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Titelaufnahme

Titel
Preisbildung in der Direktvermarktung / eingereicht von: Philipp Maier
VerfasserMaier, Philipp
GutachterPeyerl, Hermann ; Strauss, Agnes
ErschienenWien, April 2016
Umfang80 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Direktvermarktung, Konsumenten-Produzenten-Beziehung, Preispolitik, Preis, Rindfleisch
Schlagwörter (EN)farmer-to-consumer, alternative marketing channels, price, pricing, consumer-producer-relationship, beef
Schlagwörter (GND)Landwirtschaft / Rindfleisch / Direktverkauf / Preisbildung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22148 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Preisbildung in der Direktvermarktung [3.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit untersucht am Beispiel Rindfleisch, wie Produktpreise in der bäuerlichen Direktvermarktung festgelegt werden. Dazu wurden Leitfadeninterviews mit Betriebsleitern durchgeführt und die betriebswirtschaftliche Preisuntergrenze für jeden Betrieb berechnet. Prinzipiell gibt es drei verschiedene Zugänge um den Preis für ein Produkt festzulegen. Die nachfrage-, die konkurrenz- und die kostenorientierte Preisbestimmung. Als wichtigste Preisbestimmungsmethode konnte in den untersuchten Betrieben die konkurrenzorientierte Preisbestimmung identifiziert werden. Die Orientierung an anderen Direktvermarktern und dem Lebensmitteleinzelhandel spielt dabei eine große Rolle. Die Berechnungsergebnisse zeigen, dass die Preise der fünf kleineren Betriebe unterhalb der langfristigen Preisuntergrenze liegen und die Wirtschaftlichkeit des Betriebszweiges somit nicht gegeben ist. Die Gründe dafür sind vor allem eine nicht oder zu niedrig bewertete Arbeitszeit und relativ hohe Fixkosten für Gebäude und Geräte. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen weiters, dass auf die Preisgestaltung der Betriebe nicht nur ökonomische, sondern auch soziale Faktoren Einfluss nehmen. Werte und Einstellungen wie die Unabhängigkeit von anderen Marktakteuren, die Selbstversorgung oder die Aufrechterhaltung und Erweiterung des sozialen Netzwerkes sind oft wichtiger als der ökonomische Erfolg. Es wird deutlich, dass die befragten Landwirte versuchen eine Balance zwischen den eigenen Interessen und denen der Kunden zu finden. Dabei steht das Vertrauen als wichtigster Baustein für die Konsumenten-Produzenten-Beziehung oft im Mittelpunkt. Gewissensfragen und die eigene Preisbereitschaft tragen ihren Teil zur Festlegung des Preises bei.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis investigates the modalities for product pricing of farmer-to-consumer direct marketers using beef as way of illustration. Seven guideline-based interviews with farmers were conducted to obtain information and calculate the price limit for every farm. Generally, there are three strategies to determine product prices - the customer value-based, the cost-based and the competition-based strategy. As most favoured pricing method, the competition-based pricing could be identified. The orientation towards other farmers and food retailers is an important issue. The results show that prices of the five smaller-scaled farms are below the long-term price limit. Therefore it is not economically reasonable for them to sell directly to consumers. The main reasons are non-existent or insufficient assessment of labour and relatively high fixed costs for buildings and equipment. Another major conclusion is that not only economic factors affect the pricing strategy but also social ones. Values and attitudes associated with independency of other supply-chain-members, food self-sufficiency or maintaining social networks are often more important than economic success. It is notable that the interviewed farmers try to find a balance between the consumers and their own interests. Trust, as a key factor in consumer-producer-relationship, is often of major importance. Hence, moral issues and the own price acceptance are also involved in the pricing process.