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Titelaufnahme

Titel
Validation of hock lesions as welfare indicator in dairy cows : a macroscopic, thermographic and histological study / submitted by Haager Daniela
VerfasserHaager, Daniela
Betreuer / BetreuerinWinckler, Christoph ; Leeb, Christine
ErschienenVienna, June 2016
Umfang48 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Mit deutscher Zusammenfassung
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Hautverletzungen, Haarverlust, Ulzeration, Milchkuh, Tierwohl, Validierung, Sprunggelenk, Thermografie, Histologie
Schlagwörter (EN)skin injuries, hair loss, ulceration, dairy cattle, animal welfare, validation, tarsal joint, thermography, histological examination
Schlagwörter (GND)Milchkuh / Laufstall / Sprunggelenkverletzung / Haarausfall
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20397 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Validation of hock lesions as welfare indicator in dairy cows [2.52 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Sprunggelenkschäden wie Haarverlust, Ulzerationen und Schwellungen zählen zu den häufigsten Technopathien bei Milchkühen. Auswirkungen dieser Schäden in Bezug auf Schmerzhaftigkeit und Leiden sind jedoch weitgehend unbekannt. Daher war das Ziel dieser Studie eine Validierung von Sprunggelenkschäden bei Milchkühen hinsichtlich Entzündungszeichen. Dafür wurden haarlose Stellen und Ulzerationen seitlich am Tarsus und Fersenbeinhöcker mittels Infrarotkamera und histologischer Methoden untersucht. Die Arbeit wurde in zwei Studien unterteilt, wovon die erste Studie in Zusammenarbeit mit der naturwissenschaftlichen Universität Warschau (SGGW) auf einem Milchviehbetrieb in Polen durchgeführt wurde. 172 Sprunggelenke von laktierenden Milchkühen wurden während des Melkens untersucht. Tarsus und Fersenbeinhöcker wurden visuell anhand einer vierteiligen Skala bewertet und Wärmebilder wurden mit einer Infrarotkamera (FLIR T440) aufgenommen. Die zweite Studie umfasste eine visuelle Bewertung und eine histologische Untersuchung von 25 Tarsen und 26 Fersenbeinhöcker von Milchkühen. Die Proben wurden an einem Schlachthof in Österreich gesammelt und die histologische Untersuchung wurde in Zusammenarbeit mit der Universität für Veterinärmedizin in Wien durchgeführt. In der ersten Studie führte eine Zunahme des Haarverlustes zu einem Anstieg der Hauttemperatur. Dieser Effekt wurde deutlicher an den Sprunggelenken, die zusätzlich eine Ulzeration zeigten. In der zweiten Studie waren bereits leichte Haarverluste durch entzündliche Prozesse gekennzeichnet. Eine Zunahme des Haarverlustes ging meist mit einer gesteigerten Entzündungsreaktion einher. Diese Ergebnisse unterstützen unsere Hypothese, dass bereits erste Anzeichen von Haarverlust am Sprunggelenk durch entzündliche Prozesse gekennzeichnet sind und daher relevant für das Wohlbefinden der Milchkuh sind. Weitere Forschung in Bezug auf Schmerzhaftigkeit, zeitliche Entwicklung und Ätiologie ist notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Hock lesions are common skin alterations in dairy cows. Previous studies have primarily focused on prevalence and respective risk factors. The precise impact of hock lesions on dairy cows health and welfare, e.g. in terms of pain and suffering, is largely unknown. In order to investigate the relevance of hock lesions for dairy cows welfare, we investigated signs of inflammation, especially hyperthermia and the presence of inflammatory cells through thermal imaging and histological methods. We assumed that already mild hock lesions, indicated by hair loss, are relevant for an animals welfare. The first study was carried out in cooperation with the University of Life Science Warsaw on a free-stall dairy farm in Poland. 172 tarsal joints of lactating dairy cows were investigated during milking. Two locations (hock and point of the hock) were visually scored on a four point categorical scale and thermal images (FLIR T440) were taken. The second study comprised visual scoring and histological examination of 25 hocks and 26 points of the hock of dairy cows; sampling was carried out at an abattoir in Austria and histological evaluation was performed in cooperation with the University of Veterinary Medicine in Vienna. In the first study (visual and thermographic examination) an increase in hair loss (in terms of size of the area affected) resulted in an increase in skin temperature. This effect became more evident at hocks and points of the hocks that additionally showed ulceration. In the second study already mild hair loss (no hair loss) was followed by mild tissue alterations. Moreover, an increase in hair loss was mostly reflected in an increased inflammatory response. These findings support our hypothesis that already mild hock lesions are followed by signs of an inflammation and are therefore relevant for dairy cows health and welfare. However, further research regarding painfulness, temporal development and aetiology of hock lesions in dairy cows is needed.