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Titelaufnahme

Titel
Grundlagen für die Optimierung des Wildmanagements im Nationalpark Donau-Auen : ein Vergleich verschiedener Schutzgebiete unter besonderer Berücksichtigung des Managements von Wildruhegebieten / eingereicht von: Josephin Böhm
VerfasserBöhm, Josephin
Betreuer / BetreuerinReimoser, Friedrich ; Frey-Roos, Alfred
ErschienenWien, Juli 2016
Umfang132 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Wildmanagement, Nationalpark, Donau-Auen, Wildruhegebiete
Schlagwörter (EN)Wildlife management, National Park, Donau-Auen
Schlagwörter (GND)Österreich / Nationalpark / Deutschland / Wildbestand / Hege
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21890 Persistent Identifier (URN)
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Grundlagen für die Optimierung des Wildmanagements im Nationalpark Donau-Auen [2.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In Schutzgebieten, die gemäß der internationalen Richtlinien der IUCN als „Nationalparks“ (IUCN-Kategorie II) anerkannt sind, steht langfristig auf mindestens Dreiviertel der Fläche der Schutz des Ökosystems durch Zurücknahme menschlicher Eingriffe im Vordergrund. Des Weiteren sollen Nationalparks den Besuchern zu Bildungs- und Erholungszwecken zur Verfügung stehen. Mit diesen primären Managementzielen wurde 1996 auch der „Nationalpark Donau-Auen“ (NPDA) gegründet. In vielerlei Hinsicht können sich aus den internationalen Vorgaben jedoch ebenso Herausforderungen für die Schutzgebietsverwaltungen ergeben. So insbesondere durch die vorkommenden Huftiere (Schalenwild), welche durch ihre Lebensweise starken Einfluss auf die Vegetation des zu schützenden Ökosystems und des Umlands nehmen können. Deshalb können im Rahmen des Wildmanagements der Schutzgebiete Eingriffe in die Wildbestände („Wildbestandsregulierung“) notwendig werden. Flächen, die davon ausgenommen sind, werden als „Wildruhegebiete“ bezeichnet. Der NPDA strebt zudem an, seinen Besuchern Wildtiere durch ihre Erlebbarkeit näher zu bringen. Doch sowohl die Wildbestandsregulierung als auch die Erholungs- und Freizeitnutzung können störungssensible Wildarten dazu veranlassen, zurückgezogen und damit unsichtbar für die Besucher zu leben. Infolge der zeitlich und räumlich beschränkten Raumnutzung des Wildes kann jedoch die lokale Wildeinwirkung auf die Vegetation zunehmen, was abermals eine Wildbestandsregulierung notwendig werden lassen könnte. Wie andere Schutzgebiete mit dem Balanceakt des Wildmanagements umgehen, wurde im Rahmen dieser Masterarbeit durch umfangreiche Literaturrecherchen und persönlichen Kontakt zu den jeweiligen Schutzgebietsmitarbeitenden, insbesondere anderer NP in Österreich und Deutschland, in Erfahrung gebracht. Anhand der hier vorgestellten Managementkonzepte konnten anschließend Grundlagen für die Optimierung des Wildmanagements im NPDA abgeleitet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

According to the international guidelines of the IUCN protected areas of category II (‘National Parks) these areas are primary managed to conserve an ecosystem and to enable recreation. In a long-term perspective this should apply to at least three-fourths of the area. The ‘Donau-Auen National Park (NPDA), reaching from city Vienna to the Austrian-Slovakian border, was founded in compliance to IUCN-criteria in 1996. However, diverse challenges can arise in National Parks such as the management of ungulates which can impact the vegetation of the ecosystem and of the surroundings. Therefore, a regulation of the population might be necessary. Areas which are excluded of the regulation activities are named ‘game resting areas. A NPDA aim is the observability of wildlife to give visitors an understanding of them. However, due to the disturbance caused by the game-regulation and the recreational activities, sensible game species tend to live reclusive and are not visible for visitors as consequence. Furthermore, because of the temporal and special restricted habitat-use, the local impact of the ungulates on the vegetation can increase. Hence, game-regulation might be necessary. How other protected areas (in particular National Parks in Austria and Germany) deal with the mentioned conflicts is delineated in this master thesis. By reference to literature and personal communications with staff members, basic principles to an improved ungulate management could have been deduced.