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Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen zur Optimierung der österreichischen Schafzucht / vorgelegt von Lina Grill
VerfasserGrill, Lina
Begutachter / BegutachterinKnaus, Wilhelm ; Mueller, Joaquin
Betreuer / BetreuerinFürst-Waltl, Birgit
Erschienen2015
Umfang69 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheMehrsprachig
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Leistungsprüfung / Fleisch / Schafe / Zuchtplanung / genetische Parameter / Inzucht / Zuchtwertschätzung
Schlagwörter (EN)Performance testing / meat / sheep / breeding scheme / genetic Parameter / inbreeding / breeding values
Schlagwörter (GND)Österreich / Schaf / Viehwirtschaft / Zuchtprogramm
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-18032 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchungen zur Optimierung der österreichischen Schafzucht [11.19 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit besteht aus vier Studien: Die erste Studie beschäftigte sich mit dem Inzuchtgrad innerhalb verschiedener österreichischer Schafrassen und untersuchte einen möglichen Effekt der individuellen Inzucht (berechnet auf Pedigreebasis) auf verschiedene Merkmale der Mast- bzw. Fleischleistung. Trotz geringer Populationsgrößen wurde ein durchschnittlich niedriger Grad an Inzucht (Ø F 1,5-3 %) festgestellt. Nur wenige Merkmale waren signifikant durch Inzucht beeinflusst. Diese Effekte waren sowohl positiv als auch negativ, sie waren gering, meist nicht-linear und unterschiedlich innerhalb der einzelnen Rassen. Die zweite Studie beinhaltete die genetische Parameterschätzung für verschiedene Merkmale der Fleischleistungsprüfung und den Vergleich der Prüfmethoden US und CT. Die Heritabilitäten lagen bei 0,16 (Tageszunahme), bei 0,28/0,29 (US-Merkmale) bzw. im Bereich 0,24-0,40 (CT-Merkmale). Die subjektiv vergebenen Bemuskelungsnoten zeigten jedoch sehr niedrige Erblichkeiten. US- und CT-Merkmale waren hoch positiv miteinander korreliert (0,56-0,95). Die dritte Studie untersuchte die Vorhersagekraft der Lebendprüfung mittels Ultraschall unter Routinebedingungen für die Schlachtkörperqualität des Tieres. Es zeigte sich, dass die US-Muskeldicke ein guter Indikator für die Muskelmasse am Schlachtkörper sowie EUROP Fleischigkeitsklasse ist, und die US-Fettauflage gut auf Fettmasse sowie Schlachtkörperzusammensetzung (Muskel- und Fettanteil) schließen lässt. Die Wiederholbarkeit der US-Prüfung war ebenfalls zufriedenstellend (0,90-0,95). Der Vergleich dreier anatomischer Messstellen für die US-Prüfung brachte keine eindeutigen Ergebnisse. Die vierte Studie simulierte den möglichen Zuchtfortschritt pro Jahr bei Fleisch- und Landschafen mit Fleischleistungsprüfung mit Hilfe eines komplexen deterministischen Ansatzes. Dazu wurden verschiedene Varianten der wirtschaftlichen Gewichtung von Merkmalen im Zuchtziel verglichen. Es zeigte sich, dass die Reduktion der Fettauflage nur möglich wird, wenn diesem Merkmal im Fleischindex ein wirtschaftliches Gewicht zugeordnet wird. Das Merkmal EUROP Fleischigkeitsklasse sollte hingegen unter den derzeitigen Bedingungen nicht in den Fleischindex eingehen. Weiters wird der Zuchtfortschritt durch eine Erhöhung des Prüfanteils sowie eine Senkung des Widderanteils gesteigert.

Zusammenfassung (Englisch)

Four studies are presented: The aim of the first study was to evaluate the level of inbreeding of meat performance tested herd book sheep in Austria and to evaluate the effect of individual inbreeding on growth and CT scan carcass traits. Levels of inbreeding were low with Ø F of 1.5-3.1 %. Only few traits were significantly affected by inbreeding. Both positive and negative effects were found. The effects were small, most often nonlinear and varied across breeds. The second study aimed to estimate genetic parameters for performance traits and to compare both methods for performance testing. Estimated direct heritabilities were 0.16 (average daily gain), 0.28/0.29 (US traits), and 0.24-0.40 (CT traits), respectively. Subjective muscling scores showed very low heritabilities. High genetic correlations (0.56-0.95) were found between US and CT traits. Aims of the third study were to evaluate the routine ultrasound scanning system for meat sheep in Austria in terms to predict carcass quality and composition. The results showed that muscle scans are valuable to estimate amount of carcass lean and EUROP conformation class, but fat scans have greater power to predict the fattiness of the carcass as well as carcass composition (lean and fat percentage). The repeatability for US scanning was satisfactory (0.90 to 0.95). The comparison of three anatomical scanning sites did not give definite results. The fourth study simulated the annual genetic gain for Austrian meat and land sheep, respectively. Model calculations focused on different weights of traits in the meat index and improvement of the performance testing regime. An improvement of the performance testing scheme by increasing the test capacity is suggested because of the possible higher selection intensity. Further, the number of ewes per ram should preferably be increased in meat sheep.