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Titelaufnahme

Titel
Raumnutzung und Verhalten von Konik-Pferden im Naturschutzgebiet Marchegg im Tagesverlauf sowie in Abhängigkeit vom Stechmückenaufkommen / vorgelegt von Stéphanie Krischel
VerfasserKrischel, Stéphanie
Betreuer / BetreuerinWinckler, Christoph ; Zittra, Carina ; Egger, Gerhard
ErschienenWien, November 2016
Umfang73 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Konik-Pferd, Raumnutzung, Stechmücken, Naturschutzgebiet Marchegg, Auenreservat, Verhalten, Insektenabwehrverhalten, Zeitbudget, Grundverhalten, Tagesverlauf, Tag-/Nachtvergleich
Schlagwörter (EN)Konik horse, habitat use, mosquitoes, nature reserve Marchegg, riparian reserve, behaviour, insect avoidance behaviour, time budget
Schlagwörter (GND)Konik / Beweidung / Pferd / Weide <Landwirtschaft> / Stechmücke
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22533 Persistent Identifier (URN)
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Raumnutzung und Verhalten von Konik-Pferden im Naturschutzgebiet Marchegg im Tagesverlauf sowie in Abhängigkeit vom Stechmückenaufkommen [7.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen des „EU-Life Projektes „Renaturierung Untere Marchauen“ startete im April 2015 ein Beweidungsprojekt mit Konik-Pferden im Auenreservat Marchegg. Anlässlich der Eingliederung der Pferde in die 35 Hektar große Beweidungsfläche wurde die Raumnutzung der Tiere im Tagesverlauf und im Tag-/Nachtvergleich untersucht. Aufgrund der für das Auengebiet zu erwartenden, hohen Stechmückenpopulation wurde der Zusammenhang zwischen dem insektenbezogenen Abwehrverhalten der Weidetiere und der Anzahl an Stechmücken analysiert. Die Direktbeobachtungen und die Beprobung der Stechmücken fanden im Sommer 2015 an drei unterschiedlichen Zeiträumen (morgens, nachmittags, abends), während insgesamt 22 Tagen statt. In Summe bevorzugten die Pferde die offenen Flächen des Beweidungsgebietes. Die Weide wurde am häufigsten während der Nacht aufgesucht und fungierte hauptsächlich als Fress- und Ruheplatz. Der Wald wurde am häufigsten am Morgen besucht und diente als Steh- und Futterplatz und als Streifgebiet. Am Nachmittag bei maximalen Durchschnittstemperaturen wurden neben der Weide, der Hochwasserschutzdamm und die Baumgruppen auffallend häufiger aufgesucht. Insektenbezogenes Abwehrverhalten zeigten die Konik-Pferde vermehrt nachmittags, Stechmücken waren hingegen vorwiegend nachts aktiv. Demnach konnten bei der statistischen Analyse keine positiven Zusammenhänge zwischen den gezeigten Abwehrverhaltensweisen und der Anzahl der gefangenen Stechmücken festgestellt werden. Da die Stechmückenpopulation aufgrund von starker Hitze und Trockenheit im Jahr 2015 im Gebiet im Vergleich zu anderen Jahren sehr niedrig war, können die Ergebnisse dieser Arbeit nicht für allgemeingültige Aussagen herangezogen werden. Zu vergleichende Folgeuntersuchungen in anderen Jahren würden zu aussagekräftigeren Ergebnissen führen. Die gezeigten Abwehrverhaltensweisen der Pferde am Nachmittag wurden vermutlich von tagaktiven pferderelevanten Fluginsekten verursacht, wie beispielsweise Bremsen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the context of the „EU-Life-Project Untere Marchauen“ six Konik mares were settled in an enclosure within the Riparian nature reserve „Marchegg“. Following their arrival within this new surrounding and given the high amount of mosquitoes prevailing, which was anticipated given the nature of this Riparian reserve, the objectives of this study were to analyse how the horses would adapt to their habitat within a 24-hour frame and how they would cope with the mosquitoes. The sampling and the mosquito trapping were carried out during three time pe-riods throughout a day over a period of 22 days, in summer 2015. In general, open areas were preferred. Pastures were mainly used for grazing and resting, preferably during the nights. The woods were mainly used in the morning and in general utilized for standing, grazing and moving. In the afternoon, when the temperatures were elevated, the horses preferred being on pasture, on the levee and under the canopy of trees. This indicates that they prove to be the best places for horses when dealing with heat and insects, as assumed. Behaviours assumed to be related to insect avoidance were shown mostly in the afternoon, whereas mosquitoes were most abundant in the evening. Thus, no positive statistical relationship between comfort behaviour and the amount of mosquitoes could be established. The amount of individuals in this study was low, mostly on the account of dry and hot weather conditions in 2015. Based on the results of this study, it is therefore not possible to establish a general relationship between mosquitoes and insect avoidance behaviour of the horses or their habitat use. Further analyses need to be carried out in order to get more valid results. It can be concluded that the peaks of comfort movements in the afternoon originated from other insects, such as tabanids, which tend to be active in the afternoons during high temperatures.