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Titelaufnahme

Titel
Agronomische und qualitative Eigenschaften von Roggen- und Dinkellandsorten unter inneralpinen Anbaubedingungen / vorgelegt von Monika Tobler
VerfasserTobler, Monika
GutachterGrausgruber, Heinrich ; Kandler, Wolfgang ; Partl, Christian
ErschienenWien, Jänner 2016
Umfangv, 131 Blätter, 34 verschieden gezählte Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Landsorte, Berggetreidebau, Roggen, Secale cereale, Dinkel, Triticum spelta, Pflanzenbau, Qualität, Mineralstoffe, inneralpiner Ackerbau
Schlagwörter (EN)Landrace, Alpine agriculture, rye, Secale cereale, spelt wheat, Triticum spelta, agronomy, quality, mineral element,
Schlagwörter (GND)Alpen / Berglandwirtschaft / Dinkel / Roggen / Getreidezüchtung / Landsorte / Genetische Variabilität / Genotyp
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-20019 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Agronomische und qualitative Eigenschaften von Roggen- und Dinkellandsorten unter inneralpinen Anbaubedingungen [6.55 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Beim Übergang von Land- zu Zuchtsorten kam es zu einem genetischen Flaschenhals wodurch ein Teil der vorhandenen Allele verloren ging. Um diese Allele auch in Zukunft nutzen zu können ist die Erhaltung von Landsorten als Genquelle wichtig. Adaptierte Landsorten können besonders für einen erfolgreichen Anbau in inneralpinen Lagen wichtig sein. Im Rahmen des Interreg-IV-Projektes CereAlp wurden unter anderem auf zwei Versuchsflächen in Imst 9 Dinkel- und 59 Roggenlandsorten der Tiroler Genbank gemeinsam mit drei Standard- bzw. fünf Zuchtsorten angebaut und auf ihr Nutzungspotential geprüft. Es wurde angenommen, dass sich die Zuchttypen hinsichtlich ihrer agronomischen und qualitativen Eigenschaften sowie bei den Mineralstoffkonzentrationen der Körner unterscheiden. Es wurden agronomische und qualitative Merkmale erhoben und mittels ICP-MS Mengen- und Spurenelemente quantifiziert. Die Landsorten unterschieden sich in vielen Merkmalen signifikant von den Vergleichssorten, wobei häufig die "modernen" Sorten die günstigeren Eigenschaften hatten. In manchen Merkmalen übertrafen aber einzelne, gut adaptierte Landsorten die Zuchtsorten. Auf Basis der erhobenen Merkmale wurden die Sorten mittels Clusteranalyse in phänotypische Gruppen unterteilt. Bei den Mineralstoffanalysen von Roggen wurden häufig höhere Konzentrationen für die Landsorten festgestellt, was wahrscheinlich auf die geringere Korngröße zurückzuführen ist. Bei Dinkel waren die Unterschiede nicht so ausgeprägt. Bei den Kontaminanten lagen die Messwerte beider Getreidearten unter den gesetzlichen Höchstwerten. Unter den Landsorten gab es eine hohe Diversität. Einige Genotypen konnten identifiziert werden, welche für die Verarbeitung, Biomasseproduktion, Züchtung und den Anbau im inneralpinen Gebiet durchaus von Interesse sein können.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to a genetic bottleneck, during the transition from landraces to cultivars, many alleles were lost. The preservation of these alleles as a source of genes for future needs in plant breeding or for growing in specific marginal areas like the inner Alpine regions is important. As a part of the Interreg-IV-Project CereAlp, 9 spelt- and 59 rye landraces from the Tyrolean genebank were cultivated together with modern check cultivars. Many agronomic and quality characteristics were evaluated. Moreover, minerals and trace elements were quantified using ICP-MS. Landraces differed in many parameters significantly from the check cultivars which usually performed better than the landraces. Some well adapted landraces were identified which outperformed the check cultivars with respect to some traits. Generally, the genetic variation is significantly higher in landraces for almost all traits. The tested germplasm was classified into phenotypic groups by multivariate statistics (i.e. principal components analysis and cluster analysis). For rye, concentrations of minerals and trace elements were generally higher for the landraces which is most probably due to a smaller kernel size. Concentrations of contaminants were in both species lower than the statutory maximum values. It can be concluded that some of the landraces can be of interest in terms of processing, biomass production, breeding and cultivation in the inner Alpine Areas.