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Titelaufnahme

Titel
Ernährungssouveränität und Versorgungssicherheit in Österreich : rechtliche Strategien zur Erhaltung von landwirtschaftlichen Nutzflächen und deren Bewirtschaftung / eingereicht von: Reinhard Streimelweger
VerfasserStreimelweger, Reinhard
Betreuer / BetreuerinHolzer, Gottfried
ErschienenWien, Oktober 2016
UmfangXI, 132 Blätter : Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Ernährungssouveränität, Versorgungssicherheit, rechtliche Instrumente, qualitativer Bodenschutz, quantitativer Bodenschutz, agrarpolitische Instrumente, landwirtschaftliche Nutzflächen, Bodenverbrauch
Schlagwörter (EN)food sovereignty, security of supply, legal instruments, qualitative soil protection, quantitative soil protection, agricultural policy instruments, agricultural useful areas, land consumption
Schlagwörter (GND)Bodennutzung / Landwirtschaft / Agrarpolitik / Bodenschutz / Ernährungssicherung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-22057 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Ernährungssouveränität und Versorgungssicherheit in Österreich [3.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Landwirtschaftlich nutzbarer Boden ist ein knappes und nicht vermehrbares Gut, an dem starke Nutzungskonflikte bestehen. Aufgrund fortschreitender Inanspruchnahme von landwirtschaftlich nutzbarer Fläche, welche primär der Erzeugung von Lebensmitteln dient, und der Zunahme von konkurrierenden Nutzungsansprüchen an landwirtschaftlichen Flächen kommt der Sicherung der Ressource und Lebensgrundlage Boden verstärkte Bedeutung zu. Durch die tägliche Verringerung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche ist die Ernährungssouveränität und Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln in Österreich nicht mehr in ausreichendem Maße gewährleistet. Ziel der Arbeit ist, die wesentlichen rechtlichen Instrumente zur Erhaltung von landwirtschaftlichen Nutzflächen und deren Bewirtschaftung aufzuzeigen, die für den Erhalt der Ernährungssouveränität und Versorgungssicherheit in Österreich benötigt werden. Hierfür wurden alle einschlägigen Rechtsnormen auf nationaler und EU Ebene untersucht. Ein Praxisteil ergänzt die theoretischen Ausführungen. Zum Schutz landwirtschaftlicher Nutzflächen kann im Ergebnis im Wesentlichen zwischen agrarpolitischen Instrumenten und Instrumenten des qualitativen und quantitativen Bodenschutzes unterschieden werden. Ein Ergebnis dieser Analyse ist, dass agrar- und förderungspolitische Instrumente, die einer nachhaltigen Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzflächen dienen, langfristig auch im Dienst der Ernährungssouveränität und Versorgungssicherheit stehen. Die Untersuchung zeigt ferner auf, dass das derzeitig vorhandene Instrumentarium der Raumplanung nicht ausreichend (wirksam) ist um das Problem des Bodenverbrauches nachhaltig zu lösen. Es gibt auch nicht ein „Universal“-Instrument, welches das komplexe Problem des Bodenverbrauches alleine zu lösen vermag. Es braucht vielmehr das Zusammenwirken mehrerer Instrumente, wobei jene auf überörtlicher Ebene wie landwirtschaftliche Vorrangflächen oder überörtliche Siedlungsgrenzen eine verstärkte Berücksichtigung finden müssen. Der zielgerichtetere Einsatz monetärer Instrumente stellt eine notwendige Ergänzung des raumordnungspolitischen Instrumentariums dar.

Zusammenfassung (Englisch)

Agricultural soil, a absolutely scarce and not reproducible property, is often the subject of heavy conflicts of use. Due to its progressive use, primarily serving for the production of food, and the increase in competing usage claims, agricultural land becomes increasingly important as a resource and livelihood. Based on the daily reduction of agricultural usable land, food sovereignty and security of supply with domestic food in Austria are not guaranteed any longer to a sufficient degree. The aim of the work is illustration of the main legal instruments for the conservation and management of agricultural useable areas in Austria, which are necessary for the maintenance of food sovereignty and security of supply. Therefore all relevant legal norms at national as well as at EU level were examined and complemented with a practical part in addition to the theoretical explanations. Regarding the protection of agricultural useful areas, it can be distinguished between agricultural policy instruments and instruments of qualitative and quantitative soil protection, respectively. One result is that agricultural- and support policy instruments are not only serving the sustainable management of agricultural useable land, but also food sovereignty and security of supply in the long term. It is shown that the existing tools for spatial planning are not sufficient (effective) to sustainably solve the problem of land consumption. However, there is also no "universal" instrument, which can solve this complex problem. It would rather need the cooperation of several instruments, whereat these need to be more taken into account at a supra-local level, such as agricultural priority areas or supra-local settlement boundaries. In this respect the more targeted use of monetary instruments is also necessary.