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Titelaufnahme

Titel
Fischökologisches Neubesiedelungspotential des Mündungsneubaus des Flusses Traisen : eine Fischbestandserhebung / verfasst von Troy Mathias
VerfasserTroy, Mathias
GutachterJungwirth, Mathias ; Friedrich, Thomas
ErschienenWien, 10.5.2016
Umfang94 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Traisen, Hydrobiologie, Renaturierung, Fischbestand, Zustandsbewertung, LIFE+ Projekt, Elektrobefischung, Fish Index Austria
Schlagwörter (EN)Traisen, hydrobiology, restoration, fish stock, ecological status assessment, LIFE+ project, electrofishing, Fish Index Austria
Schlagwörter (GND)Traisen <Fluss> / Renaturierung <Ökologie> / Fischbestand / Aquatisches Ökosystem
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22067 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Fischökologisches Neubesiedelungspotential des Mündungsneubaus des Flusses Traisen [4.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge des LIFE+ Projekts „Lebensraum im Mündungsabschnitt des Flusses Traisen“ wird der Unterlauf der Traisen bis 2019 komplett revitalisiert. Dazu wird ein umfangreiches fischökologisches Monitoring vor, während und nach den Baumaßnahmen durchgeführt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem fischökologischen Zustand der bestehenden Traisen vor und während der Bauarbeiten sowie mit dem Besiedelungspotential über verbundene Gewässerabschnitte. Dazu wurden im Sommer 2014 Elektrobefischungen durchgeführt und in der Folge statistisch ausgewertet. Zusätzlich wurden die Ergebnisse von früheren Befischungen im Gebiet herangezogen und den Resultaten dieser Arbeit gegenübergestellt. Der fischökologische Zustand der bestehenden Traisen konnte nach dem Fish Index Austria nur mit „Mäßig“, „Unbefriedigend“ und in einer Teilstrecke mit „Schlecht“ beurteilt werden. Der gewässerökologische Zustand verfehlt somit den, von der Wasserrahmerichtlinie der EU geforderten, „Guten“ Zustand im gesamten Projektgebiet. Im Hinblick auf die bestehende Fischzönose und deren Besiedelungspotential wird deutlich, dass trotz der hohen morphologischen Defizite, vor allem für indifferente Arten, noch ein vergleichbar hohes Reproduktionspotential besteht. Rheophile Arten kommen, verglichen mit dem Leitbild, jedoch nur mehr in geringen Häufigkeiten vor. Einige Arten, wie beispielsweise Schneider, Schied, Nerfling, Hasel, Zingel und Streber, deren Reproduktionspotential in der bestehenden Traisen als niedrig eingeschätzt werden muss, können nach Beendigung der Bauarbeiten wieder ungehindert aus der Donau in das Traisensystem einwandern. Bei anderen, selteneren Arten wie Hundsfisch, Steingressling, Semling oder Strömer, ist mit einer sehr langfristig bzw. gar nicht erfolgenden Besiedelung zu rechnen. Die zukünftige Situation der Fischzönose im revitalisierten Mündungsabschnitt der Traisen ist, neben den baulichen Veränderungen, auch stark von der Restwasserdotation abhängig.

Zusammenfassung (Englisch)

As part of the LIFE+ project Traisen, the lower reaches of the river Traisen will be completely restored until 2019. Besides of the structural measures, the ecological effects of the project must be assessed. For this purpose, a fishecological assessment before, during and after the construction measures will be implemented. The topics of this master thesis are the evaluation of the ecological status of the river Traisen, as well as the recolonization potential of the rebuilt sections through connected waterbodies. Therefore a fishecological assessment via electrofishing took place in late summer 2014. Additionally the results were compared with older assessments. According to the Fish Index Austria, the fishecological condition of the existing river Traisen could only be evaluated with a “moderate”, “poor” and in one section even a “bad” -status. Therefore the condition misses the objectives of the EU Water Framework Directive in every section. According to the Water Framework Directive, a “good” ecological status in every river should be reached. Despite of the numerous morphological deficits, the reproduction potential of some fish species is comparably high, especially in indifferent species. Rheophile species occur, compared to the guiding principle, only in lower abundances. Some species, like Sperlin, Asp, Ide, Dace, Zingel or Danube streber, which reproduction potentials are estimated very low, can migrate from the Danube into the Traisen-system again after the construction works are finished. Other species, which are rarer, like the European mud-minnow, Danubian gudgeon, Balkanian barbel or Riffle dace will probably not settle in the system or it will at least take a very long time. The future situation of the fishcoenosis in the revitalized section of the river Traisen is depending on the structural adjustments as well as on the future residual flow.