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Titelaufnahme

Titel
Maternal predation risk affects offspring anti-predator behavior in the predatory mite Phytoseiulus persimilis / Michael Seiter
VerfasserSeiter, Michael
GutachterSchausberger, Peter
ErschienenVienna, November 2015
Umfang39 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Mit deutscher Zusammenfassung
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Anti-Prädationsverhalten, Intraguild Prädation, lernen, mütterliche Effekte, Raubmilben
Schlagwörter (EN)anti-predator behavior, intraguild predation, learning, maternal effects, predatory mites
Schlagwörter (GND)Phytoseiulus persimilis / Amblyseius andersoni / Prädation / Räuber-Beute-Verhältnis / Verhaltensforschung / Informationsfluss / Nachkomme
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20961 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Maternal predation risk affects offspring anti-predator behavior in the predatory mite Phytoseiulus persimilis [1.92 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Prädationsrisiko ist eine starke Selektionskraft, die sich mannigfaltig auf die Morphologie, den Lebenszyklus und das Verhalten der Beute auswirken kann. Anti-Prädationsverhalten kann angeboren, erlernt oder ein Produkt von beidem sein, jedoch ist nur wenig über generationsübergreifende Steuerung bekannt. Ich habe die Frage untersucht, ob mütterliche Effekte einen Einfluss auf das Anti-Prädationsverhalten der Nachkommen in der Raubmilbe Phytoseiulus persimilis haben. Raubmilbenmütter wurden in Präsenz/Absenz des Intragilden-Räubers (IG) Amblyseius andersoni aufgezogen, um herauszufinden, ob Stress während der Eiproduktion einen Einfluss auf das Anti-Prädationsverhalten der Nachkommen, inkl. ihrer Lernfähigkeit, hat. Protonymphen und adulte Weibchen, die von gestressten oder nicht-gestressten Müttern abstammten, wurden ihrerseits während der Juvenilentwicklung Prädationsrisiko ausgesetzt oder nicht. Ihr Verhalten wurde in binären Wahlversuchen beobachtet, wobei Plätze mit/ohne Spuren des IG-Räubers angeboten wurden. Mütterliche Effekte waren stärker ausgeprägt bei den Protonymphen als bei den adulten Weibchen. Prädator-erfahrene Protonymphen von gestressten Müttern waren am wenigsten aktiv und reagierten am wagemutigsten. Diese abgeschwächte Reaktion auf Räuberspuren, die ja keine direkte Gefahr darstellen, bringt Fitnessvorteile, da jede übersteigerte Reaktion übermäßige Fitnesskosten verursacht. Die adulten Weibchen vermieden generell ihre Eier an Plätzen mit Räuberspuren abzulegen. Erfahrene, von gestressten Müttern, abstammende Weibchen legten ihr erstes Ei später und waren selektiver in der Wahl der Eiablageplätze als die anderen Weibchen. Selektive Wahl des Eiablageplatzes hat einen positiven Einfluss auf die Fitness der Mutter und ihrer Nachkommen, weil es deren Überlebenschancen erhöht. Meine Studie liefert Hinweise darauf, dass P. persimilis Weibchen, ihre Nachkommen so programmieren können, dass sich diese optimaler bei Prädationsrisiko verhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

Predation risk is a strong selective force shaping prey morphology, life history and behavior. Anti-predator behaviors may be innate, learned or both but little is known about the transgenerational behavioral effects of maternally experienced predation risk. I examined intraguild predation (IGP) risk-induced maternal effects on offspring anti-predator behavior, in the predatory mite Phytoseiulus persimilis. I exposed predatory mite mothers during egg production to stressful and benign conditions (presence/absence of the IG predator Amblyseius andersoni) and assessed whether maternal stress affects the anti-predator behavior, incl. learning, of their offspring as protonymphs and adult females. Individuals emerging from stressed or unstressed mothers and having experienced IGP risk as larvae or not, were subjected to binary choice situations with/without IG predator traces. Maternal effects were more pronounced in protonymphal than adult female offspring. Predator-experienced protonymphs from stressed mothers were the least active and acted the boldest towards predator cues. Adult females deposited their eggs preferentially in the site without IGP cues. However, females originating from stressed mothers fed the most on the site without predator cues. Considering that every anti-predator behavior incurs costs, I argue that the attenuated response to predator traces alone is adaptive. A strong response was not necessary because no predator was present. Experienced females originating from stressed mothers were the most selective in avoiding IGP environments and deposited their first egg later than female from the other treatments. Since larval IGP risk is largely determined by the oviposition site preference of their mothers, selective egg placement is highly important to increase the survival chances of offspring. Overall, my study suggests that P. persimilis mothers experiencing IGP risk may prime their offspring to behave more optimally in IGP environment.