Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen zum Bestäuberangebot und Blühaspekt von Offenlandflächen an zwei Standorten am Rande der Stadt Wien / vorgelegt von: Alexander Diener
VerfasserDiener, Alexander
Betreuer / BetreuerinBernhardt, Georg ; Rasran, Leonid
ErschienenWien, März 2016
Umfang77, LXVI Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Buntbrachen Grünland Bestäuber Blühangebot Blühstreifen Blühaspekt Blühdeckung Insektenarten Insektenindividuen Insketenvielfalt
Schlagwörter (EN)wildflower strips wildflower stripes grassland pollinator pollinators flowering aspect flowering facet pollinator species number of pollinators
Schlagwörter (GND)Ackerrandstreifen / Insekten / Artenreichtum
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20330 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Untersuchungen zum Bestäuberangebot und Blühaspekt von Offenlandflächen an zwei Standorten am Rande der Stadt Wien [4.43 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Lebensgrundlage vieler bestäubender Insektenarten ist durch die Intensivierung der Landwirtschaft und dem damit verbundenen Lebensraumverlust stark zurückgegangen. In dieser Arbeit sollte herausgefunden werden, ob Buntbrachen einen Ersatz für das Grünland bieten können. Um diese Fragestellung zu klären wurden Buntbrachen- und Grünlandflächen an zwei verschiedenen Standorten auf 20 verschiedenen Flächen im Zeitraum von Mai bis Juli hinsichtlich ihres Blühangebots und des Vorkommens von bestäubenden Insekten untersucht. Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass Buntbrachen ein guter Ersatz für das Grünland sein können. Die Buntbrachen können einen ähnlich hohen Blühaspekt bilden wie das Grünland oder sogar einen wesentlich höheren. Jedoch ist dies nur für eine relativ kurze Zeit möglich. Der Grund dafür ist die Artenzusammensatzung der Buntbrachen aus sehr wenigen, fast ausschließlich einjährigen Pflanzenarten. Dadurch bieten diese nur über einen relativ kurzen Zeitraum Nahrung für die bestäubenden Insekten, wobei das Grünland über einen viel längeren Zeitraum Nahrung bieten kann. Dies führt dazu, dass auf den Buntbrachen nur für kurze Zeit ausreichend Inekten vorhanden sind. Ebenfalls hat die Anzahl der Pflanzenarten einen Einfluss auf den Blühaspekt, da dieser bei mehr blühenden Pflanzenarten über einen längeren Zeitraum für ein gutes Blühangebot sorgt. Außerdem fanden sich auf Flächen mit mehr verschiedenen Pflanzenarten mehr unterschiedliche Insektenarten. Dabei ist vor allem die Pflanzenartenzusammensetzung entscheidend. Ein ebenfalls wichtiger Einflussfaktor ist die Art der Bewirtschaftung. Dabei sind der Blühaspekt, sowie die Anzahl der Insektenarten, Insektenindividuen und Pflanzenarten auf extensivem Grünland höher als auf intensiv bewirtschaftetem Grünland. Ebenso können Buntbrachen, welche ein guter Ersatz für das Grünland sind, durch eine Mahd zum falschen Zeitpunkt ihren Wert als Ersatzlebensraum verlieren. Um dies zu verhindern, sollte die Pflanzenartenzusammensetzung artenreicher und in ihrer Blütezeit gestaffelter sein und es sollte auf die Mahd bis zum kompletten Abblühen verzichtet werden. Somit könnten Buntbrachen auch über einen längeren Zeitraum ein ausreichendes Blühangebot und eine höhere Insektenartenvielfalt und mehr Individuen beherbergen.

Zusammenfassung (Englisch)

For a lot of pollinators the livelihood declined because of the intensification of agriculture over the last decades. Because of the reduction of plant and animal diversity in modern agricultural landscape by habitat loss and other factors a lot of species are endangered. The task in this masters thesis is to figure out, if wildflower strips are a good surrogate for grassland. Therefor 20 plots, like wildflower strips and grassland, on two different locations were researched concerning their supply of flowering aspect and pollinators, during May, June and July 2015. The result is that wildflower strips are a good surrogate for grassland. Wildflower strips generate a better or quite similar flowering aspect like the grassland. However, it is just for a short period possible. The reason for that is the composition of the wildflower strips with only a few number of annual plant species. Consequently they offered just for a relatively short time nourishment for the pollinators, in contrast to the grassland which offered nourishment for a much longer time. That comes to a quite good number of pollinators on the wildflower strips, but just till such time as the flowering aspect is on a high level. Further, the number of plant species has an effect on the flowering aspect, because if there are more flowering species the flowering aspect is for a longer time on a higher level. Furthermore, a rising quantity of plant species leads to a rising quantity of pollinator species. Thereby is the combination of the different plant species on wildflower strips and on grassland essential. Another important factor is the way of cultivation. So flowering aspect, number of plant species and quantity of pollinator species and individuals were on extensive grassland much higher than on intensive grassland. Likewise wildflower strips, which are a good surrogate for grassland, can lose their value if they are cut down at the wrong moment. To prevent that, the combination of plant species should be more species-rich and the flowering time of the species should have a better distribution during the growing season. In addition it is very important that the wildflower strips are not cut down before they are completely finished with flowering. By doing this, wildflower stripes are able to be a good surrogate for grassland during a long time.