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Titelaufnahme

Titel
Einfluss der Stickstoffverfügbarkeit auf das Holzabbauverhalten des Eschenbaumschwamms an Esche, Eiche und Robinie / von Gregor Hamberger
VerfasserHamberger, Gregor
Betreuer / BetreuerinHalmschlager, Erhard
ErschienenWien, im November 2016
UmfangVIII, 150 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Perenniporia fraxinea, Eschenbaumschwamm, Fraxinus, Quercus, Robinia, Esche, Eiche, Robinie Stickstoff, Stickstoffkonzentration, Stickstoffquelle, Radialzuwachs, Holzabbau, EN 113, EN 350-1
Schlagwörter (EN)Perenniporia fraxinea, Fraxinus, Quercus, Robinia, Ash Tree, Oak Tree, Black Locust, nitrogen, nitrogen concentration, nitrogen source, radial growth, wood detoration, EN 113, EN 350-1
Schlagwörter (GND)Vanderbylia fraxinea / Esche / Eiche / Robinie / Stickstoff / Holz / Biologischer Abbau
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22289 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss der Stickstoffverfügbarkeit auf das Holzabbauverhalten des Eschenbaumschwamms an Esche, Eiche und Robinie [4.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

An der in den 1970er Jahren in europäischen Städten häufig gepflanzten Robinie wurde seit den 1990er Jahren ein Befall durch Perenniporia fraxinea beobachtet. Der Eschenbaumschwamm ist ein wurzelbürtiger Fäuleereger, der eine intensive Weißfäule in Wurzeln und im Stammfuß verursacht und dadurch bei befallenen Bäumen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Stand- und Bruchsicherheit führen kann. Neben der Robinie werden im Wiener Raum häufig auch die Esche und des Öfteren auch die Eiche von P. fraxinea befallen. Das vermehrte Auftreten von P. fraxinea könnte auf eine höhere Stickstoffverfügbarkeit im Bodensubstrat bzw. im Holz zurückzuführen sein, zumal die Robinie in ihren Wurzeln Luftstickstoff binden kann. Andererseits kommt auf urbanen Baumstandorten der Stickstoffanreicherung durch den Eintrag von Hundeurin erhebliche Bedeutung zu. Um die o. g. Hypothese zu prüfen, wurde in der vorliegenden Arbeit der Einfluss der Stickstoffverfügbarkeit auf das Holzabbauverhalten von P. fraxinea untersucht. Da die Stickstoffnutzung bei Pilzen je nach Pilzart unterschiedlich ist, wurde zunächst ein Wachstumsversuch in vitro durchgeführt, um eine für P. fraxinea geeignete N-Quelle zu finden. Dabei zeigte sich, dass die höchsten Radialzuwächse durch die Zugabe von Asparagin erzielt wurden. Darauf aufbauend wurde anhand eines Abbauversuches geprüft, ob eine erhöhte Stickstoffverfügbarkeit auch zu einer Steigerung des Holzabbaus durch P. fraxinea führt. Hierzu wurden Prüfkörper aus Esche, Eiche und Robinie dem Angriff von P. fraxinea in Reinkultur ausgesetzt und dem Nährmedium Stickstoff in Form von Asparagin in den Konzentrationen 0,1 g N/l und 0,351 g N/l beigefügt. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass ein höheres N-Angebot bei allen drei Holzarten zu mehr Holzabbau durch P. fraxinea führt. Zugleich zeigte sich, dass das Vorhandensein von Pilzhemmenden Substanzen die fördernde Wirkung des Stickstoffes in Hinblick auf Pilzwachstum und Holzabbau erheblich einschränken können.

Zusammenfassung (Englisch)

Rather unexpected attacks by Perenniporia fraxinea have been observed in the 1990s on black locust trees a tree which has been widely planted in European cities in the 1970s. P. fraxinea is a wood destroying fungus which causes an intense white rot in the tree base and the roots. Thus, the decay leads to mechanical failure of trees. In the Viennese area P. fraxinea can also occur on ash trees, as well as but not as frequently on oak trees. A possible reason for the higher incidence of P. fraxinea could be an increased nitrogen supply in the soil surrounding the tree and higher nitrogen levels in the timber. Both might be due to the ability of black locusts, to fix nitrogen from the ambient air. Another reason could be the substantial amounts of dog urea being deposited at the base of trees. In order to test this hypothesis the influence of nitrogen availability on wood deterioration (caused by P. fraxinea) were analysed in the present work. Since utilisation of nitrogen by fungi varies from species to species an in vitro growth test was performed initially in order to identify a proper nitrogen source for P. fraxinea. Results of this test revealed that the highest growth rates had been achieved by adding asparagine. In a next step (following ÖNORM EN 113) it was tested whether or not a higher rate of nitrogen content would also lead to an increased decay rate caused by P. fraxinea. For that purpose sample blocks of black locust, ash and oak trees were exposed to the attack of P. fraxinea, by adding nitrogen to the nutrient base in form of asparagine with the concentration of 0,1 and 0,351 g N/l. Results indicated that a higher supply of nitrogen led to an increased decay rate in the sample blocks of all tested tree species. However, they also indicated that the existence of substances preventing fungal growth could also considerably limit the accelerating function of nitrogen concerning fungal growth and wood decay.