Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Einfluss einer reduzierten Kraftfutterversorgung auf die Leistung von Kühen der Rasse Fleckvieh bei biologischer Milchviehhaltung / vorgelegt von Karin Schlager
VerfasserSchlager, Karin
Betreuer / BetreuerinSteinwidder, Andreas ; Knaus, Wilhelm
ErschienenWien, Juni 2016
Umfangvii, 60 Blätter : Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Kraftfuttereinsatz, biologische Landwirtschaft, Milchkühe
Schlagwörter (EN)concentrated feed, organic farming, dairy cows
Schlagwörter (GND)Fleckvieh / Milchviehhaltung / Biologische Landwirtschaft / Milchleistung / Kraftfutter
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22277 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Einfluss einer reduzierten Kraftfutterversorgung auf die Leistung von Kühen der Rasse Fleckvieh bei biologischer Milchviehhaltung [1.4 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die sich zuspitzende Nahrungskonkurrenz um energie- und eiweißreiche Ressourcen pflanzlichen Ursprungs zwischen Mensch und Tier und die steigenden Getreidepreise, insbesondere bei biologischer Wirtschaftsweise, verstärken den Druck den Kraftfuttereinsatz in der Milchviehhaltung zu reduzieren. Abgesehen davon, entspricht auch ein hoher Anteil an Grundfutter in der Ration den physiologischen Voraussetzungen des Wiederkäuers. Um die Auswirkungen einer Kraftfutterreduktion auf die Tiere hinsichtlich der Milchleistung, den Milchinhaltsstoffen, dem Körperkonditions- und Lebendmasseverlauf und der Fruchtbarkeit zu prüfen, wurde in den Jahren 2011 bis 2013 ein Forschungsprojekt auf einem biologisch bewirtschafteten Betrieb im österreichischen Waldviertel durchgeführt. Die Fleckviehherde wurde in zwei Gruppen geteilt, wobei die Versuchsgruppe im Durchschnitt 25 % weniger Kraftfutter erhielt als die Kontrollgruppe. Insgesamt konnten Daten von 35 Laktationsverläufen gesammelt und mit einem multifaktoriellen statistischen Modell ausgewertet werden. Hinsichtlich der Milchleistung und Milchinhaltsstoffe wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Kraftfuttergruppen festgestellt. Numerisch erzielten die Kühe der Versuchsgruppe eine um 10 % geringere Milchleistung und zeigten einen höheren Fett-Eiweiß-Quotienten. Auch in der Lebendmasse- und Body Condition Score-Entwicklung wurden keine signifikanten Gruppenunterschiede festgestellt, wobei auch hier die Ergebnisse numerisch auf eine geringere energetische Versorgung der Versuchsgruppe hinwiesen. Die erstlaktierenden Tiere konnten die geringere Energiedichte in der Ration bei begrenzter Kraftfuttergabe weniger gut kompensieren als Tiere in höherer Laktation. Durch die Verringerung des Kraftfuttereinsatzes wurden keine Verschlechterungen hinsichtlich Tiergesundheit und Fruchtbarkeitsleistung festgestellt, es zeigten sich bei den Fruchtbarkeitsdaten in der Versuchsgruppe numerisch sogar günstigere Ergebnisse.

Zusammenfassung (Englisch)

As increasing amounts of concentrate mixtures containing grains and legumes are fed to animals, the competition between food for human nutrition and feed for animal production is growing and the cost for cereals is rising. In contrast to monogastric animals, ruminants do not depend on a similar food basis as humans and are able to produce highly valuable foods out of roughages indigestible for humans. In fact, the ruminants digestive tract has not evolved to handle large amounts of concentrated feedstuffs. These are convincing reasons to reconsider the extent of concentrate supplementation in dairy farming. The aim of this study was to reduce the concentrate supplementation in an organic dairy herd and to analyse the effects on milk yield, milk contents, live weight, body condition score, health and fertility. Between 2011 and 2013, 35 lactation periods of 27 dual-purpose Simmental dairy cows were recorded. The reduction in concentrate supplementation for the 13 cows from the experimental group was 25 %, based on the amount fed to the 14 cows in the control group. There were no significant differences in milk yield, milk contents, body weight, or body condition score. However, the reduction in milk yield in the experimental group was 10 % and the milk fat to protein ratio was numerically increased. These results suggest that the animals did not compensate for the lower concentrate intake by an adequately higher feed intake from forage, resulting in a reduced nutrient supply. Moreover, there was a tendency showing that cows in the first parity had more difficulties coping with the lower level of concentrate feeding. Fertility performance in the experimental group was even numerically better than in the control group.