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Titelaufnahme

Titel
Gehölzwurzeln als Schadensverursacher von asphaltierten Wegebelägen : das Eindringen von Wurzeln in Wegebelägen mit Kantkorn unterschiedlicher Korngrößenverteilung / eingereicht von: Michael Müllner
Weitere Titel
Woody roots as cause of damages on paved paths
VerfasserMüllner, Michael
GutachterRauch, Johann Peter ; Weissteiner, Clemens
ErschienenWien, August 2016
UmfangIII, 98 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Gehölzwurzeln, Wegebeläge, Korngrößenverteilung, Kantkorn, Asphaltschicht
Schlagwörter (EN)woody roots, paved paths, matrix stone mixtures, grain size distribution, asphalt
Schlagwörter (GND)Straßenbau / Tragschicht / Korngröße / Gehölz / Wurzel
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-21329 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Gehölzwurzeln als Schadensverursacher von asphaltierten Wegebelägen [10.36 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Untersuchungen der Wurzelwachstumseigenschaften an Standorten mit Asphaltschäden zeigten, dass Gehölzwurzel in den Straßenaufbau meist zwischen der Tragschicht und dem Asphalt eindringen. In dieser Masterarbeit wird der Einfluss von verschieden gestuften Korngrößenmischungen, als Tragschichten, auf das Wurzelwachstum von Pioniergehölzen untersucht. Dafür wurden sieben verschiedene Korngrößenmischungen in einem dreijährigen Versuchsaufbau mit und ohne Deckschicht getestet und an der Wurzel durchdringbaren Seite der Boxen Weiden- und Pappelsteckhölzer gepflanzt. Fünf Monate nach dem Einsetzen der Steckhölzer wurde im ersten Teilfeld die ober- und unterirdische Biomasse der ersten Wegeaufbauversuchsboxen und der ersten Substratboxen erhoben. Es kommt zu einem erhöhten Anteil an Biomasse in der 3. Ebene, die Wurzelmasse nimmt mit zunehmendem Abstand zu den Steckhölzern ab und das Zement stabilisierte Substrat zeigt lediglich ein Wurzelwachstum im steckholznahen Bereich. Die Lastplattenversuche ergaben, dass die Setzungen beim hydraulisch stabilisierten Substrat 8/32 durchschnittlich am Höchsten sind und sich die Tragfähigkeit bei zweimaligen Messungen der Substratversuche innerhalb von fünf Monate verdoppelt hat. Bei der Betrachtung der Wurzeldurchmesser ist die Erkenntnis, dass nach einer Vegetationsperiode der größte Gewichtsanteil im Wurzelbereich in der Durchmesserklasse 0-2 mm vorliegt. Die Untersuchungen bestätigten außerdem die Theorie, dass skelettreiche Substrate mit möglichst geringem Feinkornanteil das Eindringen aufgrund ihres mechanischen Widerstandes und dem hohen Luft-Porenanteil verhindern. Zusätzlich fördert grober Schotter das Abfließen von Kondenswasser an der Unterseite der Asphaltschicht. Konkrete Aussagen der vorliegenden Masterarbeit sind Teil eines dreijährigen Feldversuches und können erst nach den Erhebungen und Auswertungen im Herbst 2016 und 2017 gewonnen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Investigations of the root growth characteristics at sites with asphalt damages showed that tree roots mostly penetrated the road structure between the gravel sublayer and the asphalt. In this master thesis root penetration is investigated with different granulated matrix stone mixtures, as sublayer material. Therefore seven different compositions of grain size mixtures were tested in a small scale experimental set-up as sublayer materials with and without a covering by a concrete layer for three years. Willow and poplar cuttings were planted laterally to the root penetrable side of the boxes. Five months after planting the cuttings, above- and below-ground biomass was analysed for the first road-structure boxes and the first substrate boxes. There is an increased biomass in the 3rd level, the root mass decreases with increasing distance to the cuttings and the hydraulic bound mixture shows root growth just in the cutting-close area. The plate load tests showed that the subsidences at the hydraulic bound mixture 8/32 are on average highest and the carrying capacity has doubled in measurements which are done twice of the substrate sets within five months. By looking at the root diameter there are the insights that after one growing season the largest weight proportion in the root zone exists in the diameter class 0-2 mm. The studies also confirmed the theory, that matrix stone mixture with the smallest possible fine granular fraction may inhibit root growth due to the mechanical impedance and air pruning of roots. Furthermore coarse grain size mixtures influence the presence and permanence of soil water in the sublayer formed as a condensate at the underside of the asphalt layer. Concrete statements of the present thesis are part of a three-year field test and can be obtained after the surveys and evaluations in autumn 2016 and 2017.