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Titelaufnahme

Titel
Schutz von Stahlschneebrücken vor Steinschlag mittels Schotterüberdeckung / von Lukas Kofler
VerfasserKofler, Lukas
Betreuer / BetreuerinHübl, Johannes
ErschienenWien, 24.08.2016
UmfangVII, 136 Blätter, 6 gefaltete Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Mit englischer Zusammenfassung
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Lawinenverbauung, Stahlschneebrücke, Steinschlag, dynamische Versuche, Überdeckung
Schlagwörter (EN)avalanche protection, steel snow bridge, rockfall, dynamic experiments, coverage
Schlagwörter (GND)Lawinenverbauung / Steinschlag
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20699 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Schutz von Stahlschneebrücken vor Steinschlag mittels Schotterüberdeckung [4.85 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird untersucht, ob eine Stahlschneebrücke, die in Summe mit einer 0,5 m dicken Schotterschicht geschützt wird, zur Bewältigung von Steinschlagenergien bis zu 150 kJ geeignet ist. Dabei ist wichtig, dass die Funktionsfähigkeit als Lawinenverbauung im Winter nicht beeinträchtigt wird. Um die Wirkung der Überdeckung besser quantifizieren zu können, wurde auch die nicht überdeckte Stahlschneebrücke betrachtet. Getestet wurde der Bautyp GA 4,5 mit einer Werkshöhe von 4,5 m. Die Fundierung wurde nicht berücksichtigt. In einem ersten Schritt wurde überprüft, ob ein Werk im Winter bei maximaler Schneelast das Zusatzgewicht der Überdeckung überhaupt aufnehmen kann. Anschließend wurden Träger und Rostbalken bei Versuchen im Maßstab 1:1 sowohl mit als auch ohne Überdeckung dynamischen Energien von bis zu 150 kJ ausgesetzt. Beschossen wurden dabei die Feldmitte und einer der beiden Träger. Die Energien wurden mit einem ca. 2300 kg schweren Stahlbetonblock aufgebracht. Die maximale Fallhöhe betrug 7 m. Bei den Versuchen wurden alle relevanten Kräfte, Beschleunigungen und Verformungen gemessen. Die Tragfähigkeit der Stütze konnte indirekt über eine statische Ersatzlast, die den Auflagerkräften bei den Versuchen entspricht, nachgewiesen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine mit Schotter überdeckte Stahlschneebrücke zur Aufnahme von Steinschlagenergien von maximal 150 kJ geeignet ist. Die Stahl-schneebrücke kann das Zusatzgewicht der Überdeckung im Winter bei den meisten Hangneigungen und Gleitfaktoren aufnehmen. Die Versuche im Maßstab 1:1 zeigten, dass Träger und Rostbalken mit Überdeckung einem Impact mit 150 kJ sowohl in Feldmitte als auch bei einem Treffer auf den Träger standhalten können. Ohne Überdeckung kommt es in beiden Fällen zum Versagen. Die Stütze kann die einwirkenden Kräfte im Allgemeinen aufnehmen. Kritisch sind lediglich Treffer direkt auf den Stützenanschluss.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the question whether a 0.5 m thick, cobble gabions covered, steel snow bridge is capable of withstanding rockfall energies of up to 150 kJ, without reducing its function as avalanche control. To quantify the effect of the cover, a non-covered steel snow bridge was considered as well. Subject of the tests was the building type GA 4.5, with a working height of 4.5 m. The anchors were not considered. The first step consisted in checking whether a steel snow bridge is generally able to support the additional weight of the cobble cover during maximum snow load in win-ter. Subsequently, in experiments in scale 1:1, support and crossbeams were ex-posed to dynamic energies of up to 150 kJ with and without gravel cover. Targets of this procedure were the center of the field and one of the two supports. The energies were applied with a 2300 kg block of reinforced concrete. The maximum drop height was 7 m. In the experiments all the relevant forces, accelerations and deformations were measured. The sustainability of the pillar could indirectly be shown using a static substitute load that corresponds to the bearing forces in the experiments. The results show that a cobble covered steel snow bridge is suitable to handle rockfall energies up to 150 kJ. The steel snow bridge can accommodate the addi-tional weight of the coverage in winter for most slope gradients and glide factors. The experiments in scale 1:1 showed that, when covered, support and crossbeams can withstand an impact of 150 kJ at the center of the field, as well as on the support. Without coverage, they fail to do so in both cases. The pillar can carry the acting forces in most cases. Only hits directly to the supports connection are critical.