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Titelaufnahme

Titel
Eignung gekeimter Ackerbohne als Futterkomponente für Bio-Aufzuchtferkel / vorgelegt von Paul Schwediauer
VerfasserSchwediauer, Paul
Betreuer / BetreuerinZollitsch, Werner ; Hagmüller, Werner
ErschienenWien, August 2016
Umfang61 Blätter : Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Fütterung Ackerbohne Keimung Schwein Bio
Schlagwörter (EN)feed; faba bean; germination; piglet; organic farming
Schlagwörter (GND)Ferkelaufzucht / Futtermittel / Ackerbohne / Biologische Landwirtschaft
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21466 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Eignung gekeimter Ackerbohne als Futterkomponente für Bio-Aufzuchtferkel [0.79 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ackerbohnen werden aufgrund verschiedener antinutritiver Faktoren nur begrenzt zur Fütterung eingesetzt. Keimung ist eine Methode zur Verbesserung der ernährungsphysiologischen Qualität von Ackerbohnen, was in einem Fütterungsversuch mit biologisch gehaltenen Aufzuchtferkeln getestet werden sollte. In vier Durchgängen von jeweils vier Wochen Dauer wurden insgesamt 160 Ferkel auf eine Kontrollgruppe mit 19 % Erbse (KGER), eine Gruppe mit 16 % ungekeimter Ackerbohne (KGAB) bzw. 16 % gekeimter Ackerbohne (VG16) und 24 % gekeimter Ackerbohne (VG24) als heimischen Proteinträger aufgeteilt. Die Ackerbohnen wurden in einem Keimrad (Fa. Söllradl) vier Tage gekeimt und einmal täglich frisch vorgelegt. Der Gehalt an Rohprotein war in gekeimten Bohnen leicht erhöht (+ 1 g/kg TM). Der Anteil der essentiellen Aminosäuren am gesamten hydrolysierten Protein sank um 1,2 % bis 2 %. Relativ zu Lysin blieb das Muster der essentiellen Aminosäuren unverändert. An Tag 8, 15 und 22 gab es keine signifikanten Unterschiede der Lebendmasse (LM) zwischen den Gruppen. An Tag 29 war die LM in VG24 signifikant geringer als in KGER und KGAB, jedoch nicht als in VG16. Über die Dauer des gesamten Versuchszeitraumes waren die durchschnittlichen täglichen Zunahmen (TGZ) in KGAB am höchsten, in Woche vier waren die TGZ in VG24 signifikant schlechter als jene der anderen Gruppen. Es gab keine signifikanten Unterschiede in der durchschnittlich pro Tag aufgenommenen Menge an Futter. Gekeimte Ackerbohne konnte somit bis 240 g/kg ohne Einbruch der Futteraufnahme in der Ration eingesetzt werden, bei Lebendmasse und TGZ mussten jedoch Leistungseinbußen in Kauf genommen werden. Unter den im Versuch gegebenen Bedingungen und unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwandes kann Keimung nicht als Verfahren zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Protein in Ackerbohnen in Rationen für Aufzuchtferkel empfohlen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In organic agriculture farmers have to cope with limitations in the supply of high-quality protein components for the feeding of weaner pigs. Faba beans contain certain anti-nutritive compounds which may reduce digestibilty and palatabilty, thus the amount of faba beans in diets is commonly restricted to low percentages. Germination has been reported to reduce those compounds and can change the cemical composition of storage protein and amino acid patterns in a potentially favourable way. This was tested in a feeding trial with 160 weaner pigs that were assigned to one of four diets, containing either 19 % pea (KGER), 16 % raw faba bean (KGAB), 16 % germinated faba bean (VG16) or 24 % germinated faba bean. In VG24 the amount of soybean-cake was reduced by about 50 %. Faba beans were germinated for 4 days in a germination device with four rotating chambers. The beans with sprouts were fed once a day. Crude Protein was slightly higher in germinated beans (+ 1 g/kg DM). The content of all essential amino acids decreased during germination, the pattern relative to lysine remained the same. There were no significant differences in live weight on days 8, 15, and 22. At the end of the trial (day 29), live weight of VG24 was significantly reduced when compared to KGAB and KGER, but not to VG16. The animals consumed the amount of sprouts offered daily within the first few hours. There were no statistically significant differences in feed intake between the treatments. It was possible to feed germinated faba beans in amounts of up to 240 g/kg without a major drop in feed intake, although live weight and daily weight gain were reduced. Under the conditions applied in this study and in consideration to the efforts related to the process, germination cannot be recommended as a way to improve the digestibility of protein in faba beans for feeding of weaner pigs.