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Titelaufnahme

Titel
Die potentiell natürliche Vegetation des Vinschgauer Sonnenberges : Umwandlung der Vinschgauer Schwarzföhrenforste in naturnahe Bestände / vorgelegt von Hanspeter Staffler
VerfasserStaffler, Hanspeter
Begutachter / BegutachterinKarrer, Gerhard ; Florineth, Florin
GutachterKarrer, Gerhard
Erschienen2009
Umfang200 S. : 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Univ. für Bodenkultur, Diss., 2009
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Pinus nigra ssp. nigra / Flaumeiche / Rotföhre / Lärche / Schwarzföhre / Aufforstung / potentiell natürliche Waldvegetation / trockene Waldböden / Pararendzina / Südtirol
Schlagwörter (EN)Pinus nigra ssp. nigra / Quercus pubescens / Pinus sylvestris / Larix decidua / Austrian Pine / reforestation / potentially natural forest vegetation / dry forest soil / pararendzina / South Tyrol
Schlagwörter (GND)Vinschgau / Österreichische Schwarzkiefer / Waldbestand / Umwandlung / Natürliche Vegetation
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-17746 Persistent Identifier (URN)
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Die potentiell natürliche Vegetation des Vinschgauer Sonnenberges [18.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden am Vinschgauer Sonnenberg in mehreren Perioden insgesamt 940 Hektar Schwarzföhrenbestände (Pinus nigra ssp. nigra) auf ehemaligen Trockenrasenstandorten aufgeforstet. Um 1970 zeigte sich aber, dass sich der Kiefernprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa DEN. & SCHIFF) optimal in diesen Beständen zu entwickeln vermag. Anfangs solange die Bäume noch klein waren konnte dem Problem mechanisch begegnet werden, indem die Nester mitsamt den Ästen von den Bäumen abgesägt und anschließend verbrannt wurden. Mit zunehmender Höhe der Bäume war dies nicht mehr möglich und die Fraßschäden wurden immer gravierender. Mittlerweile werden die Bestände jährlich mit einem speziellen Bacillus thuringensis-Stamm vom Helikopter aus besprüht. Da man damit aber nur die Symptome behandelt, wurde vom zuständigen Forstamt eine ökologische Studie angeregt, die einen nachhaltigen, standortsgemäßen Bestandesmanagementplan zum Ziel haben sollte. In einem ersten Schritt wurden sowohl die Schwarzföhrenforste als auch aktuelle naturnahe Referenzbestände vegetations- und standortsökologisch untersucht. Durch die Korrelationsanalyse der aktuellen Standortsfaktoren und der aktuellen Bestandeszusammensetzungen der naturnahen Bestände konnten die entscheidenden Standortfaktoren für standortsgerechte Zielbestände und ein entsprechendes Managementkonzept für die Schwarzföhrenforste erarbeitet werden. Aufgrund der Analyseergebnisse lässt sich nun sagen, dass die Schwarzföhrenforste je nach Standort von autochthonen und naturnahen Flaumeichen-, Rotföhren- oder Lärchenbeständen ersetzt werden können. Das heißt, für die konkreten Standorte der Schwarzföhrenforste wurde die potenziell naturnahe Waldvegetation ermittelt, welche in Form einer Karte und eines Geländeschlüssels dargestellt wurde. Die zukünftige Bewirtschaftung kann sich nun an diesen Zielbeständen orientieren.

Zusammenfassung (Englisch)

In the 19th and 20th century 940 hectares of Austrian Pine forest (Pinus nigra ssp. nigra) were planted on the Sonnenberg (Vinschgau, Italy) to recultivete various types of open xerothermic grassland. Around 1970 it became obvious that the pine processionary caterpillar (Thaumetopoea pityocampa DEN. & SCHIFF) found optimal conditions for its development in those forests. In the the early phase of infection when the Austrian Pine trees were still small it was possible to cut off and burn the nests and branches. With increasing height of the trees this was no longer possible and the damages of the trees became serious. Since that time the Pine forests are treated by a special Bacillus thuringensis-tribe spread by helicopter. Because such activity can be considered as symptom fighting, the responsible forest administration initialised an ecological study aiming the establishment of sustainable forest management concepts. In a first step the secondary Pine forests as well as adjacent more or less natural forests were analysed focussing on theis stand structure and species composition as well as on their site preferences. A correlation analysis gave the way to formulate target states of future stands composed of site adequate potential vegetation types for all secondary Austrian Pine forest stands. Based on those results it can be concluded that selected stands of Austrian Pine forest can be replaced by site adequate natural mixed deciduous and coniferous forest (Quercus pubescens, Pinus sylvestris or Larix decidua forest). Additional maps show the potentially natural forest vegetation and a separate site key helps in decision making in the field. From now on future forest management can be organized in a sustainable manner.