Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Genetic variability in three highly endangered cattle breeds in Austria / Susanne Binder
VerfasserBinder, Susanne
Betreuer / BetreuerinSölkner, Johann ; Fürst-Waltl, Birgit
ErschienenVienna, 2016
Umfang39 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Stammbaumanalyse, genetische Variabilität, Inzuchtkoeffizient, Rinderrassen, wichtigsten Ahnen,
Schlagwörter (EN)pedigree analysis, genetic variability, ancestor, inbreeding, cattle
Schlagwörter (GND)Österreich / Rinderrasse / Population / Genetische Variabilität
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21446 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Genetic variability in three highly endangered cattle breeds in Austria [0.63 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Stammbaumanalyse ist eine gute Methode um die genetische Variabilität der verschiedensten Populationsstrukturen zu analysieren. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die genetische Vielfalt von drei hoch gefährdeten österreichischen Rinderrassen (Pustertaler Sprinzen, Ennstaler Bergschecken und das Original österreichische Braunvieh). Der komplette Pedigree des Original österreichischen Braunviehs umfasst 22 451 Tiere und jener der Ennstaler Bergschecken nur 1 327 Rinder. Pro Rasse wurden drei Referenzpopulationen festgelegt. Die erste Referenzpopulation umfasst zum Zeitpunkt der Datenerhebung für diese Arbeit lebende männliche und weibliche Tiere. Die zweite Referenzpopulation beinhaltet Stiere, deren Sperma in der Gendatenbank der ÖNGENE gespeichert ist und die dritte Referenzpopulation sind lebende männliche Tiere, welche bislang noch nicht in der Genbank erfasst wurden. Die Berechnung der Inzuchtkoeffizienten, der Diversitätskennzahlen und der wichtigsten Ahnen wurden mit dem Softwarepaket PEDIG durchgeführt. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Qualität der Ergebnisse stark von der Vollständigkeit der Abstammungsdaten abhängig ist. Die Ergebnisse der Arbeit zeigten, dass das Original österreichische Braunvieh im Gegensatz zu den anderen beiden untersuchten Rassen von einer großen Anzahl an Ahnen abgeleitet werden kann. Der Inzuchtkoeffizient beträgt weniger als 1% für das Original österreichische Braunvieh und die Pustertaler Sprinzen. Im Gegensatz dazu weisen die Ennstaler Bergschecken einen Inzuchtkoeffizienten von 3,3% auf. In allen drei Rassen ist die effektive Anzahl an Gründern kleiner als die Gesamtanzahl der Gründer. Das lässt auf unterschiedliche Beiträge der einzelnen Gründertiere schließen. Von den 20 bedeutendsten Ahnen der aktuell lebenden Ennstaler Bergschecken sind die meisten weiblich (17), für die anderen zwei untersuchten Rassen sind die Mehrheit der wichtigsten Ahnen männlich (18 für Original österreichisches Braunvieh und 13 für die Pustertaler Sprinzen). Diese Studie bestätigt, dass in kleinen Rinderpopulationen spezielle Paarungs- und Erhaltungsprogramme erforderlich sind, um den Verlust der genetischen Vielfalt auf ein Minimum zu beschränken.

Zusammenfassung (Englisch)

To preserve endangered cattle breeds, pedigree analysis is a good method to analyse genetic structure in order to predict the evolution of genetic variability. This study investigated the pedigrees of three highly endangered local cattle breeds of Austria: Pustertal Spotted Cattle, Ennstal Pied Cattle and Original Austrian Brown Cattle. Pedigree files are included from 22,451 animals in Original Austrian Brown Cattle to 1,327 animals in Ennstal Pied Cattle. Breeders follow the conservation programme of ÖNGENE (Austrian Association for Rare Endangered Breeds) by systematically avoiding mating of closely related animals, applying the projected inbreeding coefficient of the potential progeny as indicator. Three reference populations were defined: 1) living population; 2) male living animals of which no semen was available; 3) bulls for which semen was available. PEDIG software was used to calculate genetic parameters in order to evaluate the genetic variability. The significance of the results strongly depends on the quality of the pedigrees. While Original Austrian Brown is derived from a large ancestral population, the two other breeds are based on very small numbers of founder animals. The inbreeding coefficient is less than 1% for Original Austrian Brown Cattle and Pustertal Spotted Cattle. In contrast, the Ennstal Pied Cattle has a percentage of 3.3%. In all three breeds the effective number of founders is unequal to the total number of founders, which implies an unbalanced use of founders. When increase of inbreeding coefficients from the parents of the current population to the current population was calculated, effective population sizes were 238 for Original Austrian Brown Cattle, 82 for Pustertal Spotted Cattle and 34 for Ennstal Pied Cattle. In terms of important ancestors, of the 20 most important ancestors of the living Ennstal Pied Cattle population are mostly female (17) and date back to the seventies. For other two breeds the majority of the most important ancestors are male (18 for Original Austrian Brown Cattle and 13 for Pustertal Spotted Cattle) and for Original Austrian Brown Cattle the bulls date back to the nineteen-fifties. This study confirmed that in small cattle populations special mating programmes and conservation programmes are needed in order to minimize the loss of genetic diversity.