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Titelaufnahme

Titel
Quantitative und qualitative Verhaltensparameter von Jungsauen in einem standardisierten Annäherungstest und deren Zusammenhang mit der Aufzuchtleistung / eingereicht von Anja Eichinger
VerfasserEichinger, Anja
GutachterWinckler, Christoph ; Leeb, Christine ; Gutmann, Anke
ErschienenWien, November 2016
Umfang80 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)qualitative Verhaltensbeurteilung, Jungsau, Annäherungstest, Aufzuchtleistung, Ferkelverluste, Free-Choice-Profiling
Schlagwörter (EN)qualitative behavior assessment, gilt, human approach test, free-choice Profiling, piglet losses, performance data
Schlagwörter (GND)Jungsau / Sozialverhalten
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21494 Persistent Identifier (URN)
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Quantitative und qualitative Verhaltensparameter von Jungsauen in einem standardisierten Annäherungstest und deren Zusammenhang mit der Aufzuchtleistung [1.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Reaktion von Sauen gegenüber dem Menschen spielt besonders rund um die Geburt eine wichtige Rolle. Ein freiwilliger Annäherungstest ermöglicht, die Furchtsamkeit dem Menschen gegenüber zu erfassen; qualitative Aspekte könnten wichtige zusätzliche Informationen liefern. Mögliche Beziehungen zwischen quantitativen und qualitativen Parametern sowie den Leistungsdaten könnten dazu dienen, bereits zum Zeitpunkt der Selektion von Jungsauen Aussagen über deren spätere mütterliche Fähigkeiten zu treffen. Mit insgesamt 83 Jungsauen wurde daher ein dreiminütiger Annäherungstest in einer Testarena durchgeführt; quantitative Parameter (wie z.B. Annäherungszeiten, physische Interaktionen) wurden direkt erhoben. Zeitgleich fand eine Videoaufzeichnung für die qualitative Verhaltensbeurteilung (QBA) durch 15 BeurteilerInnen mittels „Free-Choice-Profiling“ statt. Dimension 1 (44,4% erklärte Varianz) reichte von offensiv/forsch bis abwartend/zurückhaltend, Dimension 2 (30,1% erklärte Varianz) reichte von nervös/verzweifelt bis interessiert/gelassen. Sauen, welche sich verzögert der Testperson annäherten sowie weniger physische Interaktionen zeigten, wurden als abwartend/zurückhaltend beurteilt; sie hatten im ersten Wurf höhere Gesamtferkelverluste und auch mehr Erdrückungsverluste. Zwischen den qualitativen Parametern und den Erdrückungsverlusten bestand kein Zusammenhang. Quantitative Parameter alleine liefern nur wenig Auskunft über die Qualität des Verhaltens von Jungsauen in einem Arenatest. Latenzzeiten bis zur Annäherung können zwischen offensiv und abwartend eingeschätzten Sauen (Dimension 1) unterscheiden, beinhalten aber keine Aussage über das Ausmaß an Furcht (Dimension 2). Durch QBA können zusätzliche Qualitäten erfasst werden, für eine Vorhersage der Aufzuchtleistung sind sie jedoch nicht geeignet. Quantitative Parameter können frühe Hinweise auf die späte Aufzuchtleistung geben, da Sauen mit erhöhtem Meidungsverhalten höhere Erdrückungsverluste aufwiesen.

Zusammenfassung (Englisch)

Especially around farrowing the reaction of sows towards humans is crucial. The voluntary human approach test (VHAT) is one method to assess fear towards humans; qualitative aspects are able to provide important additional information. In total 83 gilts were subjected to a three minute VHAT. Behaviour was assessed by direct observation of quantitative parameters (e.g. latency to approach, number of physical interactions). Video recording was analysed via qualitative behavioural assessment (QBA) by 15 observers using “Free-Choice-Profiling”. For dimension 1 (44,4 % of variation explained), low values were associated with terms such as offensive/perky and high values with terms such as observant/cautious. Dimension 2 explained 30,1 % of the variation and was described by terms such as nervous/desperate to interested/relaxed. Gilts which spent more time outside a 1m radius were assessed as observant/cautious and nervous/desperate. Observant/cautious gilts needed more time to approach the test person and showed less physical interactions. Gilts, which interacted more frequently and spent more time close to the test person were assessed as interested/relaxed and offensive/perky. Total piglet losses and number of crushed piglets were higher in gilts needing longer to approach and showing less physical interactions. In contrast to this there were no significant correlations between qualitative parameters from the arena test and productivity data. In conclusion, QBA is able to provide useful additional information on the behaviour of gilts during a VHAT. Latency to approach the human differentiates between offensive/perky and observant/cautious (Dimension 1), but does not provide information on the level of fear, which is thought to be more reflected in Dimension 2. However, only quantitative parameters within the VHAT were associated with productivity parameters from the first litter; it could therefore be an appropriate method to select gilts due to their productivity.