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Titelaufnahme

Titel
Einstellungen zum Luchs am Beispiel der JägerInnen und BewohnerInnen Oberösterreichs / von Ines Haider
VerfasserHaider, Ines
Betreuer / BetreuerinArnberger, Arne
ErschienenWien, März 2016
UmfangXI, 83 Blätter, Seite 84-97 : Karte
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Luchs, Lynx lynx, Akzeptanz, Einstellung, Wiederansiedelung, Jäger, Österreich
Schlagwörter (EN)lynx, Lynx lynx, acceptance, attitude, resettlement, hunter, Austria
Schlagwörter (GND)Oberösterreich / Luchs / Akzeptanz / Jäger / Interview
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22722 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Einstellungen zum Luchs am Beispiel der JägerInnen und BewohnerInnen Oberösterreichs [2.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) ist die einzige europäische Großkatze und das drittgrößte heimische Raubtier nach Bär und Wolf. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist er in Europa großteils ausgerottet. Für seine Wiederansiedelung ist die Akzeptanz von Bedeutung. In dieser Arbeit wurde eine Online-Befragung durchgeführt, wobei Menschen aus Oberösterreich, (Bundesland mit dem höchsten Luchsvorkommen in Ö), und insbesondere JägerInnen (nach eingehender Literaturrecherche als potentielle LuchsgegnerInnen angenommen) befragt wurden. Die Befragung ergibt, dass über 20 % der JägerInnen und über 16 % der Vergleichsgruppe angeben, den Luchs nicht oder überhaupt nicht zu akzeptieren. Die Befragten wussten, dass kaum Menschen durch Luchsangriffe verletzt werden, die JägerInnen überschätzten allerdings seine Populationsgröße. Sie waren eher für den legalen Abschuss des Luchses, wenn ihre Angst, bei Anwesenheit des Luchses in den Wald zu gehen, höher war. Befragte, die weniger Angst hatten, waren eher für die Wiederansiedelung und hatten eine höhere Akzeptanz. Sie waren eher für die Wiederansiedelung, je höher sie ihren Wissensstand einschätzten. Die Akzeptanz nahm in beiden Befragungsgruppen mit zunehmendem Alter ab. Die JägerInnen stehen dem Luchs kritischer gegenüber und akzeptieren ihn eher nicht. Jüngere Menschen und Personen mit Mutualism-Wertorientierung sind positiver eingestellt als jene mit Domination-Wertorientierung. Personen mit höherem NEP-Wert haben eher eine Mutualism-Wertorientierung und sind positiver eingestellt. JägerInnen haben kein umfassenderes Wissen über den Luchs und schätzen seine Lebensweise nicht richtiger ein. Das Commitment zu jagen hat keinen Einfluss auf die Wertorientierung und Einstellung. Für Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung sind umfassende Öffentlichkeitsarbeit und Meinungsbildung bei allen Interessensgruppen notwendig. Da die Einstellung besonders mit Angst und Wissen über den Luchs zusammenhängt, müssen Aufklärungsmaßnahmen getroffen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The Eurasian lynx (Lynx lynx) is the only European big cat and the third largest native predator after bear and wolf. Since the end of the 19th century the lynx has largely been eradicated in Europe. For its resettlement the public acceptance is important. This study is concerned with acceptance and attitudes towards lynx. Therefore an online questionnaire has been sent out to people from Upper Austria, that federal state of Austria with the highest lynx population and especially to the hunters who have been identified as potential opponents of the lynx after extensive literature review. The survey shows that more than 20% of the hunters and more than 16% of the comparison group do not or do absolutely not accept lynx. The respondents knew that hardly any humans get harmed by lynx in Austria. Also, the hunters overestimated the population size. The hunters rather supported the shooting of lynx if they were afraid to go into the woods because of the big cat. Those respondents with less fear rather supported the resettlement of lynx and had a higher level of acceptance. Moreover, the respondents rather supported the resettlement if they had self-assessed their knowledge about lynx higher. The acceptance of lynx decreased as age increased. Hunters are more critical towards lynx and will rather not accept them. Younger people and people with mutualism value orientation have a more positive attitude than people with domination value orientation. Respondents with higher NEP-level rather had a mutualism value orientation and a more positive attitude. Hunters did not have a more comprehensive knowledge about lynx and did not assess its way of life more accurately. Commitment to hunting did not have any influence on value orientation or attitude. For measures to increase the acceptance of lynx, comprehensive public relations work and formation of opinion is needed. Attitudes correlate with fear and knowledge about lynx; therefore awareness-raising measures are necessary.