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Titelaufnahme

Titel
Social stress in large groups of dairy goats : influence of presence of horns and introduction management of young goats / submitted by Simone Szabó
VerfasserSzabó, Simone
Begutachter / BegutachterinWinckler, Christoph ; Troxler, Josef
Betreuer / BetreuerinWaiblinger, Susanne
Erschienen2011
Umfang121 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Ziegen / Behornung / Haltung / Eingliederung / Verhalten / Streß / Nebennierenrindenaktivität
Schlagwörter (EN)goat / horns / housing / mixing / behaviour / stress / adrenocortical activity
Schlagwörter (GND)Ziegenhaltung / Nebennierenrindenhormon / Sozialer Stress
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-18547 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Social stress in large groups of dairy goats [2 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Intensivierung tierischer Produktionssysteme führt dazu, dass Ziegen andere Bedingungen in Ställen vorfinden als in ihrem natürlichen Lebensraum, z.B. wechselnde Herdenzusammensetzung, fehlende Raumstruktur. Dies kann zu sozialem Stress in Herden führen, der vermutlich in behornten Herden höher ist als in unbehornten, und Wohlbefinden, Gesundheit und Leistung von Tieren nachteilig beeinflussen. Diese Studie untersucht den Einfluss von Behornung und Zeitpunkt der Eingliederung von unbekannten Jungziegen in Gruppen anhand von Verhaltens- und physiologischen Parametern auf sozialen Stress. Der erste Teil wurde auf 2 Milchziegenbetrieben mit je hornlosen und behornten Ziegen (à 80 Tiere), in separaten Gruppen gehalten, durchgeführt. Liegenischen wurden zusätzlich eingebaut. Ergebnisse zeigen, dass hornlose Tiere öfter agonistisch im Allgemeinen und öfter mit Körperkontakt und ohne Erfolg interagierten als behornte. Abstände zwischen hornlosen Tieren im Fressgitter waren geringer, Euterverletzungen kamen meist weniger oft vor als bei behornten. Nebennierenrindenaktivität (NNRA) unterschied sich nicht bezüglich Behornung, bei der Körperkondition gab es nur geringfügige Unterschiede. Liegenischen wurden gut angenommen und unabhängig von Rang und Behornung genutzt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass hornlose Ziegen die Individualdistanzen höherrangiger Tiere weniger respektieren als behornte Tiere, wobei keine Anzeichen von erhöhtem sozialen Stress in behornten Herden gefunden wurden. Im zweiten Teil wurden Jungziegen (durch Mutter oder Tränke aufgezogen) in Gruppen von adulten Milchziegen zu 2 unterschiedlichen Zeitpunkten (alle Tiere trächtig/trockenstehend oder mit Kitz/laktierend) eingegliedert. Während der Trockenstehzeit waren Jungziegen häufiger Ziel agonistischer Interaktionen, die NNRA höher und Fressen und Liegen wurde weniger oft beobachtet als während des zweiten Zeitpunkts. Die Aufzucht beeinflusste die erhobenen Parameter nicht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Eingliederungen während Kitze noch in der Herde sind, mit weniger sozialem Stress für Jungziegen verbunden sind als in der Trockenstehphase. Die vorliegende Studie unterstreicht die Bedeutung von Management bzw. die untergeordnete Rolle der Behornung in Bezug auf soziale Stressreduktion.

Zusammenfassung (Englisch)

Animal production systems have been intensified in order to increase production, thus conditions for indoor housed goats differ largely from their natural habitat, e.g. unstable herds, missing spatial structure. These conditions might lead to social stress in herds, which is assumed to be higher in horned herds compared to hornless ones, affecting welfare, health and performance of animals adversely. This study investigates the influence of presence of horns and time of introduction of young dairy goats into groups on behavioural and physiological parameters indicating social stress. The first part was conducted on 2 dairy goat farms each with hornless and horned goats (à 80 animals) kept in separate groups. Resting platforms were additionally installed. Results show that hornless goats interact more often agonistically in general, more often with body contact and without success than horned goats. Hornless goats were feeding closer to each other and occurrence of udder injuries was mostly lower than in horned goats. Differences in body condition were minor and adrenocortical activity did not differ between hornless and horned goats. Resting platforms were used frequently, irrespective of rank and horns. Results suggest that hornless goats are respecting social distances of dominant individuals less than horned goats, yet there are no indicators of increased social stress in horned compared to hornless goat herds. For the second part young goats (mother reared or artificially) were introduced into herds of adult goats at 2 different periods (all animals pregnant/DRY or with their KIDS/lactating). During DRY young goats received more agonistic behaviours, adrenocortical activity was higher, feeding and lying behaviour was even less often observed and young goats had other young goats as neighbours more often compared to KIDS. Type of rearing did not affect parameters. These results indicate that young dairy goats experience less social stress when being introduced into a herd of adult dairy goats shortly after parturition with kids still present as compared to the dry period. In conclusion there are no indications that horned goat herds are exposed to higher levels of social stress than hornless ones. Yet results are pointing toward the importance of management in order to reduce social stress in dairy goats.