Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Solare Hackguttrocknung mit Luftkollektoren / erstellt von: Eva Bossert
VerfasserBossert, Eva
GutachterStampfer, Karl ; Erber, Gernot
ErschienenWien, November 2016
Umfang62 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Hackschnitzel, solare Trocknung, Energieholz, Energieholzaufbereitung
Schlagwörter (EN)wood chips, solar drying, fuel wood, wood fuel preparation
Schlagwörter (GND)Hackschnitzel / Trocknung / Luftkollektor
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20633 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Solare Hackguttrocknung mit Luftkollektoren [2.85 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Mit steigendem Wassergehalt sinken sowohl die Qualität als auch der Energiegehalt von Hackschnitzeln. In Zusammenarbeit mit der Firma CONA Entwicklungs- und Handelsgesellschafts mbH sollte deren patentiertes solares Hackguttrocknungssystem mit Luftkollektoren untersucht werden. Luft wird über dachintegrierte Solarkollektoren angewärmt und durch einen Belüftungsboden in das in einer Trocknungsbox gelagerte feuchte Hackgut eingeblasen, um ihm Wasser zu entziehen. Ziel dieser Arbeit war es, herauszufinden, welche Trockenleistung in welcher Trocknungsdauer erreicht werden kann, welcher Manipulationsaufwand dahintersteht und wie der energetische und ökonomische Mehrwert aussieht. Insgesamt wurden 30 (12 in Bayern und 18 in Oberösterreich) hauptsächlich bäuerliche Betriebe besucht. Diese waren mit einer Kollektorfläche von 24-348 m, einer Boxengröße von 40-200 Schüttraummeter (Srm) ausgestattet und hatten eine Jahrestrocknungskapazität von 300-5000 Srm. Pro m installierte Kollektorfläche können 17 Srm pro Jahr auf einen Wassergehalt von etwa 15 % getrocknet werden. Es kann ganzjährig getrocknet werden, wobei aber der Zeitraum Frühjahr bis Herbst mit einer Trocknungsdauer von 1,5-3 Wochen pro Charge am günstigsten ist. Etwa 21 Chargen können pro Jahr und Betrieb getrocknet werden. Der Manipulationsaufwand beträgt etwa 2 Stunden pro Charge, die Manipulationskosten 0,50-2,00 pro Srm. Der durchschnittliche Stromverbrauch der Anlage liegt bei 3,9 Kilowattstunden pro Srm, die Stromkosten bei 1,00 pro Srm. Durchschnittlich müssen 1,6 Srm trockenes Hackgut pro Megawattstunde (MWh) verfeuert werden. Vice versa ergibt dann ein Srm 0,7 MWh. Durch die Trocknung des Hackgutes ist es möglich, die Lagerfähigkeit zu verbessern und Trockenmasseverluste während der Lagerung zu reduzieren. Darüber hinaus sinkt auch das Risiko der Schimmelpilzbildung und Selbstentzündung. Die energiesparende und effiziente Arbeitsweise ermöglicht es, die Qualität von Hackgut deutlich zu verbessern.

Zusammenfassung (Englisch)

If fuel wood is stored in the form of chips, high moisture content entails degradation, health and self-ignition risks. Thus efficient methods for drying wood chips are vital. The present study evaluated the productivity of a solar drying system for wood chips developed by CONA Entwicklungs- und Handelsgesellschafts mbH. This system consists of solar-air collector panels, mounted on a roof, where air is heated up and then blown through wet wood chips, which are placed on sloping, perforated gratings inside the drying box. Thirty drying plants, 12 in Bavaria and 18 in Upper Austria, were part of the survey. Installed panel ranged from 24 to 348 m, drying box volume from 40 to 200 m loose and the yearly drying capacity from 300 to 5.000 m loose. Dry chips are mainly produced for owners consumption and sale. In average, 17 m loose can be dried per m of installed solar panel and year, resulting in an average final moisture content of 15 %. During the season of spring through autumn drying one lot of chips takes 1.5 to 3 weeks. It is possible to dry 21 lots per year. Manipulation takes about 2 hours per lot, resulting in costs of 0.50-2.00 per loose cubic meter. For ventilation, in average 3.9 kWh electric power are required per m loose, which is equivalent to costs of 1.00 per m loose. From one m loose of dry chips in average 0.7 MWh of heat can be produced, while 1.6 m loose of dry chips are consumed per produced MWh. In conclusion, this drying method proved to be very eco-efficient. Dry chips entail energy and fuel savings, improved storability, reduced degradation and fungal contamination and reduce the self-ignition risk to a minimum.