollplots und Plots mit Filzbändern wurden analysiert. Zur Analyse der Filzbänder im Labor wurden künstliche Arenen verwendet, um die Anzahl der lebenden Raubmilbenweibchen von 20 Filzbändern aus verschiedenen Produktionschargen zu eruieren. Mit durchschnittlich 16.7 Raubmilben pro Filzband war die Anzahl niedriger als erwartet, denn laut Firmendeklaration sollte jedes Filzband 30 bis 50 Raubmilben beinhalten. In drei von fünf Weingärten konnte ein signifikanter Anstieg der Raubmilbenpopulationen in Plots, in denen Filzbänder montiert wurden, festgestellt werden. Fasst man die Ergebnisse aller fünf Weingärten im 2-Jahresverlauf zusammen, so nahm die Anzahl der Raubmilben in den Kontrollplots ab, während sie in den Plots mit Filzbändern zunahm. Eine Dichte von ein bis zwei Raubmilben pro Blatt wird empfohlen, um Schäden durch Schadmilben vorzubeugen. In meiner Studie konnte allerdings nur eine durchschnittliche Anzahl von 0.91 Raubmilben pro Blatt in Plots mit Filzbändern gefunden werden. Die Vor- und Nachteile der Verwendung von Filzbändern im Vergleich zu anderen Ausbringungsmethoden werden diskutiert. Die Ausbringung von Filzbändern ist eine geeignete Möglichkeit um Raubmilben inokulativ in Weingärten anzusiedeln und ist speziell in jungen Weingärten zielführend und empfehlenswert.

Zusammenfassung (Englisch)

In a two-year-study, the application of felt belts for colonization of vineyards by the predatory mite Typhlodromus pyri was assessed in a field experiment and in the laboratory. The field experiment was conducted in five vineyards in Gols, Burgenland, Austria. Populations of predatory mites were determined in the years before and after the application of the felt belts containing hibernating females of T. pyri and differences between control plots and plots assigned to mite release were analyzed. In the laboratory experiment, artificial arenas were used to assess the number of living predatory mites inside each of 20 felt belts taken from different production charges of belts. With an average of 16.7 predatory mites per felt belt, the number was lower than expected because, according to the declaration of the commercial provider, 30 to 50 predatory mites should be in each belt. In three out of five vineyards, the number of predatory mites increased significantly in plots assigned to mite release, as compared to control plots. Across the five vineyards in the two years period, the number of predatory mites decreased in control plots and increased in plots where felt belts were applied. A density of 1 to 2 predatory mites per leaf is recommended to prevent damages by pest mites but in my study on average only 0.91 mites per leaf were found in plots with felt belt application. The advantages of the application of felt belts as compared to other methods of man-influenced colonization of vineyards by predatory mites are discussed. Overall, my thesis suggests that the application of felt belts is an appropriate strategy for inoculative release of predatory mites, which can be especially useful in newly planted and young vineyards.