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Titelaufnahme

Titel
Phosphorbefrachtung des Mondsees über die Fuschler Ache : Möglichkeiten und Grenzen der modellgestützten Quantifizierung und Lokalisierung von Phosphorquellen im Einzugsgebiet / Milena Samhaber
VerfasserSamhaber, Milena
GutachterKlaghofer, Eduard
ErschienenWien, 07.01.2016
Umfang58 Seiten, 8 ungezählte Blätter, 4 gefaltete Karten : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Phosphor, Eutrophierung, Gewässerschutz, Moneris, PhosFate, Mondsee, Starkniederschlag, Dünger, Landnutzung, Drainagen
Schlagwörter (GND)Mondsee <See> / Einzugsgebiet / Phosphor / Computersimulation
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22216 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Phosphorbefrachtung des Mondsees über die Fuschler Ache [9.68 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Mondsee läuft Gefahr das Zielkriterium der Wasserrahmenrichtlinie, den guten ökologischen Zustand, nicht zu erreichen. Untersuchungen im Einzugsgebiet zeigten, dass vor allem über die Fuschler Ache temporär große Mengen an Phosphor, dem Schlüsselelement der Eutrophierung, eingetragen werden. Um zielgerichtete Gegenmaßnahmen treffen zu können, ist es notwendig, die genaue Herkunft und die Ursachen der P-Frachten im Einzugsgebiet zu kennen. Ziel der gegenständlichen Arbeit war es, diese Problemstellung mit Hilfe einer modellgestützten Quantifizierung und Lokalisierung der Phosphorquellen zu behandeln. Dabei sollten auch die Grenzen und Möglichkeiten bei der Anwendung der unterschiedlichen Modelle auf kleiner Einzugsgebietsebene verdeutlicht werden. Zum einen wurde das semi-empirische Modell MONERIS angewandt, um die Haupteintragsquellen zu identifizieren und zum anderen das rasterbasierte Modell PhosFate, mit welchem es möglich ist, die Hot-Spots der diffusen Einträge im Einzugsgebiet zu lokalisieren. Es zeigte sich, dass der Hauptanteil der P-Fracht (57 %) aus diffusen Quellen mit landwirtschaftlichem Hintergrund stammt (Drainagen, Oberflächenabfluss und Erosion von landwirtschaftlichen Flächen). Die räumliche Eingrenzung ihrer Herkunftsbereiche mit PhosFate ergab, dass auf 5 % der Einzugsgebietsfläche 67 % der diffusen Einträge emittiert werden. Eine Überprüfung vor Ort zeigte zum einen eine gute Nachvollziehbarkeit der Abgrenzung der Risikoflächen und zum anderen lokale Einflüsse, welche vom Modell nicht abgebildet werden konnten. Einen zusätzlichen Risikofaktor stellt dabei vorallem der hohe Anteil an Drainagesystemen dar, von welchen ein beschleunigter Phosphortransport direkt ins Gewässer zu erwarten ist. In Verbindung mit einer Beurteilung vor Ort stellte sich PhosFate als sehr gutes Instrument dar, um ein Einzugsgebiet auf wenige Emissions-Hot-Spots zu reduzieren und damit eine gezielte Maßnahmenplanung zu ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

Lake Mondsee is at risk to miss the goal of the good ecological status according to the Water Framework Directive. Measurements identified the Fuschler Ache as the tributary with the highest load of Phosphorus, the key element in the process of eutrophication. In order to prepare mitigation measures it is essential to know, where exactly the main sources are and what triggers the critical immissions. The aim of the work was to deal with this problem by a model-based quantification and localization of phosphorus-sources in the catchment. Furthermore the limits and possibilities in the application of two different models on small catchment scale should be shown. In a first step the semi-empiric model MONERIS was used to estimate the contribution of different sources within the catchment. To narrow down the area, where the diffuse immissions mainly derives from, the spatially distributed model PhosFate was used in a second step. Diffuse emissions from agricultural used land (by drainage systems, surface flow and erosion) were identified as the main Phosphorus-sources (57 % of the annual P-load). The localisation of these diffuse sources by PhosFate indicates that 67% of the diffuse P-load in the Fuschler Ache is emitted from only 5% of the catchment's area. As a follow up to the modelling a field survey was done, which documented a good traceability of the risk-areas in the field. On the other hand local influences were detected, which could not be reflected by the model. Especially the high amount of drainage systems should be considered as additional risk for the transportation of Phosphorus directly into the river. In combination with detection in the field, PhosFate may serve as a fingerpost leading to the most suitable areas for targeted mitigation measures.