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Titelaufnahme

Titel
Regionale Ernährung im Selbstversuch : Motive, Barrieren und Erfahrungen aus Salzburg und der Steiermark / Autorin: Lisa Maria Kirchdorfer
VerfasserKirchdorfer, Lisa Maria
Begutachter / BegutachterinPenker, Marianne
GutachterPenker, Marianne
ErschienenWien, März 2016
Umfang122 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)regionale Ernährung, Motive, Barrieren, Selbstexperimente, Q-Methode
Schlagwörter (EN)local food, motivations, barriers, self-experiments, q-method
Schlagwörter (GND)Lebensmittel / Regionalwirtschaft / Verbraucher
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20865 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Regionale Ernährung im Selbstversuch [3.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wie auch in anderen Ländern interessieren sich KonsumentInnen in Österreich zunehmend für die Herkunft ihrer Lebensmittel. Ein Alltagsexperiment von sieben Salzburger und vier steirischen Familien, die sich über sechs Monate hinweg ausschließlich von Produkten des eigenen Bundeslandes ernährt haben, ist Erkenntnisgegenstand dieser Arbeit. Rückschlüsse auf Motive, Barrieren und Erfahrungen zu regionalen Versorgungsstrukturen und Produktpaletten sollen ebenso gewonnen werden wie Einblicke in die Lerneffekte durch die Selbstexperimente. Die Experiment-TeilnehmerInnen berichteten ihre Erfahrungen in Zeitungen und Online-Blogs. Diese Berichte wurden ausgewertet und hinsichtlich Motive und Barrieren regionaler Ernährung analysiert. Darauf aufbauend wurden die Experiment-TeilnehmerInnen und Kontrollgruppen in qualitativen Interviews, gestützt durch die Q-Methode, befragt. Die Ergebnisse bestätigen nicht nur Erkenntnisse aus der Literatur, sondern ergänzen diese um weitere Motive und Barrieren der regionalen Ernährung und zeigen dabei die unterschiedlichen Wahrnehmungen zwischen Experiment-TeilnehmerInnen und Kontrollgruppen. Die Erfahrungen aus den Experimenten zeigen, dass sich drei Regionen mit charakteristischen Produktpaletten und Versorgungsstrukturen (Innergebirg, Salzburger Flachland, Südsteiermark) unterscheiden lassen. Durch die Anwendung der Q-Methode konnten drei regionale Konsumenten-Typen definiert werden: der patriotische Regionaleinkäufer, der Supermarkteinkäufer und der realistische Regionaleinkäufer. Die Erfahrungen der Experiment-TeilnehmerInnen verdeutlichen, dass regionale Produkte kaum über herkömmliche Versorgungstrukturen zu beziehen sind. Eine ausschließlich regionale Ernährung bedeutet daher eine große Herausforderung, die ohne entsprechende Kenntnisse über alternative Beschaffungsmöglichkeiten, Produktkennzeichnung, Verarbeitungs- und Lagertechniken sowie ohne soziale Netzwerke nur schwer zu meistern ist. Dem, oft durch die Werbung vermittelten, romantischen Bild von regionaler Ernährung wird durch die Erfahrungen aus den Selbstexperimenten eine realistische Sichtweise gegenübergestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

Like elsewhere, local food has also become popular among Austrian consumers. Seven families from Salzburg and four from Styria took part in a six-month self-experiment, during which they exclusively consumed local food from their province. The goal of the thesis was to analyse motivations and barriers of local food consumption, the participants experiences with local food supply structures, the local range of products and lasting learning effects resulting from participation in the self-experiment. The experiments participants shared their experiences in newspapers and online blogs. These documents have been analysed regarding motivations and barriers of local food. Subsequently, participants in the experiments and members of a control group were interviewed supported by q-method. This studys findings do not only confirm consumer motivations and barriers of literature, but also complement new motivations and barriers of local food consumption and show the different perceptions between experiments participants and members of the control group. The participants experiences show that local supply structures and the local range of products fall into three different regional patterns (mountain region [Innergebirg], Salzburg lowlands [Salzburger Flachland], southern Styria [Südsteiermark]) due to agricultural land use and production outputs. Three types of local food consumers could be characterised by applying the q-method. The results show that social embeddedness, knowledge about supply alternatives, processing and storage techniques are essential for consuming locally grown products. Local food is often conceptualised from a romantic perspective. The experiences of the self- experiments contribute more differentiated insights into local food consumption.