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Titelaufnahme

Titel
Kritische Infrastrukturen bei Hochwasser - lokale Analyse von Ausfallszenarien des Stromnetzes / eingereicht von: Florian Fink
VerfasserFink, Florian
Betreuer / BetreuerinFuchs, Sven
ErschienenWien, 2015
Umfang86, XVIII Blätter, 25 ungezählte Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten, Pläne
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Kritische Infrastrukturen, Naturgefahren, Stromnetz, Szenarioanalyse
Schlagwörter (GND)Brixen / Elektrizitätsversorgungsnetz / Hochwasser / Risikoanalyse
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21705 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Kritische Infrastrukturen bei Hochwasser - lokale Analyse von Ausfallszenarien des Stromnetzes [225.17 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind ein wichtiger Bestandteil des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Sie liefern eine Vielzahl von Dienstleistungen, die täglich in Anspruch genommen werden. Naturkatastrophen können die Funktion dieser kritischen Infrastrukturen beeinträchtigen oder sie gar zerstören. Daher ist das Thema der Vulnerabilität kritischer Infrastrukturen hochaktuell. Mit der Zeit wurden verschiedenste Ansätze entwickelt, um die Abläufe innerhalb der Netzwerksstrukturen sowie die Interaktionen zwischen den verschiedenen KRITIS (z. B. Stromnetz-Wassernetz) zu untersuchen und zu verstehen. KRITIS können werden als komplexe Netzwerke oder als Petrinetze betrachtet und analysiert. Andere Ansätze versuchen mittels qualitativer Analysen gefährdete Abschnitte und Knotenpunkte zu ermitteln. Ein solcher Ansatz wurde auch im Rahmen dieser Abhandlung verwendet. Das Stromnetz der Gemeinde Brixen in Südtirol wurde mit den Simulationen des Gefahrenzonenplanes verschnitten. Dabei wurden jene Knotenpunkte ermittelt, die bei einem unterstellten Szenario ausfallen. Es stellte sich heraus, dass durch sekundäre Ausfälle auch Gebiete von einem Stromausfall betroffen sein können, welche nicht direkt von einem Hochwasser betroffen sind. Es zeigt sich somit, dass durch Ausfälle von KRITIS auch Gebiete betroffen sein können, welche nicht durch eine Naturgefahr gefährdet sind. Der Auslöser einer Funktionsstörung oder eines Ausfalls einer KRITIS muss nicht zwangsläufig eine Naturgefahr sein, sondern kann auch durch den Menschen herbeigeführt werden (z. B. durch einen Terroranschlag). Die KRITIS müssen bei der Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse mit einbezogen werden, da durch die Vernetzung und die gegenseitige Abhängigkeit von KRITIS untereinander, unter anderem geografisch weitreichende negative Folgen infolge eines Naturereignisses (z. B. Hochwasser oder Murenabgang), unbeabsichtigte Verstärkungen und somit diverse Folgeschäden auftreten können.

Zusammenfassung (Englisch)

Critical infrastructures are a very important part of the economical and social processes of a society. Critical infrastructures provide a lot of srvices, which are used by persons every day. Natural disasters cant be controlled by humans, but they affect critical infrastructures and can cause damages or even destroy them. Over the years a lot of different approaches have been developed, to understand and analyze the processes inside of these network structures and the interdependencies of critical infrastructures (e. g. electricity and water distribution networks). Using the network theorem, the critical infrastructures are seen as complex networks and with the different equations those networks can be analyzed. Network structures could be examined with Petrinets. Other approaches are using qualitative assessments to determine hazardous parts of a network. In this Master thesis a very similar approach is introduced. The electricity network of the city Brixen in South Tyrol is overlapped with the results of the simulations of two different scenarios. During the analysis all junctions who fail during a flood event with a return period of 30 and 100 years were determined. Additionally was determined the number of affected people of the blackout caused by the failing of the electrical power supply in the different hazard zones, risk zones and vulnerability zones. It was shown that due to secondary failing of the electricity cabins there are affected areas, which are not affected by the flood event. Due to failure of critical infrastructures, areas which are not hazardous areas can be affected. The failure of critical infrastructures must not be triggered by a natural event, it can be triggered by humans too (e.g. terrorist attack, sabotage...). Critical infrastructures can be considered within a risk and vulnerability analysis, because the interdependencies of critical infrastructures can cause bigger negative consequences than only the direct damage of the event.