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Titelaufnahme

Titel
Effekt von Waldbrand auf die Mortalität und Regenerationsfähigkeit von Schutzwald im inneralpinen Raum am Fallbeispiel Absamer Vorberg / von Franz Stubenböck
VerfasserStubenböck, Franz
GutachterVacik, Harald
ErschienenWien, September 2016
UmfangXIII, 129, XVI Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Waldbrand, Schutzwald, Walddynamik, Naturgefahren, Verjüngung, Gebirgswald
Schlagwörter (EN)forest fire, protection forest, forest dynamics, natural hazards, rejuvenation, mountain forests
Schlagwörter (GND)Absam / Schutzwald / Waldbrand / Baumbestand / Verjüngung <Forstwirtschaft>
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20532 Persistent Identifier (URN)
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Effekt von Waldbrand auf die Mortalität und Regenerationsfähigkeit von Schutzwald im inneralpinen Raum am Fallbeispiel Absamer Vorberg [7.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Effekt des Waldbrandes auf die Baumvegetation und Verjüngung am Absamer Vorberg im mittleren Inntal in Tirol. Aufgrund des hohen Anteils an Standorts- und Objektschutzwald wurde hinsichtlich der Funktionserfüllung auf der Projektfläche eine Untersuchung der Schutzfunktionalität mittels des NaiS-Konzeptes nach Frehner et al. (2005) durchgeführt. Die Aufnahmen zur Bestandesbewertung erfolgten mittels Winkelzählproben, die Einschätzung der Verjüngung wurde anhand von Traktflächen mit den Maßen 4 x 25 m nach den Projektsteuerungsaufnahmen des Landes Tirols auf den 38 GPS-vermessenen Rasterpunkten erhoben. Gleichermaßen wurde auf diesen Traktflächen auch der Bodenbewuchs aufgenommen. Die Einteilung der untersuchten Plots in Schadstufen ermöglichte es, eine Aussage über die Effekte des Waldbrandes zu treffen. Bei der Untersuchung der Stammzahl, der Grundfläche und des Vorrats wird ein deutlicher Unterschied sichtbar. Die Stammzahl nimmt von 511 N/ha vor dem Brandereignis im Jahr 2014 auf 360,0 N/ha im Jahr 2015 nach Brand ab, die Grundfläche verringert sich von 21,1 m/ha auf 16,8 m/ha und der Vorrat nimmt von 123,9 VfmS/ha auf 101,7 VfmS/ha ab. Das mittlere Kronenprozent beträgt 86,3% und unterscheidet sich signifikant zwischen den Baumarten. Die mittlere Flammenhöhe nimmt mit der Schadstufe zu. Auch die Verjüngungssituation stellt sich in Abhängigkeit von der Schadstufe sehr unterschiedlich in Bezug auf Verjüngungszahl und Baumartenzusammensetzung dar. Besonders wichtig ist im Zusammenhang mit der Verjüngungsentwicklung die Etablierung der Begleitvegetation. Der dargestellte Bestandesaufbau wirkt sich nicht förderlich auf nachhaltige Schutzfunktionserfüllung bezogen auf Lawine, Steinschlag und Erosion aus. Die Schutzfunktionserfüllung ist nur teilweise gegeben. Die getroffenen Sofortmaßnahmen wirken sich jedoch großteils fördernd auf den Bestand und die damit verbundene Schutzfunktionserfüllung aus.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the effects of a wildfire on the trees and natural regeneration of the forests of Absamer Vorberg (AV) in the Inn valley (Tyrol). Due to the importance of the protection forest in the study area the fulfilment of the present protection function of the forest was evaluated according to the NaiS-concept (Sustainability in protection forests) by Frehner et al. (2005). The evaluation was done based on inventory data using the angle-count method on 38 plots predetermined by GPS data. The assessment of the natural regeneration was based on tract areas (4 x 25 meters) investigated by the Province of the Tyrol. In addition, the ground cover was recorded in these areas. As the investigated plots were classified according to damages it was possible to draw conclusions about the effects of the forest fire event: In examining the number of trees, the ground area and the growing stock, significant differences became visible. Before the fire in 2014 the number of stems was 511,5 N/ha, in 2015 after the fire event the number of stems was reduced to 360,0 N/ha, the ground area was reduced from 21,1 m/ha to 16,8 m/ha and the growing stock has diminished from 123,9 m/ha to 101,7 m/ha. The average ratio of the living crown amounts to 86,3 % and differs between the various tree species significantly. The medium height of flames increases with the level of damage. It turned out that depending on the damage classes the condition of the natural regeneration differs significantly in regard of number of stems and tree species composition. In this context the dominance of the understorey vegetation is very important for the establishment. As a final conclusion from this evaluation it can be drawn, that the main protection functions of the AV in respect of avalanche, rock fall and erosion are only partially fulfilled. However, the emergency measures have had largely positive effects for the future development of the forest and its protection function.