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Titelaufnahme

Titel
Vorkommen und Bedeutung von Eiprädatoren als natürliche Feinde des Maiswurzelbohrers in den östlichen Maisanbaugebieten Österreichs / Verfasser Sebastian Friedl
VerfasserFriedl, Sebastian
Betreuer / BetreuerinBlümel, Sylvia ; Grabenweger, Giselher
ErschienenWien, Oktober 2016
Umfang92 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Westlicher Maiswurzelbohrer, Diabrotica virgifer virgifera, Natürliche Schädlingskontrolle, Poecilus cupreus, Barberfallen, Berlesetrichter, Nützlinge, Laufkäfer
Schlagwörter (GND)Mais / Schädlingsbekämpfung / Diabrotica virgifera virgifera / Eiablage / Gliederfüßer / Prädation
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21684 Persistent Identifier (URN)
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Vorkommen und Bedeutung von Eiprädatoren als natürliche Feinde des Maiswurzelbohrers in den östlichen Maisanbaugebieten Österreichs [4.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der aus den USA eingeschleppte Westliche Maiswurzelbohrer, Diabrotica virgifera virgifera, hat sich mittlerweile auf den Maismonokulturflächen im Osten Österreichs etabliert. Die gängigen Bekämpfungsstrategien richten sich hauptsächlich gegen die Adult- und Larvenstadien. Da die natürliche Eimortalität von D. v. virgifera sehr hoch ist, könnte eine weitere Erhöhung der Eimortalität zu einer Unterbrechung des Entwicklungszyklus und zu einer wirksamen Reduktion der Schädlingspopulation führen. In dieser Masterarbeit wurde untersucht, ob und in welchem Ausmaß häufig vorkommende, räuberische Arthropoden das Potential besitzen, die Eier des Maiswurzelbohrers als Nahrungsquelle zu nutzen. Bei Freilanderhebungen auf einer Maismonokulturfläche in Ostösterreich in Abhängigkeit vom Abstand zu einer angrenzenden Brachfläche wurden fünf taxonomische Gruppen epigäischer und endogäischer räuberischer Arthropoden in unterschiedlicher Häufigkeit (Mesostigmata, Staphylinidae, Formicidae, Carabidae bis Chilopoda) gefunden. Es wurden umso mehr räuberische Arthropoden (z.T. statistisch signifikant) in den Probennahme-Fallen gefunden, je geringer der Abstand zur angrenzenden Brachefläche war. Erstmalig konnte für Poecilus cupreus aus einer Laborzucht (Adulte und Larven) und für ausgewählten Prädatoren-Arten der Freilanderhebungen in „no-choice“- und „choice“-Prädationsversuchen im Labor gezeigt werden, dass die Eier von D. v. virgifera als Nahrungsquelle angenommen werden. Im „no-choice“-Test lag die Konsumationsrate bei allen Entwicklungsstadien von P. cupreus höher, als beim im „choice“- Test. In einem ergänzenden Laborversuch wurde festgestellt, dass Bodenspalten gegenüber der Bodenoberfläche oder Futterstücken aus milchreifem Maiskolben von Weibchen von D. v. virgifera für Eiablage bevorzugt werden. Die Anwendung der erzielten Erkenntnisse als Möglichkeit einer gezielten Reduktion von D. v. virgifera Populationen im Freiland, müsste in entsprechenden Exaktversuchen abgeklärt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The Western corn rootworm (Diabrotica virgifera virgifera), which was introduced from USA to Europe has meanwhile established in the maize monoculture areas in Eastern Austria. Current control strategies are mainly directed against the adults and the larval stages of this economically important pest beetle. As the natural mortality of the eggs D. v. virgifera is very high, a further increase of the egg mortality could lead to an interruption of the developmental cycle and thus to an effective reduction of the pest population. In this context the present Master Thesis examined if and to which extent frequently occurring predatory arthropods have the potential to feed on the eggs of D. v. virgifera. In field samples from a maize monoculture site in Eastern Austria five taxonomic groups of epigeic and endogeic predators were found in different frequency (Mesostigmata, Staphylinidae, Formicidae, Carabidae and Chilopoda) depending on the time and the method of the survey. The lower the distance to the extensive used fallow land was, the more predatory arthropods were found in the traps (partly statistically significant). For the first time predation of D. v. virgifera eggs by lab-reared P. cupreus (adults and larvae) and for selected predatory beetle species collected in the field was demonstrated in laboratory trials. In "no-choice" tests (only eggs of D. v. virgifera.) with P. cupreus the predation rate was higher for all developmental stages (adults and larvae) than in "choice" tests (alternative prey). The (statistically significant) highest rate of predation was detected for the first larval instar, both in “no-choice” and “choice” tests. In additional laboratory experiment was found, that D. v. virgifera prefers soil cracks for oviposition rather than the soil surface or immature corncobs. The potential application of the obtained findings for a targeted reduction of D. v. virgifera populations in the field, has to be examined in appropriate field studies.