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Titelaufnahme

Titel
Nachwachsende Rohstoffe in Österreich : produktionstechnische und rechtliche Anforderungen sowie Optimierungsansätze zur Holzproduktion im Kurzumtrieb / eingereicht von Ferdinand Deim
VerfasserDeim, Ferdinand
Begutachter / BegutachterinNorer, Roland ; Liebhard, Peter
GutachterGroiss, Ruth Elvira
Erschienen2012
UmfangXV, 249 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Nachwachsende Rohstoffe / Holzproduktion im Kurzumtrieb
Schlagwörter (EN)renewable resources / short rotation coppice
Schlagwörter (GND)Österreich <Forstgesetz 1975> / Kurzumtrieb / Energiepflanzenbau
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-19181 Persistent Identifier (URN)
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Nachwachsende Rohstoffe in Österreich [3.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bereits vor über 20 Jahren befasste sich der Gesetzgeber mit Kurzumtriebsanlagen, welche mit der ForstG- Novelle 1987 in das ForstG 1975 aufgenommen wurden (BGBl 576/1987). § 1a Abs 5 leg cit zieht die Grenze zwischen Wald und landwirtschaftlicher Nutzung der Fläche. Entscheidend ist die rechtzeitige Meldung an die Behörde innerhalb von 10 Jahren nach Auspflanzung und die regelmäßige Ernte spätestens alle 30 Jahre. Wird für die ausgepflanzte Fläche die einheitliche Betriebsprämie (EBP) gem EG VO 73/2009 beantragt, so ist die Anlage im 20-jährigen Rhythmus zu ernten, da die INVEKOS-CC V 2010 die landwirtschaftliche Nutzung nur bis zu diesem Zeitraum zulässt. Ein Verabsäumen derselben löst Rückzahlungsverpflichtungen der erhaltenen EBP für diese Flächen aus. Um einiges umfangreicher sind die bundesländerspezifischen Regelungen. Hierunter fallen kulturflächenschutzrechtliche Bestimmungen, welche teilweise Abstandsauflagen zu benachbarten landwirtschaftlich genutzten Grundstücken beinhalten. Einen ebenso wesentlichen Bestandteil bilden die landschaftsschutzrechtlichen Vorgaben. Im Weiteren ist noch auf Abstände zu öffentlichen Verkehrswegen sowie auf Leitungsrechte und Probleme, welche sich in Bezug auf die Jagdwirtschaft ergeben, zu achten. Die Anpflanzung von selbst erzeugten, dem gemeinschaftlichen Sortenschutz unterliegenden Klonen durch den Landwirt ist verboten, ausgenommen bei Einigung mit dem Lizenzinhaber. Das Landwirteprivileg greift hier nicht, da Art 14 EG VO 2100/1994 dieses Privileg auf bestimmte Kulturgattungen beschränkt, worunter sich Pappeln und Weiden nicht einordnen lassen (LEIDWEIN, 2008). Die Holzproduktion im Kurzumtrieb (Energieholzerzeugung) wird in Punkt 1.5.2 der SRL ÖPUL 2007 von der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausgeschlossen und ist somit auch nicht beihilfefähig.

Zusammenfassung (Englisch)

In 1987 the first legislative measures concerning short rotation coppice (SRC) were implemented. Until now it is mainly the federal law regulating the notification of SRC and harvest frequency. Each federal state follows a more restricted law assuring the protection of cropland, beside these laws regulating the distances between SRC plantations and cropland, numbers of other regulations can have an effect on SRC. These include distances to public streets, high voltage transmission lines, pipelines and landscape saving measurements. Finally the hunters rights and duties have to be met. Other regulations affecting SRC concern the planting material. The article 14 EU decree 2100/1994, allowing the farmers to use part of their harvest of special cultures as propagating material, does not include popular of willow (Leidwein, 2008). An approval of the federal forest agency is needed for the import of forest propagation material into Austria. Payments out of the ÖPUL 2007 cannot be granted for SRC plantations (production of wood for energy purposes). The EU decree 73/2009 repeals the energy crop premium of the EU decree 1782/2003 and limits its validity for the year 2009.