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Titelaufnahme

Titel
Lebensraumbeurteilung für Birkwild in Referenzgebieten in Vorarlberg / eingereicht von Gernot Heigl
VerfasserHeigl, Gernot
GutachterGossow, Hartmut ; Nopp-Mayr, Ursula
ErschienenWien, Jänner 2016
Umfang58 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Birkhuhn (Tetrao tetrix), Gebietsvergleich, Habitateignung, Habitatmodell, logistische Regression
Schlagwörter (EN)black grouse (Tetrao tetrix), comparison test areas, habitat modell, habitat suitability, logistic regression
Schlagwörter (GND)Vorarlberg / Birkhuhn / Interdisziplinäres HABITAT-Forschungsprojekt
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22523 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Lebensraumbeurteilung für Birkwild in Referenzgebieten in Vorarlberg [3.44 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Alpenraum liegen vielfältige anthropogene Nutzungsinteressen vor, welche auch negative Einflüsse auf bestehende Wildtierlebensräume haben können. Um unter anderem die Auswirkungen von solchen menschlichen Eingriffen abschätzen zu können und weitere Fragen im Kontext der Wildtier-Habitatbeziehung objektiv zu beantworten, werdenoftmals Habitatmodelle erstellt. Zur Erstellung solcher Modelle hat sich in den letzten Jahren die logistische Regressionanalyse als Standardmethode durchgesetzt. Im Zuge der Umstellung des Birkwildmonitorings in Vorarlberg sollte die kleinräumige Habitatnutzung in drei Referenzgebieten („Portla“, „Feuerstätter“, Zeinis“) untersucht werden, um Rückschlüsse bezüglich der Eignung der Reviere für Birkwild (Tetrao tetrix) ziehen zu können. Dafür wurden während der Sommermonate in den einzelnen Untersuchungsgebieten Präsenz-Absenzdaten von Birkhühnern sowie für diese Art relevante Habitatparameter, wie Vegetationsdeckungsgrade, Einzelbäume, Beweidungsdruck usw., erhoben. Die Probeflächen mit einem Radius von 25m waren auf einem 100 x 100 m-Raster verteilt und ermöglichten somit eine umfassende Kartierung des Lebensraumes. Durch die Erhebung von indirekten Nachweisdaten wurde der eigene Störeinfluss in den Untersuchungsgebieten so gering wie möglich gehalten. In 119 (41%) der insgesamt 290 Probeflächen konnten Losungswalzen von Birkwild gefunden werden. Basierend auf diesen Daten wurden drei revierbezogene Habitatnutzungmodelle sowie ein, alle Untersuchungsgebiete umfassendes, Gesamtmodell abgeleitet. Dieses Modell enthielt folgende sechs (von 24 erhobenen) Variablen und weist somit auf deren besondere Bedeutung für die Habitatqualität hin: Patchiness Ameisenhaufen Einzelbäume Wanderweg Beweidungsdruck Grashöhe Mit diesem Modell konnte das Vorkommen von Birkwild in 83% der Probepunkte richtig klassifiziert werden. Diese Erkenntnisse bieten somit eine Grundlage für gezielte Managementmaßnahmen in gefährdeten Birkhuhnhabitaten.

Zusammenfassung (Englisch)

A variety of different stakeholders is interested in using mountainous areas in the Alps, causing potentially negative effects on natural habitats and wildlife. Habitat models are common tools to predict the impact of human activities on wild animals and answer further questions in the context of wildlife and habitat. Logistic Regression (LR) has proven to be a useful method for habitat modelling. Being part of a monitoring project of black grouse (Tetrao tetrix) in Vorarlberg the small-scale habitat use was examined to allow for conclusions on habitat quality and resulting management demands. As a first step main habitat parameters such as vegetation cover, occurrence of single trees, the intensity of pasturing etc. were recorded in the field during July September 2014 in three distinct areas of interest (“Portla”, “Feuerstätter”, “Zeinis”). Furthermore, presence-absence data of black grouse, represented by indirect signs of presence (droppings, feathers) was collected in each study area. Study plots were located on a 100 x 100m grid and had a radius of 25m. Within a total of 290 study plots indirect signs were found in 119 cases (i.e. 41%). Based on this data a habitat model for each study area as well as one overall model was derived. The final overall model contained the following explanatory variables indicating their high for black grouse: patchiness ant hills single trees hiking paths intensity of pasturing height of grass This final LR model correctly classified 83% of the study plots regarding black grouse presence or absence. The influence of the six explanatory variables corresponded to results of other studies in the Alps. The habitat models should lead to a better understanding of occurrence and absence patterns of Black grouse and provide a basis for future habitat improvement measures.