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Titelaufnahme

Titel
Rollstuhlfahren in Parks : ein Katalog mit Planungs-, Gestaltungs- und Bauprinzipien für barrierefreie, urbane Park- und Wegeanlagen / eingereicht von Ulrike Pitha
VerfasserPitha, Ulrike
Begutachter / BegutachterinFlorineth, Florin ; Frohmann, Erwin
GutachterFlorineth, Florin
Erschienen2009
Umfang411 S. : Ill.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Barrierefreiheit / RollstuhlfahrerInnen / Parkanlagen / Wegebeläge / Planungskatalog
Schlagwörter (EN)Accessibility / Wheelchair Users / Parks / Path Surfaces / Planning Cataloge
Schlagwörter (GND)Park / Rollstuhlfahren / Barrierefreiheit
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-17872 Persistent Identifier (URN)
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Rollstuhlfahren in Parks [22.7 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Parks bieten Erholungsraum. RollstuhlfahrerInnen können sie oft nicht nutzen, da sie unzureichend barrierefrei sind. Ziel ist es, herauszufinden, wie Parks und Wegebeläge ausgeführt sein müssen, damit sie von ihnen genutzt werden können. Geeignete Beläge sollen gefunden werden. Drei Ansätze wurden gewählt, um zu einem Planungskatalog für barrierefreie Parks zu kommen: In Interviews erzählten RollstuhlfahrerInnen ihre Erfahrungen. Mithilfe von Vibrationsmessungen und Bewertungen wurden die Berollungseigenschaften von Belägen untersucht. Parks in Vancouver und in Wien wurden hinsichtlich der vorgefundenen Barrierefreiheit analysiert. Der Katalog beinhaltet folgende Prinzipien: Parks müssen überschaubar, strukturiert und sicher gestaltet sein. Für RollstuhlfahrerInnen erreichbare und lesbare Hinweise verbessern die Orientierung und die Einschätzung von Gefahren. Das Vorhandensein von barrierefreien Toiletten ist erforderlich. Der Anschluss an einen barrierefreien Straßenraum macht Parks erreichbar. Wege müssen ausreichend breit sein (150cm, min.100cm). Ein max. Längsgefälle von 6% und seitenwechselndes einseitiges oder beidseitiges Quergefälle (2%) sind fahrend mit Rollstühlen schaffbar. Absenkungen von Kanten und Rampen statt Treppen sind notwendig. Beläge müssen griffig, mit wenig Kraftaufwand, erschütterungsarm und sicher berollbar sein. Die Untersuchungen zeigten, dass Asphaltdecken und Betonsteinplattenbeläge mit kleinstrukturierten Oberflächen, ohne Fasungen und fugenlos auf Stoß gesetzt sich am besten für die Berollung eignen. Plattenbeläge mit breiten, mangelhaft verfüllten Fugen und stark strukturierten Oberflächen sind weniger gut befahrbar. Natursteinpflaster und Rasen schnitten am schlechtesten ab. Wassergebundene Decken, lose Kiesflächen oder Rindenmulch werden nicht akzeptiert. Der Katalog soll als Hilfestellung bei der Planung von barrierefreien Parks von EntscheidungsträgerInnen, Planenden und Ausführenden herangezogen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Parks provide recreation areas. Currently wheelchair users are restricted in visiting parks by inadequate accessibility. The aim is to make out how parks and path surfaces must be designed to enable wheelchair use. The suitability of path surfaces shall be investigated. Three approaches were chosen to develop a planning cataloge for barrier-free parks: During interviews wheelchair users narrated their experiences. The wheelchair usability of path surfaces was observed by measurements of mechanical vibrations und evaluations. Regarding accessibility parks in Vancouver and Vienna were analyzed. The cataloge includes following principles: Wheelchair users only visit parks which are well-structured and designed safely. Accessible and readable information improve the spatial orientation and help to estimate dangerous spots. Barrier-free restrooms in parks are necessary. Only a barrier-free connection of parks to barrier-free sidewalks makes parks accessible. Park ways must have an adequate width (150cms, min. 100cms). Rolling with wheelchairs can be managed on ways with a max. running inclination of 6% and max. cross slope inclination of 2%. Alternating one-sided cross slopes or raised cross slopes are easier to use for wheelchair users. Curb ramps and ramps instead of stairs complete barrier-free ways. Path surfaces must be skid resistant and should allow stressless, low-vibration and secure rolling. The measurements of mechanical vibrations and the evaluations showed that asphalt and slate pavers made of concrete with minimal texture, without chamfer and joints are most qualified for wheeling. Rolling on rough textured slate pavers with wide joints and poor infilling is less comfortable. Paving and lawn achieved the worst results in the tests. Gravel ways and surfaces with loose shingle or bark mulch are not accepted. The developed cataloge shall provide planning support for barrier-free parks. It can be used by decision makers, planners and constructors.