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Titelaufnahme

Titel
Vergleich der Waldbehandlung in Nord- und Südtirol anhand ausgewählter Bestandesmerkmale und Waldgruppen / von Lukas Kofler
VerfasserKofler, Lukas
Betreuer / BetreuerinVacik, Harald
ErschienenWien, 19.05.2016
UmfangVI, 99 Blätter : Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Forstwirtschaft, Waldtypisierung, Nordtirol, Südtirol, Waldbau, Baumarten, potentielle Waldgesellschaft
Schlagwörter (EN)Forestry, Forest Typology, North Tirol, South Tyrol, silviculture, tree species, potential forest tree association
Schlagwörter (GND)Tirol / Waldbau / Waldtyp
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22512 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Vergleich der Waldbehandlung in Nord- und Südtirol anhand ausgewählter Bestandesmerkmale und Waldgruppen [1.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit werden Unterschiede in der Bewirtschaftung der Bergwälder zwischen Nord- und Südtirol anhand verschiedener Bestandesparameter aufgezeit und mögliche Gründe dafür ermittelt. Die Nutzungsart und Nutzungsintensität wird anhand der Daten aus Projekt zur Waldtypisierung beider Länder untersucht. Dabei wurde auf das gesammelte Wissen zu den Waldtypen und Waldgruppen sowie auf die Daten der Stichprobeninventur, die zur Charakterisierung der Bestände erhoben wurden, in dieser Arbeit zurückgegriffen. Um die Unterschiede in der Nutzung quantifizieren zu können, wurden vor allem Strukturparameter wie h/d Wert, BHD- Spreitung, Höhe und Wuchsklassenverteilung verwendet. Auch Baumartenanteile, sowie die erhobene Nutzungsintensität wurden zwischen Nord-und Südtirol verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durchaus Unterschiede in der Waldbehandlung zwischen Nord- und Südtirol feststellen lassen. In Südtirol ist der Anteil ungleichartiger Bestände erheblich größer als in Nordtirol. Die Nutzungsintensität ist dagegen in Nordtirol größer. Die verglichenen Strukturparameter weisen darauf hin, dass die Wälder in Nordtirol im Allgemeinen besser gepflegt sind als in Südtirol. Die Einzelbaumstabilität ist dort höher und die Überschirmung geringer. Weiters fällt auf, dass in Südtirol die Unterständer in älteren Beständen durch niederdurchforstungsartige Eingriffe entnommen worden sind. Der Anteil von Mischbaumarten ist dagegen in Südtirol höher und die Anteile von Tanne (Abies Alba) und Lärche (Larix decidua) sind höher. Viele dieser Unterschiede sind zumindest zu einem Teil auf die unterschiedlichen gesetzlichen Vorraussetzungen, sowie auf andere Waldbaustrategien in der Vergangenheit zurückzuführen.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis differences in the management of the mountain forest between North and South Tyrol and possible reasons for them are analyzed based upon various stand parameters. Specifically, the type and intensity of use is studied with data from the forest typology from both countries. In this context the accumulated knowledge on the forest associations and forest types as well as the forest inventory sampling in both countries was utilized in the analysis. To quantify differences in forest management, especially structural stand parameters like h/d ratio, dbh range, heights and age class distributions were used. Also the share of tree species and the investigated intensities in the field were compared. The results show that some differences in the forest management between North and South Tyrol can be observed. In South Tyrol, the share of uneven aged stands is much higher than in North Tyrol. The intensity of use is in contrast higher in North Tyrol. The compared structural parameters indicate that forests are better tended in North Tyrol compared to South Tyrol. There is a higher stand stability and a lower canopy cover in North Tyrol. Furthermore, it is noticeable that supressed trees are missing in older stands in South Tyrol due to low thinning activities. However, the proportion of mixed tree species is higher in South Tyrol and the share of silver fir (Abies alba) and European larch (Larix decidua) is higher. Many of these differences are at least partly a consequence of the differences in the legislation, as well as the different silvicultural strategies in the past.