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Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen von Flussrenaturierungen auf die Diasporenbank invasiver Neophyten am Beispiel des LIFE+ Projekts Traisen in Niederösterreich / eingereicht von Claudia Horvath
VerfasserHorvath, Claudia
GutachterBernhardt, Karl-Georg ; Lapin, Katharina
ErschienenWien, Oktober 2016
UmfangV, 94 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Invasive Neophyten, Renaturierung, Fließgewässer, Diasporenbank, Life+ Traisen, Artenvielfalt
Schlagwörter (EN)invasive alien species, restoration, riparian habitats, seed bank, life + traisen, biodiversity
Schlagwörter (GND)Traisen <Fluss> / Neophyten <Botanik> / Diaspore
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21589 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen von Flussrenaturierungen auf die Diasporenbank invasiver Neophyten am Beispiel des LIFE+ Projekts Traisen in Niederösterreich [3.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Ausbreitung von gebietsfremden Pflanzenarten stellt ein immer größer werdendes Problem dar. Vor allem in den letzten Jahrzehnten hat die Verbreitung invasiver Neophyten zugenommen, was eine Bedrohung für die heimische Flora darstellt. Diese speziellen Pflanzenarten können die Flora eines Gebietes stark beeinträchtigen, da sie einheimische Arten verdrängen und dadurch die Artenvielfalt verringern. Vor allem die Vegetation an Fließgewässern ist durch die Einwanderung gebietsfremder Arten betroffen, die sich entlang von Flüssen rasch ausbreiten können. Außerdem werden durch wechselnde Wasserstände Ruderalstandorte geschaffen, die rasch von invasiven Neophyten besiedelt werden. Diese Arbeit befasst sich mit der Vegetation des renaturierten Abschnitts „Mitte West“ der Traisen in Niederösterreich. Das LIFE+ Projekt sieht eine Verbesserung der Fließgewässerstruktur zwischen Traismauer und Zwentendorf vor. Im Rahmen der Renaturierung ist ein neuer, natürlicher Flusslauf entstanden. Zur Untersuchung der Diasporenbank wurden Bodenproben in diesem neuen Flusslauf entnommen und auf das Vorkommen invasiver Neophyten untersucht. Die gewonnenen Daten wurden mit den der vorangegangenen Untersuchungen aus den Jahren 2011 und 2014 verglichen. Außerdem wurden die Daten aus der Diasporenbankuntersuchung mit den Ergebnissen aus einer Vegetationskartierung desselben Jahres verglichen. Die Samenbank wurde auf Samen von Acer negundo, Bunias orientalis, Impatiens glandulifera, Impatiens parviflora, Robinia pseudoacacia und Solidago gigantea untersucht. Die Diasporenbankanalyse hat gezeigt, dass sich die Anzahl an Samen invasiver Neophyten in den Untersuchungsjahren 2011 2014 und 2015 signifikant verringert hat. Bei dieser Untersuchung wurden keine Samen invasiver Neophyten festgestellt. Dennoch kamen Individuen an der Oberfläche auf. Das ist auf den Samenflug und die Verbreitung aus benachbarten Habitaten, sowie auf die Verbreitung durch Hochwasser zurückzuführen. Aus diesem Grund ist es ratsam, das Vorkommen invasiver Neophyten im Untersuchungsgebiet auch weiterhin zu beobachten und ein Neophytenmonitoring ist empfehlenswert.

Zusammenfassung (Englisch)

The spread of non-native species is a rising problem. The distribution of invasive alien species has increased, especially during the last decades, which is a threat to native flora. These specific plant species can severely affect the flora of an area, because they can repress native species and thereby reduce the biodiversity. However, the vegetation of riparian habitats is particularly affected by the immigration of non-native species as they spread rapidly along river systems. Additionally, due to fluctuating water levels ruderal sites are created which are colonized rapidly by invasive alien plants. This thesis deals with the vegetation of the restored section „Mitte West” of the Traisen river in Lower Austria. The LIFE+ Project schedules an improvement of the river structure between Traismauer and Zwentendorf. As a result of the renaturation, a new, natural river channel has developed. To analyze the seed bank, soil samples were taken in the new river bed and examined for the occurrence of invasive alien plants. The received data was compared with previous studies from 2011 and 2014. In addition, the data from the seed bank analysis was compared with the results from a vegetation mapping of the same year. The seed bank was tested for seeds of Acer negundo, Bunias orientalis, Impatiens glandulifera, Impatiens parviflora, Robinia pseudoacacia and Solidago gigantea. The analysis has shown that the number of seeds of invasive alien plants has significantly decreased in the study years 2011 2014 and 2015. In 2015, no seeds of non-native plants were found. Nevertheless, individuals appeared on the surface due to seed dispersal by wind from neighboring habitats, as well as the transport of seeds through flood events. For this reason, it is recommendable to continue observing the presence of invasive alien species in the project area and a further monitoring of these species is advisable.