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Titelaufnahme

Titel
Suppressivität, Mykorrhizierung, Wachstum : ein Vergleich von 23 Ackerböden des Walserfeldes bei Salzburg, mit biologischer und konventioneller Landwirtschaft / eingereicht und verfasst von Ursula Brandweiner
VerfasserBrandweiner, Ursula
Betreuer / BetreuerinSteinkellner, Siegrid
ErschienenWien, März 2016
Umfang82 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)suppressive Böden Mykorrhiza Solanum lycopersicum Fusarium oxysporum f. sp. lycopersici Walserfeld bei Salzburg pH Wert, Humusgehalt, Bodenart, Kaliumgehalt, Phosphorgehalt, mikrobielle Aktivität (FDA, TTC)
Schlagwörter (GND)Biologische Landwirtschaft / Boden / Mykorrhiza / Pathogener Mikroorganismus / Pflanzenwachstum / Konventionelle Landwirtschaft / Boden / Mykorrhiza / Pathogener Mikroorganismus / Pflanzenwachstum
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21403 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Suppressivität, Mykorrhizierung, Wachstum [2.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der Arbeit wurden die Unterschiede in der Suppressivität, der Mykorrhizierung und des Pflanzenwachstums zwischen Ackerböden mit biologischer und konventioneller Landwirtschaft untersucht. Dazu wurden 13 Proben aus biologisch und 10 aus konventionell bewirtschafteten Flächen des Walserfeldes, einem kleinen Agrargebiet westlich von Salzburg, entnommen. In einem Gewächshausversuch wurden in diesen Bodenproben Tomaten kultiviert, die mit Fusarium oxysporum f. sp. lycopersici, einem bodenbürtigen Pilz, infiziert wurden. Als Kontrollgruppe dienten Tomatenpflanzen in autoklavierter Einheitserde, die ebenfalls mit Fusarium infiziert wurden. Nach 8 Wochen wurden die Sprosslängen, das Sprossgewicht, das Wurzelgewicht, der Fusariumbefall und die Mykorrhizierung der Wurzeln ermittelt. Als Bodenparameter wurden der pH Wert, der Humusgehalt, die Bodenart, der Kalium- und der Phosphorgehalt und die mikrobiologische Aktivität (FDA, TTC) analysiert. Hinsichtlich des Fusariumbefalls konnten hochsignifikante Unterschiede zwischen den Tomatenpflanzen der Ackerböden und denen der autoklavierten Einheitserde festgestellt werden. Zwischen biologischer und konventioneller Bewirtschaftung bestand kein Unterschied. Ausschlaggebend für die hohe Suppressivität dürften die hohen pH Werte, die hohen Schluffgehalte und die hohen Humuswerte der Ackerflächen gewesen sein. Fusarium oxysporum bevorzugt pH Werte unter 6,5 und sandige Böden. Außerdem boten die hohen Humusgehalte optimale Voraussetzungen für antagonistische Mikroorganismen. Die biologisch bewirtschafteten Böden zeigten höhere Mykorrhizierungsgrade als die konventionell bewirtschafteten Böden. Dies dürfte auf die deutlich niedrigeren Phosphor und Kalium Gehalte zurückzuführen sein. Allerdings hatte die stärkere Mykorrhizierung keine Auswirkung auf den Fusariumbefall und das Wachstum. Die Tomaten in den biologisch bewirtschafteten Böden wiesen auf Grund der geringeren Nährstoffgehalte eine signifikant niedrigere Biomasse auf.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis the differences in suppressiveness, mycorrhization as well as growth of plants between conventional and biological soil were shown. Samples from 23 different arable fields in the “Walserfeld”, a small agricultural field west of Salzburg, Austria were taken (13 biological and 10 conventional soils. In a greenhouse tomato plants, inoculated with Fusarium oxsporum f. sp. lycopersici (Fol), a soil-borne fungus, were cultivated in those sample soils. Tomato plants, also infected with Fol, grown in autoclaved standard soil were used as a control group. After 8 weeks the size and the shoot weight as well as the root weight, mycorrhization and desease severity with Fol were determined. The pH-value, the amount of humus, the type of soil, potassium and phosphorus content as well as the microbiological activity (FDA, TTC) were used as markers of soil quality. Highly significant differences of infestation with Fol were found between tomato plants in arable soil and autoclaved standard soil. However no difference in infection was found comparing biological and conventional soil. The main reason for the high amount of suppressiveness is most likely due to the high pH as well as the amount of silt and humus found in the arable soil. Fol on the other hand prefers sandy soil and pH levels below 6,5. Besides that, the high levels of humus in the arable soil offer ideal prerequisites for growth of antagonistic microorganism. In biological cultivated soil the mycorrhization was considerably higher than in the soil of conventionally farmed soils. This is most probably due to the lower levels of phosphorus and potassium found in the samples of biologically cultivated acres. The higher mycorrhization however did not affect the amount of infection with Fol nor the growth. Tomato plants in biologically cultivated soil showed a significantly lower biomass.