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Titelaufnahme

Titel
Traubenausdünnung bei Vitis vinifera L. cv. Zweigelt : Einfluss auf Physiologie, Wasserhaushalt und Qualität von Blatt und Beere / eingereicht von Michael Grieszler
VerfasserGrieszler, Michael
Begutachter / BegutachterinKikuta, Silvia ; Steinkellner, Sigrid
GutachterRedl, Helmut
Erschienen2013
Umfang184 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2013
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Traubenausdünnung / Beerenentwicklung / Zweigelt / Physiologie / Qualität
Schlagwörter (EN)cluster thinning / berry development / Zweigelt / physiology / quality
Schlagwörter (GND)Zweigelt / Ausdünnung / Pflanzenwachstum / Ertragsbildung / Qualität
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-17765 Persistent Identifier (URN)
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Traubenausdünnung bei Vitis vinifera L. cv. Zweigelt [1.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den Jahren 2010 und 2011 wurden bei der Rotweinsorte Zweigelt an einem Standort im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland (Burgenland, Österreich) Untersuchungen zur Fruchtansatzregulierung in Form der manuellen Traubenausdünnung durchgeführt. Die Auswirkungen von einer kurz nach Rebblüte (BBCH 73) vorgenommenen Traubenteilung (TT) und einer Einzeltraubenausdünnung (ETA) auf physiologische Parameter, Wasserhaushalt und die Erntequalität im Vergleich zu Reben mit unkorrigiertem Fruchtbehang sollten erforscht werden. In den beiden witterungsmäßig unterschiedlichen Versuchsjahren hatten die Blätter von Trieben (1.-6. Nodium) ohne Fruchtansatzregulierung generell ein negativeres Predawn Water Potential (PWP) und einen niedrigeren Relative Water Content (RWC), also mehr Wasserstress, einen niedrigeren N- und Mg-Gehalt und ein weniger negatives osmotisches Potential (d.h. eine geringere Konzentration an osmotisch wirksamen Substanzen). Auch die Beeren dieser Kontrollvariante hatten gegenüber den Ertragsregulierungen einen geringeren RWC, ein geringer negatives osmotisches Potential (OP), einen niedrigeren Ascorbatgehalt, weniger N, mehr Ca, ein geringeres Beerengewicht und volumen, aber zur Lese eine annähernd gleich hohe Mostgradation. Während unter ungünstigeren Bedingungen (2010) mehr titrierbare Säure im Most (um 3 g/l) bei unausgedünnten Reben vorlag, war im sonnenreichen Jahr (2011) diesbezüglich kaum ein Unterschied festzustellen. Die Reben ohne Ertragsregulierung reagierten mit stärkerer Jahresschwankung (Ertrag, Mostgewicht, titrierbare Säure). Im direkten Vergleich der beiden Fruchtansatzregulierungen hatten die Blätter der ETA eine bessere Wasserversorgung (anhand PWP und RWC), einen höheren N- und Mg-Gehalt und ein negativeres OP. Bei den Beeren der ETA war ein höherer RWC, ein negativeres OP, höhere Ascorbatgehalte, mehr N und mehr gärungsrelevante N-Formen, weniger Ca, ein höheres Beerengewicht und volumen und die stärkste Reifeverfrühung nachzuweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the years 2010 and 2011 experiments with manual cluster thinning had been executed on the red vine variety Zweigelt in the Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland (Burgenland, Austria). The aim of this study was to search for effects of a 0.5 cluster thinning (0.5CT) and a single cluster thinning (STC), which had been established only 2 weeks after flowering (BBCH 73), on physiological parameters, water relations and quality parameters compared to vines without cluster thinning. In both, referring to weather conditions, very different experimental years, the leaves of shoots (1st to 6th node) without crop thinning generally showed a more negative predawn water potential (PWP), a lower relative water content (RWC) and therefore more water stress, a lower N- and Mg-concentration and a less negative osmotic potential (lower concentration of osmotic active substances). Also, the berries of this unthinned control showed a lower RWC, a less negative osmotic potential (OP), a lower ascorbate content, less N, more Ca, a lower berry weight and, however an approximately similar level of must weight at harvest. Whereas under unfavorable climatic conditions (2010) distinctly more titratable acid (about 3 g/l) was present in the berry juice. In the sunny year (2011) there was hardly a difference as to that. The unthinned grapevines reacted with more intense year dependent fluctuations (yield, must weight, titratable acid) compared with cluster thinned ones. By comparison of both cluster thinning practices, leaves of the SCT had a better water supply (referring to PWP and RWC), a higher N- and Mg-content and a more negative OP. The berries of the SCT had a higher RWC, a more negative OP, a higher ascorbate content, more N and more relevant N-compounds for alcoholic fermentation, less Ca, a higher berry weight and volume and the most intense earliness in ripening.