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Titelaufnahme

Titel
Geschlechterrollen in der Landwirtschaft und ihr Einfluss auf die bodenbezogene Arbeitsteilung auf landwirtschaftlichen Betrieben im Burgenland / eingereicht von Klaus Petrakovics
VerfasserPetrakovics, Klaus
GutachterVogl, Christian ; Wahlhütter, Sebastian
ErschienenWien, 2016
Umfang119 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Geschlechterrollen, Arbeitsteilung, Boden, Landwirtschaft, Hausgarten, Burgenland
Schlagwörter (GND)Landwirt / Landwirtin / Bodenbearbeitung / Geschlechterrolle / Arbeitsteilung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21925 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechterrollen in der Landwirtschaft und ihr Einfluss auf die bodenbezogene Arbeitsteilung auf landwirtschaftlichen Betrieben im Burgenland [2.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese ethnopedologische Studie beschäftigt sich mit der geschlechtsspezifischen, bodenbezogenen Arbeitsteilung auf landwirtschaftlichen Betrieben im Burgenland sowie mit der unterschiedlichen Wahrnehmung und Bewertung des Bodens durch die burgenländischen Landwirte und Landwirtinnen. Im Jahr 2014 wurden in drei Bezirken des Burgenlandes (Eisenstadt/Eisenstadt Umgebung, Oberpullendorf, Güssing) insgesamt 99 quantitative Befragungen mittels halbstrukturiertem Fragebogen und drei vertiefende leitfadenorientierte Interviews im Bezirk Operpullendorf durchgeführt. Den theoretischen Rahmen dieses Projekts bilden Bourdieus Konzept von Habitus und symbolischer Gewalt sowie das „Good-Farming“ Konzept. Die Auswertung der Daten ergab, dass im Burgenland mehrheitlich Männer für die maschinelle Bodenbewirtschaftung und für die Entscheidungen bezüglich der Bodenbewirtschaftungsmaßnahmen zuständig sind. Frauen alleine spielen bei der maschinellen Bodenbewirtschaftung nur eine untergeordnete Rolle, denn sie verrichten auf landwirtschaftlichen Flächen großteils manuelle Tätigkeiten. Während die Bewirtschaftung der Felder den Männern vorbehalten ist, gilt die Bewirtschaftung des Ziergartens und des Hausgartens als weiblicher Verantwortungsbereich. Bei der Bewertung des Bodens existieren keine Unterschiede zwischen dem Landwirt und der Landwirtin. Beide Geschlechter bewerten den Boden anhand der gleichen Merkmale. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen der Wasserhaushalt, das Bodenleben, die Bodenfruchtbarkeit und der Ertrag. Trotz der zunehmenden Gleichstellung der Frauen in vielen Arbeitsbereichen konnte dies auf landwirtschaftlichen Betrieben im Burgenland nicht nachgewiesen werden. Eine ähnliche Untersuchung im Burgenland in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren könnte Aufschluss über die Entwicklung der Geschlechterrollen sowie über den veränderten Zugang der Bäuerinnen zum Boden auf landwirtschaftlichen Betrieben geben.

Zusammenfassung (Englisch)

This ethnopedological study focuses on gender-specific division of labour in regard to soil-related work on farms in the Austrian state of Burgenland. Furthermore individual perceptions and evaluations of male and female farmers in relation to the soil will be analysed in this paper. In 2014 a survey was carried out in three districts of Burgenland (Eisenstadt/Eisenstadt Umgebung, Oberpullendorf, Güssing) with a total of 99 guided interviews with farmers. Additionally three more detailed polls were conducted in the district of Oberpullendorf for further background information. The theoretical framework of this thesis is based on two concepts named the “Bourdieus Habitus-concept” and “good farming”. The analysis of the maintained data demonstrated that mainly male farmers are responsible for the mechanical soil management and also primarily for the decision making processes in that relation. Female farmers play a subordinate role in terms of soil management as their major agricultural work is bounded to manual works on the agricultural land. Female farmers dominate the cultivation of flower and home gardens. Only the evaluation process of the soil is done by both genders identically. Both of them rate the water balance, the soil life, the soil fertility and the crop yield as the most important characteristics. Even though emancipation of women is established in many working areas this could not be documented on farms in Burgenland. A similar study in the next ten to fifteen years can describe the development of gender roles on farms.