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Titelaufnahme

Titel
Integration von Risikomanagement in die forstbetriebliche Produktionsplanung und Ertragsregelung / eingereicht von Dipl.Ingg. Daniel Mutenthaler
Weitere Titel
Integration of Risk Management in Production Planning and Harvest Scheduling
VerfasserMutenthaler, Daniel
Begutachter / BegutachterinKnoke, Thomas ; Hochbichler, Eduard
GutachterSekot, Walter ; Hochbichler, Eduard ; Schwarzbauer, Peter
ErschienenWien, 7. November 2016
Umfangviii, 153 Seiten
HochschulschriftUniversität für Bodenkultur Wien, Dissertation, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)strategische Planung / Forsteinrichtung / Planungsinstrumente / Produktionsrisiko / Marktrisiko / Transdisziplinarität / Rahmenkonzept / Evaluierung / Hilfestellungen
Schlagwörter (EN)strategic planning / forest management planning / planning instruments / production risk / market risk / transdisciplinarity / framework / evaluation
Schlagwörter (GND)Forstwirtschaftlicher Betrieb / Strategische Planung / Risikomanagement
URNurn:nbn:at:at-ubbw:1-17611 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Integration von Risikomanagement in die forstbetriebliche Produktionsplanung und Ertragsregelung [47.49 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die erwerbswirtschaftliche Holzproduktion ist mit vielfältigen Risiken verbunden, wobei den Produktions- und Marktrisiken prioritäre Bedeutung zukommt. In der Praxis der Forsteinrichtung wird diesen Aspekten jedoch allenfalls gutachtlich Rechnung getragen. Die traditionell verwendeten Hilfsmittel abstrahieren von jeglichem Risiko, sodass die von ihnen bereitgestellten Entscheidungsgrundlagen als systematisch verzerrt zu qualifizieren sind. Dabei sind in der wissenschaftlichen Literatur unterschiedliche Ansätze zur Berücksichtigung von Risiko im Zusammenhang mit Ertragsregelung und Produktionsplanung dokumentiert. Die gegenständliche Forschungsarbeit will praktische Hilfestellung zum Überwinden dieser Diskrepanz zwischen forstlicher Realität, traditionellen Planungsinstrumenten und theoretischen Ansätzen leisten. Ausgehend von den in allgemeinen Normen zu Risikomanagement dargelegten Empfehlungen wird unter Bezugnahme auf die Besonderheiten der Branche als erster Schritt eines transdisziplinären Forschungsansatzes ein Rahmenkonzept für explizites Risikomanagement im Forstbetrieb entwickelt, das alle Einheiten der Steuerung umfasst. Eine Checkliste mit Prüffragen unterstützt die Identifizierung der Anforderungen an das Risikomanagement in den verschiedenen Bereichen im betrieblichen Gesamtzusammenhang. Ob und welche der in der Literatur dokumentierten Ansätze zu einer Verbesserung des betrieblichen Risikomanagementsystems beitragen könnten, ist im Einzelfall zu beurteilen. Dazu wird ein zwei-stufiges Evaluierungskonzept bestehend aus einem allgemeinen Charakterisierungs- sowie einem kontextbezogenen Beurteilungsschema vorgestellt und exemplarisch erprobt. Die Erfahrungen zeigen, wie vielfältig und komplex sich die Kluft zwischen Forschung und Praxis darstellt, wobei die erarbeiteten Arbeitsmaterialien grundsätzlich geeignet erscheinen, den oft mehrstufigen Entscheidungsprozess bezüglich der Weiterentwicklung des betrieblichen Planungsinstrumentariums zu unterstützen.

Zusammenfassung (Englisch)

Climate change is recognized as an additional strategic challenge for commercial timber production which is known to be prone to various risks affecting production processes and timber markets. So far, however, risk management seems to rely mostly on self-insurance in terms of huge stocks of growing timber and an exceptionally high share of equity capital, at least in the Austrian private forest sector. The traditional tools applied in strategic planning generally disregard any kind of risk or uncertainty irrespective of the bulk of scientific literature and the variety of modelling approaches. Explicit risk management in forest enterprises could increase the efficiency of production and the significance of planning exercises. For this purpose a comprehensive framework for risk management is proposed which encompasses all levels of decision making. A detailed checklist is provided in order to identify the specific requirements in dealing with risks at the various levels of any forest enterprise. Within this framework, several tools for production planning and harvest scheduling capable of handling risks are characterized and assessed according to a two-stage evaluation design. It comprises a scheme for the general characterisation of any such tool based on a set of ten criteria. This general characterisation is intended to serve as a starting point and reference for an individual assessment at enterprise level, thereby confronting the profile of the tool with the requirements and frame conditions for practical application in the specific case. The results indicate that the applied, transdisciplinary approach is quite promising. However, further joint efforts are required for effectively bridging the gap between theory and practice in this field.