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Titelaufnahme

Titel
The role of small mammals as vectors for spores of ectomycorrhizal fungi in Central European mountain forests / vorgelegt von Susanne Schickmann
VerfasserSchickmann, Susanne
Begutachter / BegutachterinGodbold, Douglas ; Greilhuber-Krisai, Irmgard
GutachterHackländer, Klaus
Erschienen2012
UmfangGetr. Zählung : Ill., graph, Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kleinsäuger / Mykophagie / Ektomykorrhiza / Pilze / Verbreitung / DNA-Extraktion / Inokulation
Schlagwörter (EN)Small mammals / mycophagy / ectomycorrhiza / fungi / dispersal / DNA extraction / inoculation
Schlagwörter (GND)Mitteleuropa / Gebirgswald / Ektotrophe Mykorrhiza / Spore / Verbreitung / Kleinsäuger
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-18043 Persistent Identifier (URN)
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The role of small mammals as vectors for spores of ectomycorrhizal fungi in Central European mountain forests [4.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die wichtigen Wechselwirkungen zwischen Mykorrhizapilzen und Bäumen sind allgemein bekannt, aber diese Pilze sind oftmals abhängig von Tieren zur Verbreitung ihrer Sporen, da sie unterirdische Fruchtkörper bilden. Die Beziehung zwischen Kleinsäugern und Mykorrhizapilzen bildet daher einen weiteren wichtigen Baustein im "wood wide web". In mitteleuropäischen Bergwäldern gab es bis jetzt kaum Untersuchungen über die Vektorfunktion von Kleinsäugern in verschiedenen Waldtypen. Um dies zu ändern nutzten wir eine Vielfalt von methodischen Ansätzen. Wir fingen Kleinsäuger und nahmen Kotproben, in denen die Anzahl und Art der Pilzsporen lichtmikroskopisch und durch DNA-Extraktion bestimmt wurden. Wir führten außerdem Inokulationsexperimente im Glashaus mit sterilen Keimlingen von Fichte, Tanne und Buche durch. Unser Projekt war eines der ersten, die die Mycophagy von Kleinsäugern einer Gemeinschaft in verschieden bewirtschafteten Waldtypen in Mitteleuropa untersuchten und wir fanden eine deutlich höhere Vielfalt von Pilzarten und mehr mykophage Kleinsäugerarten als bisher vermutet. Wir fanden Sporenmengen von Mykorrhizapilzen in Proben von Spitzmäusen, die auf eine aktive Aufnahme von Pilzen hindeuten. Kleinsäugermykophagie zeigt geografische Variation, aber auch Unterschiede zwischen verschiedenen Waldbewirtschaftungsarten. Wir entwickelten ein erfolgreiches Protokoll zur DNA-Extraktion und konnten qualitativ hochwertige DNA aus den Kotproben extrahieren. Die Inokulationsversuche lieferten aufgrund von Hitzestress der Keimlinge nicht die gewünschten Ergebnisse. Unsere Ergebnisse erlauben nicht nur ein besseres Verständnis der Nahrungsökologie von Kleinsäugern, sondern auch Einsichten in die Verbreitungswege von Mykorrhizapilzsporen. Die negative besetzte Rolle der Kleinsäuger als Samenprädatoren und Baumschädlinge muss demnach revidiert werden und ihre positive Rolle als wichtige Vektoren von symbiotischen Pilzen anerkannt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The important relationship between mycorrhizal fungi and forest trees is widely acknowledged, however these mostly hypogeous fungi rely on animals for their spore distribution. The relationship of these fungi and small mammals therefore forms another important bipartite network within forests. For Central European mountainous forests the vector function of small mammals is hardly known so far. To assess it in differently managed mountainous forests we used a variety of approaches. We live trapped small mammals in the Dürrenstein Wilderness Area (Lower Austria) and the Rosalia Demonstration Forest (Burgenland), sampled each individual once and analysed fecal samples with a light microscope counting and identifying fungal spores in 50 random fields of view. We extracted fungal DNA for a DNA based identification of consumed fungal species. We carried out inoculation experiments with sterile seedlings of spruce, fir, and beech and diluted fecal samples in the greenhouse. Our project was one of the first to thoroughly examine small mammal mycophagy of a small mammal community in Central Europe and we found a much higher diversity of fungal species consumed and more small mammal species to be mycophagous than previously known. We found considerable amounts of spores in shrew samples, suggesting that they might directly feed on fungi as well. Mycophagy of small mammals shows geographic variation as well as variation between forest areas. We successfully developed and applied a DNA extraction protocol and could extract DNA in good quality for downstream analysis. Inoculation trials did not yield the expected results due to heat stress of the seedlings. Our results do not only allow for a better understanding of the feeding ecology of small mammals but also for insights into potential dispersal mechanisms of mycorrhizal fungal spores. The traditional role fo small mammals as seed predators thus needs to be revised and their importance needs to be made more widely known.