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Titelaufnahme

Titel
Nutzungsauflassung in der Berglandwirtschaft : Ursachen und Auswirkungen der Nutzungsauflassung am Beispiel der Wiesen in Zell Winkel im Gebiet des Koschuta-Gebirges / eingereicht von Daniel Bogner
VerfasserBogner, Daniel
Begutachter / BegutachterinHolzner, Wolfgang ; Buchgraber, Karl
Betreuer / BetreuerinHolzner, Wolfgang
Erschienen2008
Umfang257 S., [48] Bl. : zahlr. Ill. und graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2008 28
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Nutzungsauflassung / Berglandwirtschaft / Biodiversität / Karawanken / Natura 2000 / artenreiche Wiesen / Interdisziplinarität / Systemmodell
Schlagwörter (EN)Abandonment of landuse / Mountain farming / Biodiversity / Karawanks / Natura 2000 / species-rich meadows / Interdisziplinary / System-model
Schlagwörter (GND)Zell <Klagenfurt-Land> / Berglandwirtschaft / Landwirtschaftliche Nutzfläche / Auflassung / Kulturlandschaft / Biodiversität
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-19638 Persistent Identifier (URN)
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Nutzungsauflassung in der Berglandwirtschaft [14.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Auflassung der Nutzung in der Berglandwirtschaft ist ein Phänomen, das seit Jahren zur Verwaldung ganzer Regionen, zum Verlust von Arten und Lebensräumen in der Kulturlandschaft führt. Dadurch sinkt die Biodiversität in den Berggebieten. Als Untersuchungsgebiet wurde Zell Winkel in den Karawanken ausgewählt, weil dort starke Verwaldungen stattgefunden haben. Die Untersuchung befaßt sich mit der Vegetation der Wiesen, der Agrarstruktur, den Sichtweisen der Bauern und der Entwicklung der Landschaft. Seit 1830 hat sich die landwirtschaftlichen Fläche von 1300 ha auf 200 ha reduziert. Bei den aufgelassenen Flächen handelt es sich um großflächige Magerweiden, Bergmähder und Almen. Die Wiesen in der Region sind sehr artenreich und für die Biodiversität sehr wertvoll. Verbrachte Flächen sind hingegen artenarm. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind Mutterkuhhalter im Nebenerwerb. Die Viehdichte ist mit 0.5 GVE/ ha gering. Förderungen und Agrarumweltprogramm sind von großer Bedeutung. Die Analyse mit GIS ergab, daß Steilheit, Erreichbarkeit und Besitzverhältnisse entscheidend auf die Auflassung von Flächen wirken. Die Sensititvätsanalyse nach Vester hat gezeigt, daß Bewirtschaftungserschwernisse, Einforstungsrechte sowie indirekt Urbanisierung und Globalisierung treibende Kräfte hinter der Nutzungsauflassung sind. Agrarförderungen halten das System in einem labilen Gleichgewicht. Aktivitäten zur Diversifizierung, sowie Kooperationen mit anderen Sektoren könnten die Landwirtschaft endogen stärken. Vier Szenarien zeigen mögliche Entwicklungen auf und empfehlen regionale Projekte zur Steigerung der Wertschöpfung, Ausweisung als Natura 2000 Gebiet und Neuregulierung der Einforstungsrechte, begleitet von einem Landmanagement.

Zusammenfassung (Englisch)

Abandonment of landuse in mountain agriculture is a lasting phenomenon causing reforestation of cultural landscape, loss of species and habitats and decline of biodiversity. The area of investigation was Zell Winkel, situated in the Karawanks, Carinthia, Austria. The interdisciplinary study deals with the vegetation of meadows, farming structures, attitudes of farmers and landscape development since 1830. Since then farmland area has decreased from 1300 ha to 200 ha. Many pastures and meadows are now forests. The remaining meadows are species rich and very important for Biodiversity. Abandoned farmland however is rather poor in species. The farms are mainly of part-time suckler cow husbandry type. Lifestock density is around 0.5 LFU und hence very low. Subsidies and agro-environmental payments are very important for the farms. Analysis with GIS shows that abandonment is mostly influenced by the factors steepness, accessibility and ownership relations. The sensitvity model of Vester shows the driving forces behind the phenomenon of abandonment: natural and social restrictions in landuse as well as urbanisation have the strongest effects. Subsidies and payments to farms keep the system of mountain agriculture in a weak balance. Possible ways to strenghen the farms in the region would be diversification (marketing of regional products and services) as well as cooperation with other sectors. Four szenarios give recommendations: regional projects to increase the added value, establishment of a Natura 2000 site, regulation of land use rights and establishment of a land management.