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Titelaufnahme

Titel
Collembola in landscape ecology / eingereicht von Pascal Querner
Weitere Titel
Collembolen in der Landschaftsökologie
VerfasserQuerner, Pascal
Begutachter / BegutachterinBruckner, Alexander ; Wrbka,Thomas
GutachterBruckner, Alexander
Erschienen2008
Umfang83 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2008
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Collembola / Bodentiere / Landschaftsökologie / Feuer / Biodiversität / Sammelmethode
Schlagwörter (EN)Collembola / Soil animals / Landscape ecology / Fire / Biodiversity / Sampling
Schlagwörter (GND)Bodentiere / Landschaftsökologie / Springschwänze / Landschaftsökologie / Änderung
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-18657 Persistent Identifier (URN)
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Collembola in landscape ecology [0.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Einleitung der Arbeit gibt einen Überblick über landschaftsökologische Prozesse, die für Bodentiere relevant sein können. Themen wie Landschaftsheterogenität, Habitatfragmentierung, Landnutzungsgeschichte und Ausbreitung werden für Collembolen, Oribatiden, terrestrische Nematoden und Regenwürmer diskutiert. Die Gemeinschaften von Springschwänzen und Regenwürmern werden von Landschaftsstruktur, Nutzungsgeschichte und Fragmentierung beeinflusst. Um Collembolen in Biodiversitätsuntersuchungen und landschaftsökologischen Projekten besser untersuchen zu können wurden Bodenproben mit Barberfallen kombiniert, um die epigäischen und endogäischen Arten gleichermaßen adäquat zu besammeln. Es wurde gezeigt, dass damit ein Großteil der Arten mit einem stark reduzierten Sammel-, Sortier- und Bestimmungsaufwand gefunden werden kann. Um die Effekte eines natürlichen Feuers in einem subalpinen Latschenbestand zu untersuchen, wurden die Collembolengemeinschaften einer frischen, einer fünfzigjährigen und einer Referenzfläche verglichen. Unterschiedliche Gemeinschaften wurden gefunden und weisen darauf hin, dass weit mehr als fünfzig Jahre notwendig sind, um sich von einer großflächigen Landschaftsveränderung zu erholen. Der abschließende Teil untersucht den Effekt der Landschaftsstruktur auf Collembolen in Ackerflächen. Sowohl die epigäischen als auch die endogäischen Arten sind von der Struktur der Landschaft beeinflusst. Standortsparameter wie Bodenzahl und Deckung haben einen geringen Erklärungswert für die Diversität der Collembolen. Die Diversität der Landschaft in einem Radius von 1500 m um die Flächen hatte den besten Erklärungswert. Zwei räumliche Skalen konnten von Landschaftseinflüssen unterscheiden werden, nämlich in einem nahen Radius und 1500 m um die Flächen. Aktive Migration und passive Verdriftung von Tieren mit Wind sind vermutlich verantwortlich für diese Differenzierung.

Zusammenfassung (Englisch)

In the introduction of the thesis, an overview of landscape-level patterns and processes relevant for soil zoology is given. Issues like landscape heterogeneity, fragmentation, land use history and dispersal are discussed for Collembola, Oribatida, Gamasida, terrestrial nematodes and Lumbricidae. Springtails and earthworms were found to be affected by habitat fragmentation, land use history and landscape structure. To use Collembola in biodiversity assessments or landscape ecological projects, their sampling needs to be optimized. Pitfall traps and soil cores were combined to collect both eu- and epedaphic species. Identifying two to five replicates each collected a high total species number with a low sampling, sorting and identification effort. To investigate the effects of a natural forest fire and the following succession on the Collembola in a subalpine habitat a recently burned, a fifty year burned and a reference site were compared. The communities in all three sites were different, indicating that the Collembola need much longer than fifty years to recover from this large scale landscape change in this harsh subalpine environment. The final part of the thesis addresses effects of landscape heterogeneity on Collembola communities in agricultural fields. Both the eu- and epedaphic species were found to be influenced by the composition of the landscape surrounding the investigated sites. Site variables like soil index or vegetation cover had low explanatory power for the diversity. Landscape diversity at a 1,500 m radius around the fields was the best predicting landscape variable. Two spatial scales were found relevant for the landscape variables around the investigated fields, namely small scale effects at close radii and large scale effects at 1,000-2,000 m radii around the sites. Active migration and passive dispersal with wind might be responsible for this spatial differentiation. Probably both processes frequently take place in open landscapes.