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Titelaufnahme

Titel
Potenzialanalyse zur Wiederansiedlung der Großtrappe (Otis tarda) im EU SPA "Zerbster Land" (Sachsen-Anhalt) / eingereicht von: André Staar
VerfasserStaar, André
Betreuer / BetreuerinHackländer, Klaus ; Fischer, Stefan
ErschienenWien, Dezember 2016
Umfang67 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Großtrappe (Otis tarda); Potenzialanlayse; EU SPA Zerbster Land (Sachsen-Anhalt); Agrarvogelschutz; Gefährsungsursachen; Offenlandcharakter; Landwirtschaft; GIS-Freiraumanalyse
Schlagwörter (GND)Sachsen-Anhalt / Großtrappe / Lebensraum / Neubesiedlung / Naturschutz / Landwirtschaft
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21331 Persistent Identifier (URN)
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Potenzialanalyse zur Wiederansiedlung der Großtrappe (Otis tarda) im EU SPA "Zerbster Land" (Sachsen-Anhalt) [8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Vorkommen der Großtrappe Otis tarda beschränkt sich in Deutschland gegenwärtig auf die drei Einstandsgebiete Havelländisches Luch und Belziger Landschaftswiesen in Brandenburg sowie Fiener Bruch an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Im Bestreben aufgegebene Siedlungsbereiche wieder zu etablieren, wird im Rahmen dieser Arbeit das Lebensraumpotenzial des ehemaligen Einstandsgebietes Zerbster Land in Sachsen-Anhalt untersucht. Mit besonderem Hinblick auf die wichtigsten Gefährdungsursachen wurden Eignungskriterien definiert, um die grundlegenden ökologischen Voraussetzungen als Großtrappenlebensraum zu gewährleisten. Kern der Untersuchung ist die Darstellung des Offenlandcharakters des Zerbster Landes mit Hilfe einer Landschaftskartierung sowie die Begutachtung des landwirtschaftlichen Intensivierungsgrades anhand mehrjähriger Flächennutzungsdaten. Die Ergebnisse zeigen, dass das Zerbster Land ausreichend große, offene Flächenareale aufweist, um als potenzielles Einstandsgebiet der Großtrappe zu fungieren. Die landwirtschaftlichen Nutzungsbedingungen widersprechen derzeit einer Eignung als potenzieller Großtrappenlebensraum. Im Besonderen fehlt es im Zerbster Land an ökologisch hochwertigen Flächen wie Brachen, Ackerrand- und Blühstreifen, um innerhalb der intensiv genutzten Ackerlandschaft ausreichend Störungsarmut und Nahrung für eine erfolgreiche Brut und Jungenaufzucht zu gewährleisten. Derartige „ökologische Vorrangflächen“ können u.a. durch die Anwendung geeigneter „Greening“ - Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU oder durch für den Großtrappenschutz geeignete Agrar-Umweltmaßnahmen gefördert werden. Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung solcher Maßnahmen sind eine enge, kooperative Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft sowie eine an den Naturschutzerfordernissen ausgerichtete Beratung der Landwirte.

Zusammenfassung (Englisch)

The occurrence of the Great Bustard (Otis tarda) in Germany is currently limited to the three areas Havelland Luch and Belziger Landschaftswiesen in Brandenburg as well as Fiener Bruch on the border between Saxony-Anhalt and Brandenburg. In the course of this work the habitat conditions of the former breeding site Zerbster Land in Saxony-Anhalt is being investigated aiming to re-establish abandoned distribution. With special regard to the most important hazards, suitability criteria have been defined in order to ensure the basic ecological requirements as a Great Bustard habitat. The objective of the study is the description of the spaciousness of the Zerbster Land with the help of a landscape mapping as well as the assessment of the agricultural intensification degree on the basis of multi-year agricultural utilization data. The results show that the Zerbster Land has sufficiently large, open areas to act as a potential Great Bustard habitat. The agricultural conditions are currently contrary to suitability as a potential habitat. In particular ecologically high-quality areas such as fallow land and field edges are missing in the study area in order to ensure adequate undisturbed breeding grounds within an intensively used farmland. Such ecological priority areas could be established by appropriate “Greening”- measurements under the Common Agricultural Policy (CAP). The basic prerequisites for the successful implementation of such measures are close cooperation between nature conservation and agriculture, as well as advising farmers on the nature protection requirements.