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Titelaufnahme

Titel
Aggregation as an anti-predator response in the two-spotted spider mite T. urticae / Lena Dittmann
VerfasserDittmann, Lena
Betreuer / BetreuerinSchausberger, Peter
ErschienenVienna, November 2015
Umfang47 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Aggregation, Anti-Prädationsverhalten, Prädationsrisiko, Gruppenbildung, Spinnmilbe, Raubmilbe, Tetranychus urticae, Phytoseiulus persimilis
Schlagwörter (EN)aggregation, anti-predator behavi(o)r, predation risk, group-living, spider mite, predatory mite, Tetranychus urticae, Phytoseiulus persimilis
Schlagwörter (GND)Phytoseiulus persimilis / Prädation / Spinnmilbe
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20042 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Aggregation as an anti-predator response in the two-spotted spider mite T. urticae [1.99 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Prädation übt einen starken Einfluss auf Morphologie, Lebenszyklus und Verhalten der Beuteorganismen aus. Als Reaktion auf den Prädationsdruck entwickeln Beuteorganismen spezielle Anti-Prädationsverhaltensweisen um das Prädationsrisiko zu minimieren. Das Leben in Gruppen kann das Risiko eines Individuums erbeutet zu werden zwischen den einzelnen Mitgliedern der Gruppe aufteilen. Gruppenbildung ermöglicht es ein frühzeitiges Auffinden durch den Räuber zu vermeiden. Meine Studie beschäftigt sich mit dem Aggregationsverhalten der Gemeinen Spinnmilbe Tetranychus urticae und den Auswirkungen auf die Prädation. Es wurden zwei Laborexperimente durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, ob erwachsene Spinnmilbenweibchen mit einer stärkeren Aggregation auf Spuren der Raubmilbe Phytoseiulus persimilis reagieren. Das zweite Ziel war, herauszufinden, ob Spinnmilben unter Prädationsrisiko von einer stärkeren Aggregation durch verbesserte Überlebenschancen profitieren. Untersucht wurde das zeitliche Auffinden, sowie die Attackrate und zeit, von einzeln und gruppiert platzierten Spinnmilbenweibchen durch ein Raubmilbenweibchen. Meine Studie zeigt, dass sich die Spinnmilbe T. urticae bei Prädationsrisiko durch die Raubmilbe P. persimilis dichter in Gruppen zusammenschließt. Als weiteres Anti-Prädationsverhalten der Spinnmilben trat eine erhöhte Aktivität unter Prädationsrisiko auf. Spinnmilben profitieren von einer dichteren Aggregation durch erhöhte Überlebenschancen, da es zu einem späteren Auffinden und Attackieren durch die Raubmilben und einem Verdünnungseffekt zwischen den Gruppenmitgliedern kommt. Das Finden und Attackieren eines Gruppenmitgliedes erhöhte nicht das Risiko für andere Gruppenmitglieder ebenfalls attackiert zu werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Predation has a strong influence on prey morphology, life history and behavior. In response to predation, prey organisms evolve special anti-predator behaviors to minimize predation risk. Living in groups can dilute the risk of predation between the individual members of the group. The formation of an aggregation can delay detection by a predator. Modifying the level of aggregation is a widespread phenomenon in group-living animals. My study was concerned with the aggregation behavior of the two-spotted spider mite Tetranychus urticae and the effects on predation. I tested this anti-predator behavior in two laboratory experiments. My first aim was finding out if adult spider mite females respond with tighter aggregation to the cues of the predatory mite Phytoseiulus persimilis. My second aim was finding out if spider mites under predation risk benefit of tighter aggregation in enhanced survival chances. I surveyed the encounter and attack risk of solitary and grouped spider mites over time by allowing a starved P. persimilis female to locate spider mite females fixed on leaf discs. My study reveals that the two-spotted spider mite T. urticae aggregates more tightly under predation risk of the predatory mite Phytoseiulus persimilis. A further anti-predator behavior of the spider mites was a higher activity under predation risk. The spider mites benefited from tighter aggregation in a higher survival chance due to delayed detection and attack by the predatory mite and the dilution effect. The encounter and attack of one group member did not increase the risk for the other individuals of that group to be attacked, as compared to solitary spider mites.