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Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von Klimaänderung, Bodenbearbeitung und Saattermin auf den Wasserhaushalt und das Ertragspotential von Getreide im Marchfeld / eingereicht von Pablo Rischbeck
VerfasserRischbeck, Pablo
Begutachter / BegutachterinEitzinger, Josef ; Kromp-Kolb, Helga
GutachterEitzinger, Josef
Erschienen2007
Umfang155 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Minimalbodenbearbeitung / Klimawandel / Saattermin / Weizen / Gerste
Schlagwörter (EN)minimum tillage / climate change / sowing date / wheat / barley
Schlagwörter (GND)Marchfeld / Getreidebau / Klimaänderung / Anpassung / Minimalbearbeitung / Saatzeit
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-18295 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von Klimaänderung, Bodenbearbeitung und Saattermin auf den Wasserhaushalt und das Ertragspotential von Getreide im Marchfeld [15.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, ob eine Umstellung der Bodenbearbeitung und eine Verschiebung der durchschnittlichen Saattermine geeignete Strategien für die Region Marchfeld zur An- passung des Getreidebaus an den Klimawandel sind. Auf Grund- lage eines Bodenbearbeitungsversuchs am Standort Raasdorf (NÖ) wurde eine Pflanzenwachstumssimulation für Winterweizen und Sommergerste für die Region Marchfeld durchgeführt. Die Simulation führte zum Ergebnis, dass der Ersatz des Pflugs durch Minimalbodenbearbeitung und Direktsaat zu einer Steigerung der nutzbaren Feldkapazität der Böden, zu einer besseren Wasser- versorgung der Kulturpflanzen und zu einer Verringerung der un- produktiven Wasserverluste führt. Das Ertragspotential im Marchfeld erhöht sich unter gegenwärtigen Klimabedingungen (1971-2005) bei einer Umstellung um +1,4% bei Winterweizen und um +2,6% bei Sommergerste (nur auf den Faktor Bodenbearbeitung zurück zu führen). Der Klimawandel erfordert eine Verschiebung des durchschnittlichen Saattermins bei Winterweizen um maximal 14 Tage von 14. Oktober auf den 16. Oktober (HadCM 2025 LOW) bis 28. Oktober (HadCM 2050 HIGH). Bei Sommergerste soll die Saat aufgrund des Klimawandels vorverlegt werden. Sie soll von durchschnittlich 14. März auf 7. März (HadCM 2050 HIGH) bis 12. März (HadCM 2025 LOW und 2050 LOW) verschoben werden. Das Ertragspotential steigt bei Winterweizen, vor allem aufgrund eines CO2 Düngungseffekts, um +4,8% (2025 LOW, Pflug) bis +12,3% (2050 HIGH, Pflug) an. Bei Sommergerste führt zunehmende Aridität zu einer Senkung des Ertragspotentials um -1,9% (2025 HIGH) bzw. mit +0,1% zu einer Stagnation (2050 HIGH). Die Bedeutung der Minimalboden- bearbeitung zur Verringerung von Trockenstress bei Getreide nimmt bei zunehmend ariden Bedingungen im Zuge des Klimawandels zu.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the scope of this work it was examined, whether an ad- justment of tillage and a shift of average sowing dates are ade- quate strategies to adapt cereal cultivation in the Marchfeld region (Eastern Austria) towards climate change. Based on a tillage field trial at Raasdorf (Lower Austria) plant growth of winter wheat and spring barley in the Marchfeld region was simulated. The replace- ment of the plough by minimum tillage and direct drilling leads to an increase of plant available field capacity, a better water supply for the cereal crops and a decrease of unproductive water losses. Due to a replacement the yield potential of winter wheat in the Marchfeld region increases under present climate conditions (1971-2005) by +1,4% and for spring barley by +2,6% (only due to the factor tillage). Climate change demands a delay of the average sowing date of winter wheat of max. 14 days from Oct. 14th to Oct. 16th (HadCM 2025 LOW) or Oct. 28th (HadCM 2050 HIGH). In the case of spring barley climate change demands an earlier average sowing date, it should be shifted from Mar. 14th to Mar. 7th (HadCM 2050 HIGH) or Mar. 12th (HadCM 2025 LOWund 2050 LOW). Yield potential of winter wheat increases, especially due to the CO2-fertilizing effect, by +4,8% (2025 LOW, plough) to +12,3% (2050 HIGH, plough). For spring barley increased aridity leads to a decrease of the yield potential of by -1,9% (2025 HIGH) and to a stagnation in the long run (2050 HIGH). The increasing aridity due to climate change enhances the importance of minimum tillage for the mitigation of drought stress for cereal crops.